Garrel Sie lieferten ein gutes Spiel ab, lagen lange in Führung und mussten sich am Ende dennoch mit einem 21:21(13:11) begnügen: Bei den Drittliga-Handballerinnen des BV Garrel überwog daher gegen den TSV Bonn rechtsrheinisch (rrh) die Enttäuschung.

„Das ist bitter. Wir haben über weite Strecken ein tolles Spiel und eine gute Leistung gezeigt. Wir wollten gegen den direkten Konkurrenten gewinnen, das ist uns nicht gelungen“, sagte Garrels Spielertrainerin Renee Verschuren, und ihr war die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Und in der Tat: Der BVG bestimmte nach schwungvoller Anfangsphase und kurzem 2:4-Rückstand (3.) über weite Strecken das Geschehen. Die Mannschaft agierte aus einer sicheren 6:0-Deckung und packte in den Zweikämpfen konsequent zu. Bonn kam zunehmend weniger zum Abschluss. Wenn der Ball mal durch die Deckung drang, war Stefanie Jandt im Tor erneut ein sicherer Rückhalt. Sie war es auch, die nach einer Viertelstunde den schönsten Tempogegenstoß der ersten Hälfte einleitete. Nach sehenswerter Parade zunächst gegen Hannah Wilhelms eröffnete sie den Konter mit einem langen Ball an den Bonner Kreis. Dort lauerte Lisa Noack, die mit sehenswertem Heber zum 9:6 traf.

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Mitaufsteiger TSV Bonn blieb meist ideenlos und wusste gegen die konsequente Garreler Deckung kaum ein Mittel, während der BVG immer wieder den schnellen Weg zum Tor und Abschluss suchte. So auch in der 22. Minute, als die gut 300 Zuschauer in der Garreler Sporthalle eine fast exakte Kopie des Treffers von Noack sieben Minuten zuvor sahen. Wieder eröffnete Jandt mit langem Ball den Tempogegenstoß, und Noack schloss gedankenschnell per Heber zum 12:8 ab. Fortan ließ Garrel das schnelle Spiel aber etwas schleifen. Bonn nutzte die sich nun öffnenden Lücken in der BVG-Deckung und kam zur Pause bis auf 11:13 heran.

Die zweite Hälfte begann deutlich ruhiger als Abschnitt eins. Sowohl der BV Garrel als auch die Gäste brauchten einige Minuten, um wieder „in Fahrt“ zu kommen. In der 39. Minute, Garrel war zwischenzeitlich nach einer Zeitstrafe gegen Sarah Weiland in Unterzahl, traf Lea Rühling zum 17:14 und sorgte mit ihrem Treffer auch für den Startschuss in eine in der Folgezeit ereignisreiche Partie. Die „Drei-Tore-Führung“ hielt zunächst, da der Gastgeber auf jeden Bonner Angriff eine Antwort wusste und das Tempo hoch hielt. Als nach einer Dreiviertelstunde Spielzeit das 18:15 auf der Anzeigetafel stand, lief für die Gastgeberinnen noch alles nach Plan. Das änderte sich eine Minute später: Sarah Weiland bekam nach einem harmlos aussehenden Duell gegen Leonie Radimsky ihre dritte Zeitstrafe und musste fortan zuschauen. „Die rote Karte ist für mich nicht nachvollziehbar und überzogen“, hatte nicht nur Verschuren kein Verständnis für diese Entscheidung. Auch Weiland selbst wirkte ratlos.

Dem Garreler Spiel schien der Platzverweis gegen die agile Rückraumspielerin nicht gut zu tun.

Der BVG leistete sich nun viele Fehler und wurde im Abschluss immer harmloser. Bonn kam zurück, und aus einer kompakten Deckung baute der Gast sein Spiel auf und kam drei Minuten vor dem Ende auf 20:21 heran. Als Lena Faske in der 58. Minute an TSV-Torfrau Marie Cajetan scheiterte, die im Gegenzug zum 21:21 ausglichen, war die Partie wieder völlig offen. In der Schlussminute hätte Verschuren den Sieg festmachen können: 40 Sekunden vor dem Ende landete ihr Abschluss aus dem Rückraum jedoch nur über dem Tor. Am Ende hätte Bonn den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellen können, aber Nina Harscheid scheiterte wenige Sekunden vor Spielende.

„Den Punkt nehmen wir gerne mit, auch wenn er für uns aufgrund des Spielverlaufes glücklich ist“, sagte Bonns Trainer Jochen Scheler. Renee Verschuren stimmte dem zu: „Am Ende ist es sehr ärgerlich, dass wir uns wieder für eine gute Leistung nicht belohnen konnten. Wir haben heute definitiv einen Punkt liegen gelassen. Dennoch nehmen wir den Punkt und auch viel Positives aus diesem Spiel mit und bereiten uns nun auf das Spiel in Fritzlar in der kommenden Woche vor.“ Nicht nur Verschuren weiß, dass die kommenden Aufgaben für den Tabellenzwölften nicht einfacher werden dürften.

BV Garrel: Jandt, Aumann, Thoben-Göken - Noack (6), Fragge (5/3), Verschuren (2), Weiland (2), Faske (2), Osterthun (2), Rühling (2), Lötgering, Mattke, Fette, Schulte, C. Meyer.

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