Friesoythe /Bevern Die einen haderten mit dem Unparteiischen Marc Lübbers (Haren) aber auch mit ihrer Leistung – die anderen waren stolz und zufrieden, in diesem Derby der Fußball-Landesliga mit dem 2:2 (1:1) einen Punkt zu Hause gehalten zu haben. So wurde die Leistung Hansa Friesoythes belohnt, aus den personell eng begrenzten Möglichkeiten – es fehlten sechs Stammkräfte – das Beste gemacht zu haben, während sich der Spitzenreiter SV Bevern den Vorwurf gefallen lassen musste, sein Potenzial an diesem Sonntagnachmitag nicht ausgeschöpft zu haben.

„Wir haben nach beiden Führungen viel zu schnell heruntergeschaltet. Außerdem war unser Aufbauspiel viel zu fehlerhaft“, sagte Beverns Co-Trainer Peter Hölzen. „Wir waren Außenseiter, haben aber Bevern durch starkes Zweikampfverhalten genervt und nach den Rückständen die Nerven behalten“, sagte Hansa-Trainer Hammad El-Arab nicht ohne Stolz.

So aber begann der Hausherr vorsichtig, war auf Torsicherung bedacht, die schon nach neun Minuten versagte. Ein schneller Wechsel über die rechte Seite von Sascha Thale und Kapitän Henning große Macke, der präzise auf Bernd Gerdes zurücklegte, der freie Bahn beim 1:0-Führungstreffer hatte. Gerdes, der im Angriffszentrum zu finden war, Torjäger Dio Ypsilos saß zunächst auf der Bank, war zwar stets in Bewegung, doch Bevern stellte das konstruktive Angriffsspiel mit zunehmender Dauer ein wie auch der Kapitän zwangsläufig nach 14 Minuten wegen Oberschenkelproblemen die Binde an Thale übergeben musste. Auch wenn Trainer Matthias Risse sein Team immer wieder anfeuerte, von der sonst so beständigen Torgefahr des Tabellenführers war nichts zu spüren.

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Friesoythe sorgte für ein ausgeglichenes Spiel, besaß zunächst aber nur eine Torchance, als ein Freistoß von Robert Plichta von David Niemeyer gefährlich verlängert wurde, aber Frank Lange im Tor ein Eigentor soeben noch verhindern konnte (33.). In der 41. Minute war er machtlos, denn Plichta kannte bei seinem Handelfmeter keine Gnade und glich aus. Es war eher ein Geschenk, denn Kristen Bramschers Aktion war nicht unbedingt elfmeterwürdig, was die Gäste nach dem Pausenpfiff zu heftigen Protesten veranlasste.

Doch der Gast, nun mit Ypsilos für Gerdes im Angriff, übernahm wie zuvor die Initiative und kam schnell zur erneuten Führung. Friesoythe hatte eigentlich schon geklärt, war fast in der Vorwärtsbewegung, als eine Flanke doch noch auf Thale kam, der sehenswert zum 2:1 vollstreckte (59.). Aber wieder gelang es Bevern nicht, seine spielerische Überlegenheit in torgefährliche Aktionen umzusetzen. So konnte Friesoythe sich erneut fangen und allmählich wieder für eine ausgeglichene Partie sorgte.

Und Trainer El-Arab bewies ein glückliches Händchen. Nur drei Minuten nach seiner Einwechselung zog Fabian Höhne von der halbrechten Seite aus gefährlich ab. David Niemeyer war mit den Händen am Ball. Diesmal gab es keine Diskussion: Erneut Elfmeter und für Niemeyer die gelb-rote Karte. Plichta behielt wiederum die Nerven, glich zum 2:2 aus (80.), das bis zum Ende hielt und angesichts der Voraussetzungen nicht einmal unverdient war.

Tore: 0:1 Gerdes (9.), 1:1 Plichta (41., Handelfmeter), 1:2 Thale (59.), 2:2 Plichta (80., Handelfmeter).

Friesoythe: Hackstette - Werner, Hofmann, Thoben, Schlangen (69. Jaedtke), Diekmann, Laaken (77. Höhne), Meyer (90. Pfeiffer), Siderkiewicz, Mennicke, Plichta.

Bevern: Lange - Henning große Macke (14. Abramczyk, 68. Dosti), Stoimenou, Wichmann, Tobias große Macke, Bramscher, Bürkle, Thale, Sander, Gerdes (46. Ypsilos).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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