NEERSTEDT /CLOPPENBURG NEERSTEDT/CLOPPENBURG - Große Enttäuschung beim Handball-Oberligisten TV Cloppenburg: Nach der 23:24-Schlappe beim TV Neerstedt ist am Sonnabend jedem Akteur der Gäste klar gewesen, dass sie sich die mehr als überflüssige Niederlage ganz alleine zuschreiben mussten. 150 Sekunden vor Schluss führte der TVC noch und ließ sich trotzdem die Butter vom Brot nehmen. Versteinert blickten die Cloppenburger nach dem Spiel drein.

„Ein mittelmäßiges Oberligaspiel hat einen glücklichen Sieger gefunden. Leistungsmäßig haben sich die Mannschaften heute nicht viel getan. Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe, denn meine taktischen Vorgaben haben nicht die erhoffte Wirkung gezeigt“, räumte Cloppenburgs Trainer Andreas Roßberg nach der Partie Fehler ein und nahm damit sein Team in Schutz.

Mit seiner Einschätzung lag er aber nicht unbedingt richtig, denn Tore kann ein Trainer nicht auch noch selber werfen. Chancen hatte der TVC haufenweise. Sie wurden aber nicht konsequent genug genutzt. So erklärte denn auch Roßberg, „dass die Niederlage nicht unbedingt an der Abwehrarbeit fest gemacht werden kann“.

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Angesichts von „nur“ 24 Gegentoren traf er damit den Nagel auf den Kopf und deutete zugleich auf das große Manko im Angriff. Selbst klarste Tormöglichkeiten bei Tempogegenstößen blieben ungenutzt. Zudem spielte der TVC gegen eine aggressive Neerstedter Defensive viel zu ungeduldig und leistete sich den Luxus unvorbereiteter Torwürfe. Das war auch der Grund dafür, warum sich die Cloppenburger nie richtig absetzen konnten.

Der erste Durchgang verlief noch sehr ausgeglichen, auch wenn der TVC nach einer 7:5-Führung (13.) mit 7:9 in Rückstand geraten war (20.). Zur Pause lagen die Gäste – angetrieben von Spielmacher Alexander Horst und Kapitän Frank Heinen – 12:11 in Front. Nach dem Seitenwechsel gelang beim 14:12 wieder eine Zwei-Tore-Führung. Doch die Neerstedter, die ohne Trainer Dirk Franke (Grippe) und Neuzugang Tomislav Delinac (Bänderriss) auskommen mussten, schlugen zurück und gingen mit 17:16 in Front (41.).

Nun zeigte der TVC für kurze Zeit seine wahre Klasse. In Unterzahl drehten die Gäste das Spiel zum 20:19 (49.) und legten mit dem 22:20 nur vier Minuten später noch einmal nach.

Doch anstatt diesen Vorsprung mit viel Ruhe und Übersicht auszubauen, suchten die Cloppenburger eine schnelle Entscheidung. Dabei produzierten sie einfache Fehler. Neerstedt glich zum 22:22 aus, und auch auf das Cloppenburger 23:22 hatte das Heimteam mit zwei Toren die passende Antwort parat. Insgesamt zeigte sich der TVC in den letzten Minuten nicht entschlossen genug.

In den nächsten Spiele sieht Roßberg auf seine Mannen schwere Zeiten zukommen. „Ich hoffe, dass jetzt auch der letzte Spieler kapiert hat, dass wir den Klassenerhalt noch nicht sicher haben. Dafür fehlen uns noch ein paar Punkte, und die kommenden Gegner haben es in sich“, blickt Roßberg den Aufgaben gegen Brinkum und den Oldenburger TB skeptisch entgegen.

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