Friesoythe /Altenoythe Doppelte Bauchlandung: Die Bezirksliga-Titelanwärter SV Altenoythe und Hansa Friesoythe haben am Sonntag unerwartete Niederlagen kassiert. Während die Hohefelder zu Hause mit 2:4 (0:1) gegen Frisia Goldenstedt verloren, musste sich Hansa Friesoythe auswärts Falke Steinfeld 1:2 (1:2) geschlagen geben. Nun wird es im Titelkampf immer spannender. Die ersten vier Mannschaften – angeführt vom SV Altenoythe, Hansa ist Vierter – trennen nur drei Punkte. Der Sechste RW Damme ist auch nur acht Punkte von der Spitze entfernt.

Falke Steinfeld - Hansa Friesoythe 2:1 (2:1). Drei Spieler verloren, aber drei Punkte gewonnen – das ist die kuriose Spiel-Bilanz der Steinfelder. Die acht Falke-Spieler, die beim Schlusspfiff noch auf dem Feld standen, konnten feiern.

Gejubelt hatten sie auch schon zweimal in der ersten Hälfte. In der zehnten Minute nahm Andre Ringkamp einen langen Ball an, um ihn anschließend aus 14 Metern Torentfernung im Gäste-Gehäuse unterzubringen. 15 Minuten später sahen die Zuschauer eine Kopie des ersten Treffers: Erneut brachte Ringkamp einen langen Ball unter Kontrolle, um ihn etwa aus derselben Distanz zum 2:0 ins lange Eck zu befördern. „Das war’s dann aber auch mit den Falke-Chancen“, sagte Hansa-Co-Trainer Sergej Mut.

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Dafür sah er umso mehr Möglichkeiten der Gäste. Zwar konnte Stefan Vogel schon in der 30. Minute eine Flanke Sezer Yenipinars mit der Brust annehmen und zum 1:2 einschieben, aber anschließend präsentierten sich die Friesoyther nicht gerade treffsicher.

So umkurvte Lukas Ostermann in der 38. Minute einen Steinfelder, um den Ball dann aber knapp am Tor vorbeizujagen. In der 44. Minute köpfte Ostermann eine Flanke Cesar Manriques ebenfalls haarscharf am Steinfelder Tor vorbei. „Der Ball hätte drin sein müssen“, ärgerte sich Mut.

In der zweiten Halbzeit bestimmte Hansa das Spiel – nach dem Platzverweis Markus Feldkampfs wegen wiederholten Foulspiels (57.) waren die Gäste sogar deutlich überlegen. Eine Minute nach der Hinausstellung konnte der Falke-Torwart mit einer Flugeinlage gerade noch den Freistoß Marco Delgados über die Latte lenken.

In der 69. Minute flankte Yenipinar, und Christoph Fennen nahm den Ball direkt – drosch ihn aber knapp über das Gastgeber-Gehäuse. Sieben Minuten später war es erneut Fennen, der das Tor aus 13 Metern Entfernung knapp verfehlte.

In der Schlussminute ging es dann noch richtig rund: Zunächst verhinderte Andre Wübbelmann, dass Hansa einen Einwurf schnell ausführen konnte – und sorgte so für seinen Rauswurf (Gelb-Rot). Noch in derselben Minute war Jan Ehrenborg mit einer Grätsche von hinten dafür verantwortlich, dass Schiedsrichter Patrick Marquard die gelbe Karte endlich mal stecken lassen konnte und nur die rote herausholen musste.

„Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen“, sagte Mut nach dem Spiel. „Sie hat alles versucht und in der zweiten Halbzeit für ein Spiel auf ein Tor gesorgt.“

Tore: 1:0, 2:0 Ringkamp (10., 25.), 2:1 Vogel (30.).

Hansa: Hagen - Manrique, Wilken, Latta, Brunner (60. Fennen), Reimann, Delgado, Büter, Yenipinar - Ostermann, Vogel (67. Bock).

Sr.: Marquardt (Osnabrück).

SV Altenoythe - Frisia Goldenstedt 2:4 (0:1). Ab der achten Minute mussten die Gastgeber, die ohne den erkrankten Kapitän Stefan Brünemeyer aufgelaufen waren, mit einem Spieler weniger auskommen. Abwehrspieler Damian Cuper hatte wegen eines Foulspiels im eigenen Strafraum die rote Karte gesehen. Für den Polen war es erst der zweite Platzverweis in seiner Karriere. Den fälligen Strafstoß versenkte Jan Egbers zur Gäste-Führung.

Die größte Ausgleichschance vor der Pause hatte Steffen Bury, der einen Eckball ans Aluminium schlenzte. Auf der Gegenseite verhinderte Torhüter Joscha Wittstruck zwei Einschüsse (17., 37.).

In der zweiten Halbzeit gab es einen Aufreger nach dem anderen. Zunächst erhöhten Steffen Wilkens (52.) und Bastian Mahlendorf (57.), ehe ihr Teamkamerad Raphael Gutke duschen gehen musste (60., Gelb-Rot). Den aufgrund dessen Foulspiels folgenden Elfmeter verschoss Bury. Nur fünf Minuten später musste mit Dominik Albers ein zweiter Goldenstedter Akteur einen Platzverweis (65., Rote Karte) hinnehmen. Er hatte sich ein hartes Foul geleistet.

Nun war Altenoythe klar besser – und torhungrig: So köpfte Bernd Lübbehüsen an die Latte (64.). Sascha Müller machte es besser: Mit einem Doppelpack (70., 89., Foulelfmeter) brachte er den SVA auf 2:3 heran.

Die Altenoyther spielten nun immer offener. Sie rückten weit auf, was Frisias Egbers in die Karten spielte. Er konnte den weit vor seinem Tor stehenden Wittstruck mit einem Schuss aus 58 Metern zum 4:2 überwinden (90.).

Tore: 0:1 Egbers (9., Foulelfmeter), 0:2 Wilkens (52.), 0:3 Mahlendorf (57.), 1:3, 2:3 Müller (70., 89., Foulelfmeter), 2:4 Egbers (90.).

SVA: Wittstruck - Müller, Damian Cuper, Raker, Steenken, Abeln (50. Banemann), Marc Brünemeyer (68. Andre Brünemeyer), Patryk Cuper, Bury, Matantu (50. Lübbehüsen), Bastek.

Sr.: Hendrik Kaarz (Essen).


 Mehr Bilder vom Altenoyther Spiel unter:    www.fupa.net/nordwest 
Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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