CLOPPENBURG Es ist wie verhext: Da ist das Auftaktprogramm der Fußballerinnen des BV Cloppenburg ohnehin schon hart genug, und dann muss sich die Mannschaft auch noch mit einem Verletzungspech herumplagen, das seinesgleichen sucht – ausgerechnet in der Debüt-Saison in der zweiten Bundesliga. Im Gastspiel beim Hamburger Sportverein II (Sonntag, 14 Uhr, Wolfgang-Meyer-Stadion) muss der BVC nach den Worten von Ludwig Ferneding, der das Team zusammen mit Matthias Rieck-Göken trainiert, gleich auf neun Spielerinnen verzichten.

Ferneding hält es mit Louis van Gaal. Er findet die Situation einfach nur„unglaublich“. Schließlich müssen sich Cloppenburgs Trainer unter anderem überlegen, wie sie das Fehlen Andrea Gökens auffangen. Sie hatte sich beim 0:3 am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen verletzt. „Damit steht uns die Spielerin mit der größten Zweitliga-Erfahrung im Kader nicht zur Verfügung“, sagt Ferneding und ächzt.

Und weil es gerade besonders blöde läuft, werden die Cloppenburgerinnen auch noch ohne ihre beste Abwehrspielerin anreisen. Daniel Diers ist privat verhindert. Ferneding spricht von einem herben Schlag ins Kontor, weiß aber, dass das eine glatte Untertreibung ist. „Sie ist für uns unersetzbar.“

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Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und am Sonntag kehrt sie in Gestalt von Katrin Meckelnborg zurück. „Sie hat bei ihrem bisher letzten Auftritt gegen Potsdams Reserve eine überragende Leistung gezeigt“, sagt Ferneding. Außerdem ist Sabrina Vagelpohl, die zuletzt krankheitsbedingt pausiert hatte, wieder dabei.

Und etwas Gutes hat das vermaledeite Verletzungspech dann doch: Spielerinnen, die bisher niemand auf dem Zettel hatte, erhalten Spielpraxis. Alle, die nachgerückt seien, hätten Format, sagt Ferneding und nennt das Beispiel Nadine Luttmann. „Sie hat in den zehn Minuten, in denen sie gegen Werder gespielt hat, einen guten Eindruck gemacht.“

Doch so bitter es klingen mag: Sollten die Cloppenburgerinnen in Hamburg – wie auch schon in den drei ersten Spielen – einfach nur einen guten Eindruck machen, ist eine Pleite programmiert, schließlich ist der HSV II bärenstark. Davon durften sich Rieck-Göken und Ferneding beim verdienten 2:1 der Hamburgerinnen gegen Gütersloh persönlich überzeugen.

Kleiner Trost für den BVC: Die Zuschauer-Tabelle führt der Aufsteiger an. Insgesamt 852 Zuschauer sahen die beiden Heimspiele.

des Hamburger Sportvereins hat einen optimalen Start in die Saison 2010/2011 erwischt.

von Trainerin Claudia von Lanken holte aus drei Spielen neun Punkte. Am ersten Spieltag gewann sie beim FC Lübars mit 6:1, dann bezwang sie den Magdeburger FFC mit 2:0. Es folgte ein 2:1-Sieg gegen den FSV Gütersloh.

haben die Hamburgerinnen die Torschützenkönigin der vergangenen Saison in ihren Reihen. Sie hatte in 22 Spielen sage und schreibe 25 Tore erzielt. In dieser Saison hat sie schon viermal getroffen.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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