Friesoythe /Aurich Erst nicht losgekommen, dann durchmarschiert: Zwar ließ sich am ersten Tag des Hallenfußball-Turniers um den Aurich-Cup ein Hansa-Bus nicht starten, dafür startete Hansa Friesoythe anschließend in Ostfriesland voll durch. Die D-Junioren des Vereins sausten wie ein D-Zug durch die ersten Runden. Am zweiten Tag wurde es zwar spannender, aber letztendlich triumphierte das Team des Trainerduos Jens Rieger/Reinhard Steenken bei dem mit 32 Mannschaften stark besetzten Turnier.

Der Defekt eines der Hansa-Busse hatte die Reisegruppe zwar aufgehalten, aber nicht gestoppt. Die Betreuer Maga Rolfes und Stefan Müller sorgten schnell für neue Reisemöglichkeiten.

Und dass sich der Aufwand, der betrieben werden musste, um nach Aurich zu kommen, lohnen würde, deutete sich früh an: Mit einem 10:0 gegen die SpVg Aurich III und einem 9:0 gegen Eintracht Plaggenburg sorgten die Friesoyther im Turnier selbst für einen Raketen- statt einen Stotterstart.

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Allerdings galt der nächste Gegner als wesentlich stärker. Und tatsächlich machte es der Delmenhorster TB den Hansa-D-Junioren deutlich schwerer. Zwar ging das Rieger/Steenken-Team erneut in Führung, aber der DTB glich aus.

Doch die jungen Hansa-Talente hatten ja gerade erst miterlebt, dass Rückschläge dafür da sind, überwunden zu werden. Und wie der Busdefekt die Reise nach Aurich nicht verhindern konnte, so konnte der gut aufspielende DTB die Reise Hansas ins Viertelfinale nicht stoppen. Die Friesoyther spielten konzentriert weiter und siegten schließlich 3:1.

Nach kurzer Pause ging es im Viertelfinale weiter – und wieder darum, ob die Reise vorzeitig beendet ist oder nicht. Aber Hansa bezwang den FC Zetel 3:0 und sicherte sich somit einen Platz im Halbfinale am folgenden Tag.

Mehr als die Tatsache, dass sich der zweite Hansa-Bus erneut nicht starten ließ, schmerzte die Friesoyther am zweiten Tag allerdings, dass Leistungsträger Hannes Thoben statt Verantwortung auf dem Feld in nächster Zeit Krücken mit sich herumtragen muss. Der überagende Spieler des ersten Tages hatte sich verletzt und fällt für einige Wochen aus.

Der Hansa-Einzug ins Endspiel fiel allerdings nicht aus. Und das, obwohl sich Halbfinal-Gegner 1. FC Nordenham spielstark und einsatzfreudig präsentierte. Der verletzte Hannes, der seine nun zum Teil in PKW nach Aurich gebrachten Mitspieler begleitet hatte, sah, wie sich alle Friesoyther noch steigern konnten. Und auch die kleine „Panne“, das 1:0 für die Mannschaft aus der Wesermarsch, zog kein Liegenbleiben wie beim erwähnten Bus nach sich. Die Friesoyther stemmten sich gegen die Niederlage und schossen sich noch mit zwei Treffern ins Endspiel.

In einem ausgeglichenen, kampfbetonten Finale vor lautstarker Kulisse wurden die Nerven der Hansa-Anhänger dann noch einmal richtig strapaziert. Lag Favorit Spvg Aurich doch zweimal in Führung (1:0, 2:1). Aber die Hansa-D-Junioren kamen erneut zurück und siegten tatsächlich noch verdient mit 3:2. Der Siegerpokal war gewonnen.

Und so, wie sie nach Rückschlägen jedes Mal wieder aufgestanden waren, hatten die Friesoyther gezeigt, dass man durchaus zurückliegen kann. Liegen bleiben darf bei Hansa aber höchstens mal der Bus . . .

Hansa: Maximilian Rolfes, Maik Müller, Benjamin Bajrami, Marius Steenken, Paul Appel, Marlon Schamberg, Tom Höffmann und Hannes Thoben.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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