Friesoythe /Gehlenberg Wieder großes Kino am Großen Kamp Ost: Etwa 600 Zuschauer haben am Sonntagnachmittag erneut ein emotionsgeladenes, torreiches, hochspannendes und überraschendes Hallenfußball-Turnier um die Friesoyther Stadtmeisterschaft gesehen. Ein Jahr nach dem ebenso unerwarteten wie mitreißenden Triumph des Hansa-Nachwuchses gab es ein Endspiel zweier Außenseiter, das gleich zwei Wendungen zu bieten hatte. Kreisligist SV Gehlenberg-Neuvrees setzte sich schließlich mit 3:2 gegen den VfL Markhausen (1. Kreisklasse) durch. Ausrichter Hansa Friesoythe, der das Turnier wieder toll organisiert hatte, brachte zwei Teams ins Halbfinale, in dem beide Mannschaften scheiterten. Platz drei eroberte die U-23 des Vereins, die im Neunmeterschießen das eigene erste Team 3:2 bezwang.

Hallenfußball

34. Friesoyther Hallenstadtmeisterschaft SV Mehrenkamp - SV Gehlenberg 2:8 VfL Markhausen - BV Neuscharrel 8:0 SV Altenoythe - Hansa Friesoythe U-23 5:1 Hansa Friesoythe - SV Thüle 0:2 SV Mehrenkamp - SV Altenoythe 1:0 VfL Markhausen - Hansa Friesoythe 2:5 SV Gehlenberg - Hansa Friesoythe U-23 0:2 BV Neuscharrel - SV Thüle 3:4 SV Mehrenkamp - Hansa Friesoythe U-23 0:1 VfL Markhausen - SV Thüle 1:0 SV Gehlenberg - SV Altenoythe 4:1 BV Neuscharrel - Hansa Friesoythe 0:4 Halbfinale VfL Markhausen - Hansa Friesoythe U-23 2:1 nach Verlängerung SV Gehlenberg - Hansa Friesoythe 4:2 Neunmeterschießen um Platz 3 Hansa Friesoythe - Hansa Friesoythe U-23 2:3 Finale SV Gehlenberg - VfL Markhausen 3:2 Mehr Lokalsport finden Sie auf den Seiten 15 und 32.

Zwei Bezirksligisten und Mitfavoriten auf den Titel der 34. Stadtmeisterschaft, der neunmalige Sieger SV Altenoythe und der 2016-Champion SV Thüle, waren als Gruppendritte bereits in der Vorrunde gescheitert. Wobei in Gruppe B die ersten drei Teams jeweils sechs Punkte hatten, und Sieger VfL Markhausen (11:5), den Zweiten Hansa I (9:4) und eben jenen SV Thüle (6:4) nur das Torverhältnis trennte. Der BV Neuscharrel blieb punktlos.

In Gruppe A kamen Sieger SV Gehlenberg (12:5-Tore) und der Zweite, die U-23 Hansa Friesoythes (4:5), ebenfalls auf jeweils sechs Punkte. Der SV Altenoythe (6:6) und der SV Mehrenkamp (3:9) hatten jeweils drei Punkte auf dem Konto (Ergebnisse, siehe Kasten auf dieser Seite).

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Zwar traf nicht bei jedem auf Verständnis, dass die Reihenfolge der Halbfinalpartien getauscht wurde, weil Hansas Erste kurz zuvor das letzte Gruppenspiel bestritten hatte, aber begeistern konnten beide Vorschlussrunden-Duelle.

Fabian Höhne brachte Hansas U-23 im Spiel gegen Markhausen in Führung, aber anschließend drängte der VfL auf den Ausgleich. Der starke Erik Bullermann zwischen den Hansa-Pfosten, der später als bester Torhüter ausgezeichnet wurde, verhinderte lange das 1:1. Aber drei Minuten vor Schluss glich Sebastian Thunert, der zusammen mit Jan Pohlabeln erfolgreichster Torschütze des Turniers war, doch noch sehenswert aus. In der Verlängerung führte dann eine Rettungsaktion Bullermanns zu einem Neunmeter für den VfL, und Bernd Abeln traf eine Minute vor Schluss zum 2:1-Endstand.

Im zweiten Semifinale brachte David Schiller Hansa in Führung, aber der groß aufspielende Stefan Langliz glich kurz darauf aus. Nach einem schnellen Gegenstoß, den Ali Khaled erfolgreich abschloss, führte Hansa wieder (7. Minute). Doch die Gehlenberger zeigten schon im Halbfinale, dass sie immer wieder aufstehen: Thomas Steenken, Matthias Lukas und Jan Pohlabeln schossen noch einen 4:2-Erfolg des SVG heraus.

Das Endspiel hatte dann, wie Bürgermeister Sven Stratmann später während der gemeinsamen Siegerehrung mit Hansas erstem Vorsitzenden Roland Winkler betonte, „alles zu bieten“. Pohlabeln brachte Gehlenberg in Führung (6.), aber im Gegenzug gab es Neunmeter für Markhausen, und Abeln markierte das 1:1. Nach einem Freistoß-Hammer Thunerts stand es dann 2:1 für den VfL (9.). Aber der SVG kam erneut zurück: Rene Meemken jagte den Ball nach einer Ecke unter die Latte, von wo aus er ins Tor sprang (10.), und Steenken traf schließlich im Fallen zum umjubelten 3:2-Endstand (13.). Was für ein Finale! Was für ein Turnier! Und was passiert wohl nächstes Jahr?

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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