Essen Am Ostermontag wurde das Hasestadion des BV Essen nicht zum erfolgreichen Platz für den Fußball-Landesligisten, landete doch das einzige Ei des Tages ausgerechnet im Netz der Gastgeber. So war mit dem 0:1 (0:1) gegen den TSV Oldenburg im achten Heimspiel die zweite Niederlage perfekt.

Die Niederlage schmerzt auch deshalb besonders, weil der Neuling es verpasste, relativ gesehen zum Spitzenreiter VfL Oythe aufzuschließen. Denn der Tabellenführer hatte zur gleichen Zeit quasi nur einen Steinwurf entfernt im Nachbarort mit 1:3 beim SV Bevern verloren.

„Wir sind wieder zu spät in Schwung gekommen, haben in der ersten Halbzeit zu verhalten und ohne richtiges Selbstvertrauen agiert“, sagte BV Essens Trainer Wolfgang Steinbach nach der Partie. Er hatte überraschend auf Torjäger Dio Ypsilos verzichtet, der nicht zum Abschlusstraining erschienen war. Diese Konsequenz ist beachtenswert, es ist auch müßig zu spekulieren, ob mit Ypsilos die Aufholjagd nach der Pause eher von Erfolg gekrönt gewesen wäre.

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Die Gäste, mit dem Selbstvertrauen dank der letzten Erfolge ausgestattet, die den TSV bis auf Platz zwei der Tabelle gehievt hatten, bestimmten die erste Halbzeit und agierten clever. Essen versuchte zunächst, auf dem schwer bespielbaren Boden mit zu kompliziertem Spielaufbau die souveräne Abwehrmauer der Gäste zu knacken. Doch der TSV versteckte sich nicht. Im Umschaltspiel wurde oft mit Diagonalbällen das Mittelfeld schnell überbrückt.

Glück für Essen, als Giancarlo Cristescu plötzlich durchlaufen durfte, sein Abschluss an der Lattenunterkante ein Ende fand (17.). In der 31. Minute legte der Schütze selbst clever quer auf Tibor Braun, doch Bernd Düker behielt die Nerven und „kochte den TSV-Stürmer ab“. Kurz danach kochte allerdings der Essener Keeper selbst. Nur eine Minute später war der Gastgeber erneut unkonzentriert. Nach einer Spielverlagerung nach rechts nahm Torjäger Marten Niemeyer den Ball an, schaltete den Turbo an und konnte trotz, allerdings nur halbherziger, Bedrängnis den Ball aus spitzem Winkel flach in die linke Ecke drücken (32.).

Dieses 0:1 wirkte jedoch wie ein Weckruf. Plötzlich agierte Essen zielstrebiger und schneller. Nach Freistoß von Toni Rendic köpfte Stipe Baran den Ball an die Querlatte (36.). Zwei Minuten vor der Pause fälschte Roberto De Almeida Barreto eine scharfe Hereingabe von Rendic schier unhaltbar in den Torwinkel ab. Aber TSV-Torwart Felicio De Sousa Belchior drückte die Kugel weltmeisterlich aus dem Winkel zur Ecke.

Und der Torhüter der Gäste stand nach der Pause immer häufiger im Brennpunkt. Nicht nur, weil er häufig die Partie verzögerte und alle Abstöße einem Mitspieler überließ. Nachdem Niemeyer mit einem Überraschungsschuss aus 35 Metern den Pfosten traf (48.), war dies für lange Zeit der letzte Gästeakzent.

Die Einwechselungen von Fabian Renner fürs Sturmzentrum und kurz danach Steven Bentka, der über die linke Seite Druck entwickelte, brachten die Gäste immer mehr in Schwierigkeiten. Das Mittelfeld gehörte dem BVE nahezu komplett. Aber vor allem Besir Rogaqi dürfte sich am meisten geärgert haben, verpasste er doch innerhalb von vier Minuten drei klare Chancen (75., 76., 79.).

Essen warf nun alles nach vorne, lediglich ein Konter durch Oguz Deniz, als Düker ihn clever vom Ball trennte, sorgte noch einmal für Gefahr auf der Gegenseite. Doch da war schon die Nachspielzeit von völlig berechtigten fünf Minuten angebrochen, in der Renner und Rogaqi haarscharf das Tor verfehlten und so den verdienten Ausgleich vergaben. Aber wie heißt es: „Wer zu spät loslegt, den bestraft der Osterhase“ oder so ähnlich . . .

Tor: 0:1 Niemeyer (32.).

BV Essen: Düker - Biermann, Lekaj, Baran (54. Renner), Olbrys, Rohe, Steinkraus (82. Fries), Schaubert, Rendic, Brkovic (63. Bentka), Rogaqi.

Sr.: Tepe (Wildeshausen).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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