Cloppenburg Es war wieder ein wenig wie bei den Olympischen Spielen. Alle Teilnehmer verband die Befürchtung, Vierter zu werden. Während es bei der Veranstaltung mit den fünf Ringen nur für die ersten drei Sportler Medaillen gibt, qualifizieren sich bei den EWE-Cup-Vorrunden nur die besten drei Mannschaften für die Endrunde. So wurde bei der Wintercup-Vorrunde das Spiel um Platz drei zum eigentlichen Endspiel (die NWZ  berichtete), hatten die beiden Finalisten doch schon ihr Ticket für das Fußball-Ereignis am 7. März in Oldenburg in der Tasche.

Umso angespannter dürften am Sonntag die E-Junioren des VfL Markhausen und des VfL Oythe vor dem kleinen – und eben irgendwie doch großen – Finale in der Cloppenburger Halle an der Leharstraße gewesen sein. Einen Favoriten gab es nicht, hatten sich die beiden Teams doch in der Vorrunde 0:0 getrennt und im Halbfinale jeweils knapp verloren. Markhausen musste sich dem späteren Sieger RW Damme 0:1 und Oythe dem emsländischen Vertreter SV Bokeloh mit dem selben Ergebnis geschlagen geben.

Im Spiel um Platz drei musste der VfL Oythe dann allerdings doppelt so viele Tore wie im gesamten vorherigen Turnierverlauf hinnehmen. Die von Stefan Norrenbrock trainierten Markhauser bezwangen das Team aus dem Nachbarkreis, das die Vorrunde ohne Gegentreffer überstanden hatte, mit 2:0. Das Endrundenticket war gelöst und die VfL-Talente waren erlöst – umso gelöster war die Stimmung bei der Siegerehrung.

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Zu der waren nicht nur die drei Sieger – RW Damme hatte den SV Bokeloh durch ein Kopfballtor zwei Sekunden vor Schluss bezwungen – erschienen, sondern auch ein waschechter König. Nein, kein Dschungelkönig, obwohl er auch diesen Titel einst ins Visier genommen hatte, sondern der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2003/04: Ailton.

Von dem hätten sich die anderen Teams aus dem Landkreis Cloppenburg auch gerne zur Finalturnier-Qualifikation gratulieren lassen. Allerdings ereilte sie in der Gruppenphase das Aus.

Sie hatten sich aber gut geschlagen. So konnte zum Beispiel der SC Sternbusch zwei Gegner schlagen: Frisia Vrees (2:0) und den SC Kampe/Kamperfehn (3:0). Zwei Unentschieden – 1:1 gegen den VfL Löningen und 1:1 gegen den SV Bokeloh – sowie eine Niederlage gegen den späteren Titelträger RW Damme (0:2) bedeuteten Gruppenplatz drei.

Der VfL Löningen folgte mit nur einem Punkt weniger auf dem Konto auf Tabellenplatz vier. Er hatte gegen Damme und Bokeloh jeweils 0:3 verloren, konnte aber Frisia mit demselben Ergebnis besiegen, Kampe/Kamperfehn 1:0 bezwingen und eben dem SCS einen Punkt abtrotzen.

Auch der SC Kampe/Kamperfehn hatte sein Erfolgserlebnis. Zwar zog er nicht nur gegen die Kreiskonkurrenten, sondern auch gegen Damme (0:4) und Bokeloh (0:2) den Kürzeren. Mit einem 3:0-Erfolg gegen Vrees sicherte er sich aber Gruppenrang fünf.

Und am Ende profitierte der SC wie die anderen Teams davon, dass es bei dem beliebten Junioren-Turnier eben nur ein wenig wie bei den Olympischen Spielen zugeht. Schließlich bekamen von Ailton sowie den Vertretern des gastgebenden Energieversorgers, Werner Menke und Rudolf Adelt, alle Teilnehmer eine Medaille.

Und der vermeintlich so undankbare vierte Platz könnte dem VfL Oythe doch noch den Weg zur Endrunde ebnen. Wird doch im Losverfahren aus den Viertplatzierten der fünf Qualifikationsturniere der 16. Teilnehmer des Finalturniers gezogen. Medaillen für alle und Jubel über einen vierten Platz? Davon können Olympia-Teilnehmer nur träumen . . . 

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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