Garrel Fast 9000 Kilometer durch Südamerika – Bernd Meyer steht vor dem nächsten Abenteuer mit dem Motorrad. Nachdem er 2018 den Trans-American-Trail durch Nordamerika gefahren war, zieht es den Bäcker und Konditor nun auf den südamerikanischen Kontinent auf der „Ruta Norte“ von Santiago de Chile durch den Norden Chiles in die Anden bis nach Bolivien und Peru. „Rund die Hälfte der Strecke verläuft abseits befestigter Straßen“, erzählt Bernd Meyer vor dem Start der Tour voller Begeisterung. „Offroad liebe ich einfach.“

Sein Motorrad, eine BMW 1200 GS, hat er schon auf die Reise geschickt: von München über Antwerpen nach Chile per Schiff. Sein Flug geht am 23. Februar. Gemeinsam mit Freund und Bäckerkollegen Hanno Lechtermann aus Bielefeld und 14 weiteren Motorradfahrern – darunter eine Frau – will er den Trip bewältigen.

Lechtermann hatte er – wie könnte es anders sein – auf einer Motorradtour auf Sardinien kennengelernt. Auch den Trans-American-Trail (TAT) fuhren sie gemeinsam mit zwei weiteren Motorradfahrern. Der Trail „hat mich ganz schön gebeutelt“, blickt Bernd Meyer zurück. Defekte an Kupplung, Bremssystem, Federbein, Heck – sogar das Handy hatte er auf der Tour verloren, glücklicherweise aber drei Monate später zurückerhalten.

Bei dieser Tour hofft er auf mehr Glück. War die USA-Tour noch selbst organisiert, hat sich Bernd Meyer bei dieser Tour nun einer Organisation angeschlossen. Einen Monat wird er unterwegs sein, davon 13 Mal im Zelt übernachten, die übrigen Nächte im Hotel verbringen. Von Santiago de Chile aus geht es durch den Norden Chiles hinauf in die Anden und in die Atacama-Wüste – die trockenste Wüste der Welt. Der Zusammenhalt in der Truppe sei gerade in diesen Passagen gefragt, ist der Garreler überzeugt. In Bolivien wartet mit dem „Camino de la Muerte“ – angeblich eine der gefährlichesten Straßen der Welt, so der Veranstalter – eine weitere Herausforderung auf die Biker. Auf diesen Pass freut sich Bernd Meyer schon sehr. „Den will ich gerne fahren.“ Zu sehr ins Risiko geht der erfahrene Motorradfahrer allerdings nicht, Sicherheit hat Priorität. Froh ist er über den Jeep, der als Begleitfahrzeug die Truppe begleiten wird. „Falls doch mal etwas passiert.“ Seine BMW „hat schon einiges erlebt“ auf den Touren, darunter auch einige Stürze. „Aber ich selber habe nie etwas abbekommen.“

Entlang des Titicacasees mit den schwimmenden Schilfinseln der Urus geht es in Richtung Peru bis zur Inka-Stadt Machu Picchu. Auf einer Rundtour fahren die Motorradfahrer dann zurück nach Iquique: weiße Sandstrände als Belohnung der Strapazen der Zweirad-Tour.

Dass die Reise ein langgehegter Herzenswunsch Meyers ist, kann man nicht sagen. Aber ein außergewöhnliches Ziel hatte er sich für seinen nächsten Trip schon gewünscht – dieser verlangt einiges an sportlicher Fitness. Die hat er aber durch Training im Fitnessstudio und regelmäßige Läufe. Zu seinem Nordamerika-Abenteuer war er mit dem Sport gestartet und hatte es beibehalten.

Mit der neuen „Go-Pro“ – einer Action-Kamera – will er seine Reise durch Südamerika dokumentieren, um im Anschluss wieder viele Menschen daran teilhaben zu lassen. Den Erlös seiner Multimedia-Vorträge möchte er wieder für soziale Zwecke spenden – so wie bei seinen Vorträgen über die Trans-American-Trail, den er vor insgesamt mehr als 500 Zuhörern gehalten hatte, oder bei seinen Auftritten als Heinz-Erhardt-Imitator. Rund 10 000 Euro sind so zusammengekommen. Einen Großteil davon hatte er der Garreler Bürgerstiftung „Lüttke Lüe“ gespendet.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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