Fußball-Landesliga
Blitztreffer wirft Hansas Konzept um

GW Mühlen profitierte von einer blitzschnellen 1:0-Führung durch Patrick Albers. Auch dem entscheidenden 0:2 ging ein dicker Fehler im Spielaufbau voraus.

Bild: Olaf Klee
Ein typisches Bild – bestens bewacht und von zwei Spielern GW Mühlens eng begleitet: Hansa-Stürmer Robert Plichta (in Grün)Bild: Olaf Klee
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Friesoythe Wenn einer Mannschaft es zurzeit schwer fällt, zu Hause das Spiel zu gestalten, sollten Gegentreffer tunlichst vermieden werden. Beim Fußball-Landesligisten Hansa Friesoythe dauerte es keine 60 Sekunden, ehe dieses Vorhaben passé war.

Vom Anstoß weg startete Jonas Pöhlking über die linke Seite einen Angriff, durfte bis in den Strafraum vorstoßen und Torjäger Patrick Albers bedienen, der Torwart Carsten Hackstette, der an diesem Nachmittag zum besten Hansa-Akteur werden sollte, keine Chance ließ.

Der Neuling jubelte, wohlwissend, dass seine eingespielte, sehr lauffreudige Mannschaft nun abwarten und Nadelstiche setzen konnte. Hansa versuchte sich zu fangen, besaß geschätzte 80 Prozent Ballbesitz, doch wenn über beide Außenbahnen kein Durchkommen ist, die Pässe auf die Spitzen Andre Jaedtke und Robert Plichta früh abgefangen werden, bleiben Torchancen eben Mangelware.

Nur einmal konnte sich Jaedtke im Strafraum festsetzen. Aus der Drehung traf er den Ball nur mit der Pike und verfehlte knapp das Tor (9.). Hansa rannte sich immer wieder fest, zumal das Angriffsspiel sehr rechtslastig wurde, wo sich Miguel Garcia und Maximilian Werner aufrieben. Hier fehlten die Ideen und Antritte des angeschlagenen Maycoll Canizalez-Smith, den Trainer Hammad El-Arab kurzfristig aus der Startelf nehmen musste.

Nachdem Hackstette einen Schuss von Pöhlking glänzend entschärfte (30.), zog Mühlen gegen Ende der ersten Halbzeit die Zügel an. Vor allem Albers wurde immer gefährlicher. Noch konnte Thoben im letzten Moment retten (38.), warf sich Hackstette ihm mutig entgegen (39.), doch in der 41. Minute war es passiert. Ein fataler Ballverlust: Mühlen schaltete blitzschnell um, brachte Albers in Position, der diesmal Hackstette umspielte und auf 2:0 erhöhte.

Eine bittere Pille für den Hansa-Halbzeittee – doch Friesoythe schien sich einiges vorgenommen zu haben. Diesmal gelang dem Gastgeber ein Blitzangriff. Jaedtke stand frei vor Torwart Maurice Planteur, doch der Kapitän der Gäste wehrte ab (46.). Zwei Minuten später flankte Plichta auf Rasim Syuleyman, der am Tor vorbeiköpfte. Doch einen Sturmlauf leiteten diese beiden Chancen nicht ein, zu zäh blieb das Aufbauspiel der Hausherren. Mühlen behielt sein Konzept bei, hatte aber nach 65 Minuten Glück, als Ruben Ruiz Cano mit einem der nun häufig angewendeten weiten Diagonalbälle in Syuleyman einen passenden Empfänger fand, doch dessen Abschluss endete an der Querlatte. Mühlens seltene Konter blieben gefährlich. Den besten Angriff vergab der Sekunden zuvor eingewechselte Lars Meyer. Er schob einen Querpass von Dennis Bart am Tor vorbei – unglaublich, aber in der Nachspielzeit nicht mehr so relevant. Da war Plichtas Kopfball aus drei Metern am Tor vorbei nach Syuleyman-Flanke ärgerlicher nach 85 Minuten. Ein 1:2 hätte für turbulentere Schlussminuten sorgen können.

„Wir haben nach der Pause geschickter gespielt und einige Torchancen uns erarbeiten können. Aber nach dem frühen 0:1 war es schwer, ins Spiel zu kommen, da wir bei Ballverlusten häufig zu offen waren“, sagte El-Arab.

Tore: 0:1, 0:2 Albers (1., 41.).

Hansa: Hackstette - Cano (83. Höhne), Thoben, Thomes, Garcia (73. Moussa), Werner (73. Diekmann), Siderkiewicz, Mennicke, Syuleyman, Jaedtke, Plichta.

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (Oldenburg).

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