Garrel /Wilhelmshaven Sie wohnt dort, wo andere Urlaub machen und geht nicht nur sportlich oft an ihre Grenzen: Ann-Kathrin Frangen spielt in ihrer zweiten Saison beim Handball–Drittligisten BV Garrel.

Die 19-jährige ist derzeit aber auch neben der Platte ordentlich gefordert. Durch ihre Eltern kam Ann-Kathrin Frangen früh mit dem Handballsport in Kontakt. Bereits im Alter von drei Jahren machte Frangen ihre ersten Schritte bei den Minis der JSG Wilhelmshaven.

Ihre gesamte Jugendlaufbahn und auch die ersten Spiele in der Damenmannschaft absolvierte Frangen in Wilhelmshaven. Im Jahr 2019 spielte sie noch für die Oberligadamen des Wilhelmshavener SSV, ehe sie zum BV Garrel wechselte.

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Auf anhieb gefallen

„Der Kontakt entstand im Sommer. Ich war gerade mit meinem Freund unterwegs, als Jonas Kettmann mich anrief und mich zum Training einlud“, sagt Frangen und fügt hinzu: „Ich fühlte mich in Garrel sofort willkommen und wurde super aufgenommen. Mir fiel die Entscheidung, zu wechseln deshalb nicht schwer.“

Beim BV Garrel wurde Ann-Kathrin Frangen in der vergangenen Saison gleich zweifache Meisterin. Sowohl mit der weiblichen Jugend A als auch mit den Damen feierte Frangen die Oberliga-Meisterschaft.

Für die 19-jährige Kreisläuferin war das eines der Highlights in ihrer noch jungen Karriere. „Ganz groß waren die Meisterschaften und der Aufstieg mit den Damen des BVG“, sagt sie. Doch auch in Wilhelmshaven habe es tolle Momente gegeben. „Wir haben beispielsweise den Magdeburg-Cup in der großen Arena spielen dürfen und dort als Underdog auch die Bundesligajugend des SC Magdeburg geschlagen.“

Viel gelernt

Ebenso positiv blickt Frangen auf ihre Trainer in der Jugendzeit zurück. Und auch beim BV Garrel fühlt sich Frangen sehr wohl: „Jonas Kettmann und Renee Verschuren haben mich geschliffen. Für meine Entwicklung war das gut, denn so verbessere ich mich stetig.“

Beruflich wird Ann-Kathrin Fragen während der derzeitigen Pandemie noch mehr gefordert als sowieso schon. Frangen absolviert eine Ausbildung zur Krankenschwester in Wilhelmshaven. Dank guter Kommunikation und einem durchgeplanten Zeitplan gelingt ihr der Spagat zwischen Beruf und Sport weitgehend.

„Wie sagt man so schön: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Unsere Dienste ändern sich regelmäßig, manchmal sogar auch spontan. Da ist es nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Unter der Woche trainiere ich nach den Schichten und arbeite das Programm von Renee Verschuren oder Sarah Weiland ab. Für mich ist es manchmal schwer, bei den gemeinsamen Einheiten dabei zu sein.“ Auch das Privatleben bleibt oft auf der Strecke.

Wenig Freizeit

Zeit zum Abschalten bleibt Frangen kaum noch, auch wenn sie in Wilhelmshaven die Nordsee direkt vor der Haustür und viele Möglichkeiten hat. „Es bleiben nicht viele Momente, um mal ans Meer zu fahren. Ehrlich gesagt, mache ich das auch zu selten“, sagt Ann-Kathrin Frangen.

Die wenigen Momente verbringt sie mit ihren Freunden, auf der Couch oder mit ihrem Freund. „Natürlich trainieren wir auch einmal gemeinsam. Er ist sehr ehrgeizig und fit. Manchmal fällt es mir schwer, da mitzuhalten. Er motiviert mich jedoch immer wieder und zieht mich mit.“

Sportlich steht für Frangen mit dem BV Garrel das Ziel „Klassenerhalt“ an oberster Stelle. Den unglücklichen Start in die dritte Liga hat Ann-Kathrin Frangen abgehakt. „Wir haben das erste Spiel knapp verloren, auch wenn es der perfekte Saisonstart hätte werden können. In Ibbenbüren haben wir gezeigt, was wir können, sind als Mannschaft aufgetreten und haben uns belohnt.“

Frangen schätzt vor allem das gute Gefüge innerhalb der Mannschaft und sieht dort auch den Schlüssel zum Erfolg. Zum weiteren Saisonverlauf nach der Zwangspause, sofern es denn weiter geht, vermag die Kreisläuferin derweil keine präzise Prognose abzugeben. Mittlerweile ist auch sicher ist, dass die Saison beendet ist und es keine Absteiger geben wird. „Wir hatten nur zwei Spiele. Das hätte es eine Prognose schwer gemacht, zumal in der Liga eine Menge Potenzial steckt, wo Jeder jeden schlagen kann.“

Weiterentwicklung

Sie persönlich möchte sich, sowohl beruflich als auch sportlich, weiter entwickeln und immer ihre bestmögliche Leistung abrufen. „Natürlich muss ich auch gucken, was nach dem Sport kommt. Da steht die Familienplanung, aber das hat noch ein wenig Zeit“, sagt Frangen mit einem Schmunzeln

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