Friesoythe Nico Gill von Hansa Friesoythe wurde beim 2:2 (0:1) des Fußball-Landesligisten gegen Spitzenreiter VfL Oythe zum Spieler des Tages und Mutmacher. Als er in der zweiten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit zu spät kam gegen VfL-Keeper Wilhelm Heise (siehe Bild) gab der Stürmer keineswegs auf, stieg zwei Minuten später nach weitem Ball von Jens Meyer wieder hoch und dosierte die Kugel präzise über den Gästekeeper hinweg zum 2:2-Endstand ins Netz.

Gästetrainer Paul Jaschke war stinksauer, zwei Punkte liegengelassen zu haben. „Das 2:2 muss unser Torwart verhindern. Aber wir hätten vor allem in der ersten Halbzeit schon alles klar machen müssen, das knappe 1:0 war schmeichelhaft für Friesoythe, das am Ende Glück gehabt hat“, sagte der Ex-Coach des TuS Emstekerfeld.

Sein Kollege Hammad El-Arab war natürlich hochzufrieden mit dem Ergebnis. „Bis zur Pause wollten wir zu sehr spielerisch mithalten, doch es gelang uns nicht viel. Danach haben wir das gezeigt, was im Abstiegskampf notwendig ist. Nachsetzen und nie aufgeben, das hat sich verdientermaßen gelohnt.

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Vor der Pause zeigte Oythe ansatzweise, warum der VfL Spitzenreiter ist. Viel Ballbesitz, gutes Passspiel nach vorne und dabei über beide Außenbahnen das Tempo hoch halten. Was fehlte, waren echte Torgelegenheiten aus dem Spiel heraus, weil Friesoythe im Abwehrzentrum mit Nicolas Hofmann und Andre Thoben sehr präsent war. Die taktische Maßnahme, da mit Magnus Schlangen und Miguel Garcia beide Außenverteidiger verletzt waren, auf der linken Seite David Jahdadic zurückgezogen und bei Kontern vorne im Angriff agieren zu lassen, ging nicht auf. Denn die Bälle wurden zu schnell verloren, weite Schläge erreichten selten einen Friesoyther Spieler.

So ging Gefahr vornehmlich von Standards aus. Wie beim zweiten VfL-Eckball, den der baumlange Abwehrrecke Fabian Meyer aufs scheinbar leere Tor köpfte, wenn nicht Maximilian Werner zur Stelle gewesen wäre und per Kopf klären konnte. Als alles auf ein 0:0 zur Pause hinauszulaufen schien, schickte Dennis Jex Torjäger Philip Schönewolf auf die Reise. Hansa-Torwart Dennis Panzlaff zögerte, kam deshalb zu spät, war am Ende der Dumme, der nur noch per Foul retten konnte. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte souverän zum 1:0 (45.).

Die Besprechung bei Hansa dauerte sehr lange, die Gäste standen schon längst wieder bereit. Aber es lohnte sich für den Gastgeber. Die Einwechselung von Ruben Cano für Jahdadic, der über die linke Seite Druck machte, bewährte sich. Auf der linken Bahn sorgte immer häufiger Werner für Druck. Janek Siderkiewicz und Nermin Becovic sorgten im Mittelfeld für viel Schwung. Pech für Nico Gill, der in eine Rechtsflanke von David Schiller gekonnt hereinlief, den Ball aber nur an den Innenpfosten setzte (49.). Hansa war nun viel präsenter im Zweikampf, leitete einige gefährliche Angriffe ein und glich verdientermaßen aus. Diesmal nutzte Gill einen Ballverlust der Gäste und jagte die Kugel von der Strafraumgrenze geschickt ins rechte untere Eck (76.).

Nur zwei Minuten später jubelte die Gegenseite. Christopher Cook zirkelte einen Freistoß von der linken Seite so präzise in den Strafraum, das Marcel Hesselmann per Kopf zum 2:1 verlängerte. Doch die letzte Antwort hatte der längst gleichwertige Gastgeber und das richtige Köpfchen dank Gill zum 2:2.

Tore: 0:1 Schönewolf (45.), 1:1 Gill (76.), 1:2 Hesselmann (78.), 2:2 Gill (90+4).

Hansa: Panzlaff - Werner (81. Meyer), Hofmann, Thoben, Bröring, Jahdadic (46. Cano), Thomes, Becovic, Siderkiewicz, Schiller, Gill.

Schiedsrichter: Tobias Zunker (Zetel).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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