A28 nach Unfall in Oldenburg wieder frei
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Aktualisiert vor 8 Minuten.

Vier Fahrzeuge Beteiligt
A28 nach Unfall in Oldenburg wieder frei

Garrel /Hamburg Dass man an Weihnachten bei all dem leckeren Essen richtig reinhaut und vor allem beim Nachtisch richtig zuschlägt, ist ja normal. Auch Roman Fress hat an den Festtagen richtig zugeschlagen, allerdings etwas anders als die meisten Menschen. Der 25-jährige Boxer aus Garrel hat auf Boxsäcke eingedroschen und sich gequält, statt sich verwöhnen zu lassen. Schließlich steht für den Deutschen Meister im Cruisergewicht an diesem Samstag der nächste Titelkampf an. Auf den ist er nun bestens vorbereitet, in der Edel-Optics.de-Arena in Hamburg wird ein Roman Fress in Bestform in den Ring steigen.

Seinen Kampf gegen einen Italiener um den Internationalen Deutschen Meistertitel, den auch Kämpfer ohne deutschen Pass erobern können, werden viele Freunde, Verwandte und Bekannte direkt vor Ort sehen. Mehr als 80 Leute, davon etwa 50 aus Garrel, werden in einem eigenen Block sitzen. Die Ehefrau des Boxers, Lena Fress, hat sogar extra T-Shirts für den Kampfabend organisiert. Aber auch, wer nicht nach Hamburg fährt, hat die Möglichkeit, das Duell zu sehen, ist es doch Teil eines Kampfabends, der ab 22.30 Uhr im MDR übertragen wird.

Der Auftritt von Roman Fress wird gegen Mitternacht erwartet. Anschließend werden vor allem seine Frau und das zweieinhalb Jahre alte gemeinsame Töchterchen froh sein. Hatten sie ihren Mann und Papa doch während der anderthalbmonatigen Vorbereitungszeit kaum gesehen. Aber nach dem Duell hat der 25-Jährige zwei Wochen frei – die er sich mit einem Sieg in Hamburg versüßen will.

Roman Fress ist optimistisch dass er in seinem neunten Kampf in nur zwei Jahren als Profi erneut erfolgreich sein wird. Schließlich hat er großes Vertrauen in seinen Trainer Robert Stieglitz, der als ehemaliger Welt- und Europameister im Super-Mittelgewicht schon da war, wo sein Schützling noch hin will.

Der Weg an die Spitze ist allerdings lang und intensiv. Schon im März/April soll der nächste Kampf von Roman Fress folgen. Und sein bisher letzter Auftritt im Ring liegt noch nicht lange zurück (16. November 2019). Dieses Pensum schafft der in Kasachstan geborene Athlet, der lange in Troisdorf (zwischen Köln und Bonn gelegen) beheimatet war, nur mit eiserner Disziplin. Stieglitz, der einst Arthur Abraham besiegte, sieht Roman Fress schon deutlich weiter, als er selbst zu Karriere-Beginn war. Und Fress selbst weiß, dass er sich in den zurückliegenden Monaten enorm weiterentwickelt hat.

Das war nicht nur dank Stieglitz und dem Magdeburger Boxstall SES (Sport Events Steinforth) möglich. Ehefrau Lena kämpft neben dem Ring dafür, dass Roman Fress ohne Sorgen innerhalb der Seile kämpfen kann. „Boxen ist seine Leidenschaft, seitdem er ein Kind ist, und er verfolgt seine Ziele sehr zielstrebig und voller Leidenschaft“, sagt die Angestellte der Firma CEWE in Oldenburg.

Dass ihr Mann diesmal in einer nach einem Online-Optiker benannten Halle boxt, passt allerdings gar nicht. Schließlich ist Roman Fress für sein gutes Auge bekannt. Das Wort edel passt dafür umso besser. Fällt Fress doch wie einst „Gentleman“ Henry Maske durch seine guten Manieren und seine Höflichkeit auf. Kaum etwas liegt ihm ferner als das rabaukenhafte Auftreten einiger seiner Kollegen. Ein Wesensmerkmal, das seinem Boxstall wesentlich bei der Vermarktung des sympathischen Mittzwanzigers helfen dürfte. Keine Frage, Roman Fress hat das Zeug zum Publikumsliebling. Um dahin zu kommen, muss er aber vor allem weiter im Ring richtig zulangen – und nicht an Feiertagen am Esstisch . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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