Friesoythe Das Foto ist 13 Jahre alt. Die A-Jugend-Mannschaft des FC Bayern München stellte sich zum Gruppenfoto auf – im Friesoyther Hansastadion an der Thüler Straße. Der amtierende deutsche A-Jugend-Meister war 2001 Teilnehmer des internationalen A-Junioren-Turniers, das der SV Hansa Friesoythe erstmals ausrichtete. Mit dabei waren auch Nachwuchs-Topteams wie Werder Bremen, Hamburger SV oder Borussia Dortmund. Doch die Bayern blieben Ludger Bickschlag besonders nachhaltig in Erinnerung. „Schon damals konnte man sehen, dass da künftige Stars im Kader stehen“, sagt der 49-Jährige. Wie recht er damit hatte, zeigte sich vor allem 13 Jahre später. Denn mit Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm standen bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilen zwei Garanten für den WM-Titel in der deutschen Nationalmannschaft, die als A-Junioren in Friesoythe Stollenschuhe schnürten.

Ludger Bickschlag hat die beiden Kicker in Brasilien sogar live spielen sehen. Gemeinsam mit Bruder Wilfried Bickschlag und Schwager Ulrich Behrens reiste er an den Zuckerhut und sah das Viertelfinalspiel Deutschland gegen Frankreich im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. Endstand: 1:0 für Jogis Team.

„In solchen Momenten wird einem schon bewusst, was wir für ein hochkarätiges und professionelles Turnier in Friesoythe auf die Beine gestellt haben“, sagt Bickschlag. Er gehörte neben Heiner Gründing, Ernst Ruh, Heiner Neuenstein, Alfred Hüffer und Manfred Neugebauer zum Organisationsteam. „Es war etwas ganz besonderes für die Region“, sagt der Friesoyther. Dass Spitzenmannschaften aus aller Welt – neben den Bundesligisten war unter anderem auch der brasilianische Verein Fluminense Rio de Janeiro vertreten – ihre Nachwuchskicker nach Friesoythe schickten, sei vor allem Heiner Neuenstein zu verdanken gewesen, erinnert sich Bickschlag. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter habe über beste Kontakte zu den Fußballvereinen verfügt und sei die „Eintrittskarte“ für das prominente Teilnehmerfeld gewesen. „Das Bayern kam, war ein richtiger Knaller für uns“, betont Bickschlag. So konnten die Friesoyther schon vor 13 Jahren die künftigen Weltmeister spielen sehen.

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Jeder Kicker erhielt damals übrigens eine Tasse mit Angaben zum Turnier ausgehändigt. Ludger Bickschlag hat auch solch einen Becher. Dieser steht in seinem Büro im Friesoyther Rathaus – gleich neben dem Plastik-WM-Pokal, den er aus Brasilien mitbrachte. Gut möglich, dass auch Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm ihre Friesoythe-Tassen noch haben und diese in den Pokalvitrinen der Weltmeister stehen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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