Friesoythe Aloys Arkenau kennen die meisten Friesoyther wohl als Adjutanten der Schützengilde. Seit 2014 hat der 67-Jährige das Amt inne, davor war er lange Zeit Hauptmann der Kompanie Moorstraße.

Vor fast 30 Jahren war Arkenau bereits Schützenkönig der Moorstraße. „Ich wäre nie auf die Idee gekommen“, erzählt er. Doch ein paar Tage vor dem Schützenfest 1990 saß er mit seinem Schwiegervater am Gartenteich zusammen. „Was hältst du davon, König zu schießen?“ habe er gefragt. Schließlich hatte er Arkenau überredet, es zu probieren.

Der damalige Hauptmann wurde über die spontane Teilnahme am Königsschießen recht kurzfristig informiert – eine Viertelstunde vorm Antreten. Beim Schießen habe Arkenau noch gedacht: „Hoffentlich fällt er nicht.“ Doch der Adler fiel. Und es hat sich auch gelohnt: „Das war eine schöne Zeit.“

Bereits ein Jahr später war er dann der neue Ersatzfähnrich der Moorstraße, zwei Jahre später der Fähnrich und 1998 dann der neue Hauptmann. Dieses Amt hatte er 16 Jahre inne – dann folgte er als dienstältester Hauptmann auf Hermann Kröger und wurde Adjutant.

In dieser Position ist er der Stellvertreter des Generals. Bereits ein bis zwei Monate vor dem Schützenfest kümmert er sich um viele organisatorische Kleinigkeiten: Er muss dem Adlerbauer bescheid geben, die Insignien holen, den Strom für den Zapfenstreich organisieren, den Fototermin für die Proklamation abmachen und die Blumen für die Kästen beim Thron bestellen. Einige Tage vor dem Königsschießen muss außerdem jemand von der Feuerwehr die Vogelstange auf Vogelnester überprüfen und diese gegebenenfalls umsetzen. Jemand vom Tüv muss zudem am Donnerstag den Stand abnehmen. Und natürlich gibt es auch beim beim Schützenfest selbst ein straffes Programm – die Tage sind eng durchgetaktet. Ansonsten gilt: Nach dem Schützenfest ist vor dem Schützenfest – über das Jahr verteilt gibt es einige Sitzungen.

Außerhalb der Schützengilde ist der pensionierte Polizist sportbegeistert. 22 Jahre hat er in der 1. Herrenmannschaft des SV Hansa Friesoythe gespielt, bei seinem letzten Punktspiel war er 40. Im Verein hat er viel getan: die C-Jugend trainiert, die 1. Herren betreut, die F-Jugend mitgegründet. Auch im erweiterten Vorstand war er tätig. „Mit Fußball hatte ich immer viel am Hut.“ Und das ist immer noch so: Bis heute fährt er gemeinsam mit Freunden zu jedem Auswärtsspiel des SV Hansa Friesoythe.

Meine Lieblingstasse

„Die ist vom A-Jugend-Turnier von 2001. Sie ist schon etwas lädiert. In Friesoythe fanden damals alle drei oder vier Jahre Internationale A-Jugend-Turniere statt. Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger waren mit Bayern München hier, Werder Bremen, zwei englische Mannschaften und eine aus Brasilien waren auch dabei. Ich war damals Fahrdienstleiter und habe die Fahrten zu den Hotels usw. organisiert. Das Turnier lief immer von freitags bis sonntags und war ganz interessant.“

Mein Lieblingsplatz

„Auf meiner Terrasse kann man im Sommer schön sitzen. Ansonsten sitze ich gerne im Wohnzimmer, um Sport und Nachrichten zu schauen. Hier sitze ich auch mit Besuch, wenn wir nicht auf der Terrasse sitzen können.“

Das mag ich an der NWZ

„Der Sportteil gefällt mir gut. Er ist immer aktuell und informativ. Die Zeitung ist morgens um halb sechs da, das gefällt mir besonders gut. Damit kann ich mich eineinhalb bis zwei Stunden beschäftigen. Da steht alles drin, was einen interessiert.“

Das macht mir Sorgen

„Die Flüchtlingskrise bereitet mir Sorgen. Es ist nicht in Ordnung, was in Europa passiert. Dass kein Land die Menschen aufnehmen will, das macht mir Sorgen.
Ansonsten wüsste ich nichts, was mir groß Sorgen bereitet.“

Das macht mir Freude

„Das Schützenfest macht mir Freude. Und, dass ich sonntags zum Fußball fahren kann. Ansonsten meine Kinder und Enkel. Und mein Wochenende fängt montagmorgens an und hört sonntagabends auf – das bereitet mir Freude.“

Dafür stehe ich nachts auf

„Früher bin ich mit meinem Vater nachts für Boxkämpfe aufgestanden. Den Superbowl schaue ich mir auch nachts an. Und für die Mondlandung bin ich nachts aufgestanden, da habe ich die ganze Nacht vorm Fernseher gesessen.“

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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