Cloppenburg Wenn eine Königin zu Besuch kommt, versucht man ja eigentlich, ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Man überhäuft sie mit Geschenken und liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Nicht so die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg. Sie wollen der Königin das Leben so schwer wie möglich machen. Und Geschenke gibt es schon mal gar nicht, schließlich soll sie nichts aus der Kreisstadt mitnehmen. Vor allem keine Punkte. Handelt es sich bei dem königlichen Besuch in Cloppenburg doch um die Torschützenkönigin der Vorsaison. Wenn sich der BVC an diesem Sonntag ab 14 Uhr im Stadion an der Friesoyther Straße mit dem Herforder SV misst, wird er vor allem versuchen, Giustina Ronzetti zu stoppen. Die mit 23 Treffern beste Torjägerin der vorherigen Zweitliga-Nord-Saison genießt in Cloppenburg großen Respekt: „Sie ist wahrscheinlich die beste Stürmerin der zweiten Liga“, sagt Tanja Schulte, die den BVC zusammen mit Imke Wübbenhorst trainiert. „Sie hat uns bisher immer vor Probleme gestellt und gehört mit ihren Qualitäten eigentlich in die erste Liga. Sie ist robust und ungemein schnell.“

Umso unangenehmer wäre es für Schulte, wenn ihr neben der am Knie verletzten Kea Eckermann auch die zweite etatmäßige Innenverteidigerin wegbrechen würde. Carole da Silva Costa hat sich bekanntlich am Sonntag in der Partie bei Union Berlin, die der BVC 3:1 gewann, am rechten Fuß verletzt. „Der Fuß ist nicht mehr so stark angeschwollen. Aber ob es für Sonntag reicht? Es wird eng“, sagt Schulte.

Zu rechnen sei mit einem Einsatz von Katarina Kolar und Jalila Dalaf, die beide leicht angeschlagen sind. Fehlen werde aber weiterhin Kapitänin Eve Chandraratne.

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„Aber auch so müssten wir im Kollektiv stärker als Herford sein“, sagt die Trainerin des Tabellenvierten. „Wenn wir so konzentriert wie in den letzten beiden Spielen agieren, sollten wir in der Lage sein, die Partie frühzeitig in die richtige Richtung zu lenken.“ Schließlich läuft es für Herford in dieser Saison noch nicht rund. Gerade mal drei Punkte hat der Verein, den Schulte 2010 als Trainerin in die erste Liga führte, in sechs Partien geholt. Damit ist das Team Drittletzter, also auf dem Relegationsrang.

„Das überrascht“, sagt Schulte. „Ich habe sie nicht ganz oben, aber doch deutlich höher in der Tabelle erwartet. Zumal sie ja selbst einen Platz unter den Top Fünf als Ziel ausgegeben haben.“

Der BVC hat das Ziel, nach zwei Erfolgen in Folge alle anderen Partien bis zur Winterpause zu gewinnen. Schließlich soll Werder Bremen, das am Mittwoch mit einem 3:0-Heimsieg gegen den SV Meppen vorgelegt hat, im Aufstiegskampf nicht noch weiter enteilen. Da kann nicht mal auf königlichen Besuch Rücksicht genommen werden . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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