Hagen Wer in der abgebrochenen Handball-Saison 2019/20 in der 3. Liga Nord-West als Tabellenzweiter hinter dem Aufsteiger HV Wilhelmshaven knapp die 2. Liga verpasste, muss mit der Rolle des Favoriten für die Saison 202o/21 leben. Vor allem wenn der Kader, wie VfL-Sportdirektor Michael Stock unserer Redaktion unumwunden zugab, bei vier Abgängen und vier Neuzugängen, die positionsgemäß geholt wurden, sich qualitativ verbessert hat.

Der VfL Eintracht Hagen

Der Kader Torhüter Tobias Mahncke, Mats Grzesinski (vom TuS Nettelstedt). Im Rückraum Jan-Lars Gaubatz, Kim Voss-Fels (beide rechts), Valentin Schmidt, Luca Klein, Nico Bratzke, Carsten Ridder (TuSEM Essen, alle Mitte), Tim Stefan, Jaap Beemsterboer, Lukas Kister (alle links). Außen Daniel Mestrum, Theo Bürgin (beide links); Damian Toromanovic, Julian Athanassoglou (Akademie Gummersbach, beide rechts). Kreis Tilman Pröhl, Julian Renninger, Alexander Becker (VfL Gummersbach).

Abgänge Nils Dresrüsse (TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld, Torhüter), Maximilian Lux (EHV Aue, Rechtsaußen), Tom Bergner (Bergischer HC, Kreisläufer), Tim Brand (GWD Minden, Rückraum Mitte). Trainer Stefan Neff. Co-Trainer Pavel Prokopec. Sportdirektor Michael Stock. Betreuer Alfredo Gulino. Saison 2019/20 Platz zwei.

So ist Kreisläufer Alexander Becker zu nennen, der 326 Bundesligaspiele für den VfL Gummersbach bestritten hat, der den zum Bundesligisten Bergischer HC wechselnden Tom Bergner ersetzt. Für den beruflich bedingt kürzer tretenden und zum Oberligisten TSV Altenhagen/Heepen wechselnden Torwart-Routinier Nils Dresrüsse wurde mit Mats Grzesinski ein sehr talentierter 19-Jähriger Keeper vom Bundesligisten TuS Nettelstedt verpflichtet. So bleibt der VfL seiner Linie treu, eine Position mit erfahrenen Akteur, dem 35-Jährigen Tobias Mahncke und einen sehr talentierte Spieler zu besetzen.

Neuer Spielmacher

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Dies gilt auch für Rechtsaußen Julian Athnassoglou von der Akademie Gummersbach, der für Maximilian Lux (zum Zweitligisten EHV Aue) geholt wurde. Auf der Spielmacherposition verließ Tim Brand den VfL in Richtung Bundesliga zum GWD Minden. Mit Carsten Ridder wurde ein erfahrener Akteur vom Bundesliga Aufsteiger TuSEM Essen geholt, der dort zehn Jahre gespielt hat und einen Tapetenwechsel wollte. Hagens Sportdirektor Michael Stock ist angetan von dem „Toptransfer“ und begründet den Wechsel: „Als sich für uns die Möglichkeit ergab, Carsten Ridder zu verpflichten, waren sich alle Beteiligten innerhalb von Sekunden einig. Wer sich fünf Jahre auf höchstem Niveau bei einem der Spitzenvereine in der zweiten Liga kontinuierlich bewiesen hat, wird unserem Spiel gut tun.“

Starke Vorbereitung

Die Weichen beim VfL sind gestellt, die Vorbereitung unter Trainer Stefan Neff lief problemlos und sportlich sehr gut ab. So wurden die Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen (23:21 und TuS Ferndorf (30:23, 31:28) bezwungen und gegen Bundesligist TuSEM beim 26:31 über gut 55 Minuten auf Augenhöhe gespielt. „Die Mannschaft hat dadurch viel Selbstvertrauen getankt, aber wir müssen stabil sein als Kollektiv und jeden Gegner ernst nehmen“, sagt Stock. Dabei verwies er auf die große Überraschung, die in der Drittliga immer möglich sind. So fügte der Tabellenelfte TuS Volmetal den Aufsteiger HV Wilhelmshaven mit 27.26 die einzige Niederlage zu.

„Wir wollen aufsteigen, was glänzend passen würde, weil der VfL 2021 sein 100-Jähriges feiert, wir von 2010 bis jetzt stets in der zweiten oder dritten Liga zu Hause sind“, sagt Stock und warnt. „Gegen uns wird für jeden Gegner die Partie zum Topspiel. Der Favoritenrolle stellen wir uns und müssen den Fokus immer auf das nächste Duell richten.“

Beim Auftakt gegen den TVC-Rivalen ATSV Habenhausen überzeugte der VfL mit dem 27:14 (12:6). vor allem in der Defensive. Aber das Umschaltspiel muss besser werden, wie Stock kritisierte. 25 Paraden des gegnerischen Torhüters bei größtenteils freien Würfen zeigen auch, wo es nach sieben Monaten Spielpause noch fehlt.

spielausfall

Am vergangenen Samstag fiel das Duell beim Neuling ESG Gensungen/Felsberg aus. 70 Minuten vor Spielbeginn, und nach 200 Kilometer Anreise erhielt der VfL die Mitteilung, ein Spieler, der abends zuvor sich mit einem Spieler zum Essen getroffen hatte, coronaverdächtig sei. Die Spielleitung des DHB forderte beide Seiten auf, sich zu einigen, worauf die Partie abgesagt wurde. Ob die Partie des TVC an diesem Sonntag beim VfL stattfindet, wird sich, wenn die Testergebnisse vorliegen, bis Mitte der Woche klären.  In lockerer Folge stellt unsere Redaktion die Gegner der Drittligisten TV Cloppenburg und BV Garrel vor.

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Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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