Cloppenburg 360 Minuten darf sich der BV Cloppenburg noch Fußball-Regionalligist nennen. Nach den Partien bei Hannover 96 II (Nachholspiel) – an der Leine ist Nick Köster nach der zehnten „Gelben“ gesperrt –, in Schilksee, zu Hause gegen Primus Wolfsburg II und in Hildesheim ist das Viertliga-Kapitel für die Kicker von der Soestekicker nach vier Jahren mit zahlreichen „Highlights“ am 21. Mai um 15.45 Uhr zu Ende. Vorerst zumindest.

BVC verliert bei „Not gegen elend“ früh Zugriff und Spielplan

BV Cloppenburg - Goslarer SC 1:2 (1:1).

BV Cloppenburg Bangma (3,0) - Düker (4,5, 78. Bruns), Willen (4,0), Thomes (4,0), Bentka (5,0) - Köster (4,5), Jelisic (4,5), Baloki (4,0) - Wangler (5,0, 59. Blömer), Steffen (5,5, 78. Suew), Faqiryar (4,0).

Tore 1:0 Faqiryar (5.), 1:1 Errico (20.), 1:2 Errico (52.).

Personal/Taktik Cloppenburg nach dem 0:3 in Lüneburg mit Gerrit Thomes, Steven Bentka, Jonas Wangler, und Tobias Steffen anstelle von David Niemeyer, Tim-Pascal Wohlfahrt, Lennart Blömer und Arnold Suew, taktisch erneut im zuletzt präferierten „4-3-3“. Goslar gegenüber dem knappen 1:2 gegen Wolfsburg II mit einer Änderung und taktisch in einem „4-4-2“.

Ecken 4:1.

Chancen 4:5.

Fazit In einem absoluten „Grottenkick“ wusste der BV Cloppenburg das Geschenk der frühen Führung gegen einen allemal schlagbaren Gegner nicht anzunehmen. Goslar steigerte sich gegen planlose BVCer Mitte des ersten Durchgangs und nahm – allerdings begünstigt durch haarsträubende Cloppenburger Abwehr-Aussetzer – am Ende nicht einmal unverdient drei wichtige Punkte mit auf die Heimreise.

Spieler des Spiels Für diese Kategorie bot sich kein Akteur an.

Schiedsrichterin Susann Kunkel (SV Eichede) – Die 32-jährige Polizeibeamtin hatte mit der überwiegend fairen Partie überhaupt keine Mühe. Lag mit ihren Entscheidungen fast immer richtig. Note: 3,0.

Zuschauer 213 (Saison-Minuskulisse).

Nächstes Spiel An diesem Mittwoch, 18.45 Uhr, beim Drittletzten Hannover 96 II.

Am Sonnabend verloren die Spieler von Trainer Steffen Bury, dessen ambitionierte Rettungsmission unter dem Strich nicht von Erfolg gekrönt war, in einem selten emotionslosen Spiel gegen den noch auf die Rettung hoffenden Goslarer SC mit 1:2 (siehe Bericht auf Seite 29). Da sich 24 Stunden später die Reserve des Erstliga-Dinos Hamburger SV mit 3:2 gegen Rehden durchsetzte, können sich die Cloppenburger nach einer völlig verkorksten Spielzeit selbst theoretisch nicht mehr vor dem Absturz in die unschönen Niederungen der deutlich unattraktiveren Oberliga retten.

„Zwanzig gute Minuten reichen halt nicht aus. Wir haben nach unserer schnellen Führung unerklärlicherweise völlig den Faden verloren“, zeigte sich Cloppenburg Übungsleiter Bury nach der Goslar-Partie enttäuscht. Die vier noch ausstehenden Spiele gilt es jetzt, anständig über die Bühne zu bringen. Wichtiger sind derweil, Positiv-Schlagzeilen an der Personalfront zu produzieren. Vielleicht kann der sich seit Monaten abzeichnende Abstieg wie ein reinigendes Gewitter wirken.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Seit seinem Amtsantritt konnte der neue Sportmanager Sebastian Schütte immerhin schon ein Stück weit eine Aufbruchstimmung rund um die Friesoyther Straße, speziell auch im Nachwuchsbereich entfachen. Auf dieser Linie gilt es, weiter zu schwimmen.

Wenig überraschend gab der Club am Wochenende bekannt, dass die schon länger verletzten Winterneuzugänge Jan Blazek und Denis Cerovec sowie Torhüter Dominik Picak im Sommer gehen und mit sofortiger Wirkung freigestellt werden. Auf der anderen Seite gab mit Kristian Westerveld, dessen Berater Karel Feeburg am Sonnabend offensichtlich nicht umsonst im Stadion weilte, eine weitere Korsettstange seine Zusage für die nächste Spielzeit.

Unterdessen lässt die Vertragsverlängerung mit Bernd Gerdes, der nach Gerüchten um einen Wechsel zum möglichen Landesliga-Aufsteiger SV Bevern am Wochenende mit Beverns Nachbarn BV Essen in Verbindung gebracht wurde, noch auf sich warten.

Gesichtet wurden derweil am Sonnabend diverse potenzielle Neuzugänge, darunter Quakenbrücks bosnischer Angreifer Safet Dzinic.

Wie auch immer: Ziel des BV Cloppenburg muss es sein – so auch einhelliger Tenor der letzten verbliebenen Anhänger –, den direkten Wiederaufstieg offensiv ins Visier zu nehmen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.