Hannover /Cloppenburg Der Negativlauf des BV Cloppenburg in der Fußball-Oberliga hält an. Die Cloppenburger verloren am Sonntag auch ihr Auswärtsspiel bei Arminia Hannover. Sie unterlagen nach einer torlosen ersten Halbzeit am Ende mit 0:3. Für den BVC war es die dritte Punktspielniederlage in Folge.

Bei den Gästen begann Alexander Dreher von Anfang an, genau wie im letzten Testspiel beim TuS Emstekerfeld (8:0). Ihn setzten die BVC-Trainer Olaf Blancke und Torsten Bünger – wie schon in Emstekerfeld – gegen die Arminen im rechten Mittelfeld ein. „Dreher fehlte zwar angesichts seiner längeren Verletzungspause ein wenig die Dynamik, aber im Großen und Ganzen hat er seine Sache gut gemacht“, so Bünger. Dreher spielte eine Halbzeit lang, ehe er gegen Joseph Ahua ausgetauscht wurde. Nach 45 Minuten stand es 0:0. Dass zur Pause noch keine Treffer gefallen waren, war schon verwunderlich. Beide Clubs hatten sich zuvor Gelegenheiten erarbeitet. Für Cloppenburg kamen Enes Muric (12., Weitschuss), Mathis Hennig (13., nach einer Ecke) und Drilon Demaj und Muric per Doppelchance zu Möglichkeiten (39.). Sie zielten zu ungenau, genau wie die Hannoveraner.

Nach dem Seitenwechsel trauten allerdings die Cloppenburger Trainer und die mitgereisten Anhänger im Rudolf-Kalweit-Stadion ihren Augen nicht. Sie sahen einen BVC, der auf keinen grünen Zweig mehr kam. „Irgendwie haben die Jungs in der zweiten Halbzeit keine Einstellung mehr zum Spiel gefunden“, sagte Bünger. Die Mannschaft habe eine schwache Leistung gezeigt.

Das Führungstor der Arminen bezeichnete Bünger in der Rückschau aus BVC-Sicht als eine Verkettung unglücklicher Umstände. Mit einem Ballverlust von Benny Boungou im Mittelfeld sei alles angefangen. Im Anschluss habe man zweimal die Chance gehabt, den Ball zu klären, aber dies habe nicht hingehauen. Arminias Gürkan Öney war dies schnuppe. Er traf zur Führung (50.). In der 64. Minute fuhren die Hannoveraner einen Konter und pflückten ihren Gegner damit auseinander. Das Ende vom Lied: Jovan Hoffart markierte das 2:0.

Die Cloppenburger machten nun hinten auf und fingen sich ein drittes Gegentor ein. Der Torschütze diesmal hieß Bernard Baruti (74.). Dass die Niederlage nicht höher ausfiel, war ein Verdienst von BVC-Fänger Diederik Bangma. „Didi hat noch drei, vier Bälle herausgefischt“, berichtete Bünger.

Angesichts einiger Ausfälle, unter anderem fehlte der Mittelfeldspieler Nico Thoben (krank), hatten Blancke und Bünger mit Rami Kanjo und Jan-Ole Rahenbrock zwei Spieler aus der A-Jugend mitgenommen. Kanjo wurde zehn Minuten vor Schluss eingewechselt. Die Schlappe von Hannover wird an diesem Montag im Training aufbereitet.

Einige Erkenntnisse hatte Bünger bereits auf der Rückfahrt nach Cloppenburg gewonnen: „Wir sind auf dem Boden der Tatsachen gelandet und haben gesehen, was uns blühen kann, wenn wir nicht mit voller Konzentration und voller Power in der Oberliga zu Werke gehen.“

Tore: 1:0 Öney (50.), 2:0 Hoffart (64.), 3:0 Baruti (74.).

BV Cloppenburg: Bangma - Jan Ostendorf, Hennig, Westerveld, Plaggenborg, Lohe, Dreher (46. Ahua), Muric, Neldner (73. Jammah), Boungou, Demaj (80. Kanjo).

Schiedsrichter: Julian Meckfessel (Burg-Gretesch).  Nächstes BVC-Spiel: Am Sonntag, 16. September, 15 Uhr, daheim gegen MTV Gifhorn.

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