Essen Leidensgenossen versuchen ja oft, sich gegenseitig zu helfen. Aber in diesem Fall geht das nicht. Ganz im Gegenteil: Wenn der BV Essen am Sonntag ab 15 Uhr zu Hause gegen den SC Melle spielt, werden beide Teams versuchen, das Leiden der jeweils anderen Mannschaft zu verlängern. Schließlich wollen beide zurück in die Erfolgsspur, nachdem sie am zurückliegenden Sonntag schmerzhafte Rückschläge hinnehmen mussten: Die Kontrahenten kassierten in der Nachspielzeit jeweils ein für den Spielausgang entscheidendes Tor. So verlor der BV Essen zwei Punkte durch den späten Ausgleich zum 2:2 des SV Brake, und dem SC Melle flutschte ein Punkt im Spiel gegen BW Lohne (1:2) noch aus den Händen.

„Das war schon sehr frustrierend, wir wollten unbedingt einen Dreier landen“, sagt Luc Diamesso, der Trainer der siebtplatzierten Essener. Er gab dasselbe Motto aus, dass sich auch die elftplatzierten Meller auf ihre Fahnen geschrieben haben: „Nun gilt: gleich wieder aufstehen.“

Dabei stehen die Gäste noch etwas mehr als der BV Essen unter Druck: Haben sie doch ein Spiel mehr bestritten und drei Punkte weniger als der BVE auf dem Konto. Aber auch in Essen befürchten sie, wieder unten reingezogen zu werden. Nach inzwischen neun Unentschieden in 20 Partien, ist das Polster zwischen dem BVE und der Abstiegszone noch lange nicht prall genug gefüllt.

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Groß ist dagegen die Menge an Erlebnissen, die beide Trainer miteinander verbindet: Luc Diamesso und Roland Twyrdy haben Ende der 1990er-Jahre zusammen für den BV Cloppenburg gespielt. „Er leistet gute Arbeit in Melle“, lobt Diamesso.

Zu den wichtigsten Akteuren seines früheren Mitspielers gehört Yakup Akbayram (10 Tore). Auf ihn werden die Essener besonders achten. Ebenfalls im Meller Kader steht der Ex-Essener Markus Rohe. Am Sonntag sind also gleich mehrere alte Bekannte zu begrüßen. Und – wenn es nach Trainer Luc Diamesso geht – nach dem Spiel zu trösten . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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