Emstekerfeld /Höltinghausen Irgendwie konnten beide mit dem Ergebnis leben. Allerdings nicht besonders gut. Teilen die Rivalen nach der Punkteteilung im Derby doch auch eine Erkenntnis: Das 1:1 am Sonntag an der Nußbaumallee bringt weder den elftplatzierten Gastgeber TuS Emstekerfeld noch den abstiegsgefährdeten Gast SV Höltinghausen wirklich voran. Und vor allem für den SVH ist mehr möglich gewesen. „Wir hatten in einer Szene des Spiels, die die Partie nachhaltig beeinflusst hätte, großes Glück“, räumte TuS-Co-Trainer Volker Kliefoth unumwunden ein. „Aber nach einer schwachen ersten Hälfte von uns und einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei kann man von einem gerechten Unentschieden sprechen.“

Nach der ersten Halbzeit mussten die Emstekerfelder tatsächlich froh sein, dass es 1:1 stand und sie noch elf Spieler auf dem Platz hatten. Für die Höltinghauser um einen laut Kliefoth besonders starken Johannes Kalvelage hätte es besser aussehen müssen.

Sehr ansehnlich war immerhin das Tor, das der Tabellenvorletzte in der 25. Minute zur verdienten Führung erzielt hatte: Eine Ecke konnte der TuS zunächst klären, aber der Ball kam noch einmal hoch in den Strafraum, Johannes Kalvelage nahm ihn schön an und schloss mit dem anderen Fuß sicher ab. „Das war ein Bilderbuch-Tor“, zeigte sich Kliefoth beeindruckt. „Aber natürlich hätte die Flanke unterbunden werden müssen, und Kalvelage hätte nicht frei stehen dürfen.“

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Glücklich durften sich die Gastgeber in der Schlussphase der ersten 45 Minuten schätzen: Felix Schumacher, der schon Gelb gesehen hatte, traf im Strafraum statt den Ball nur den Höltinghauser Martin Habben. Der ließ sich allerdings nicht fallen und suchte den Abschluss, scheiterte aber an TuS-Torwart Nils Kordon. „Das hätte Gelb-Rot und Elfmeter geben können“, sagte Kliefoth. „Wer weiß, wie es dann weitergegangen wäre.“

Bestimmt nicht so: In der 44. Minute flankte Lukas Pleye nach einer schönen Kombination über Jens Niemann und Henrik Engelbart in den Höltinghauser Strafraum, wo sich ein Gästespieler ein Handspiel geleistet haben soll. „Das war schwer zu erkennen“, sagte Kliefoth. Raphael Wedemeyer ließ sich allerdings nicht zweimal bitten. Er verwandelte den Handelfmeter sicher zum 1:1.

Damit konnte er aber auch nicht mehr verhindern, dass es anschließend in der Gastgeber-Kabine richtig laut wurde. Der Weckruf verhallte nicht ohne Folgen. Besonders in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte spielten die Emstekerfelder stark auf. Engelbart und Wedemeyer kamen beide zu guten Kopfballchancen. Aber Christopher Thole im SVH-Tor reagierte glänzend. Allerdings bewies auch Kordon noch einmal, dass er ein starker Rückhalt ist. Er vereitelte eine gute Chance Julian Mattkes.

In der 75. Minute verfehlte Engelbart nach schöner Vorlage Sebastian Blömers mit einem Lupfer das Gäste-Gehäuse. Zehn Minuten später gab es auf der anderen Seite Forderungen nach einem Elfmeter. Aber bei dem vermeintlichen Handspiel handelte es sich wohl doch eher um einen Schuss an einen angelegten Arm. Und so blieb die zweite Hälfte torlos.

Tore: 0:1 Johannes Kalvelage (25.), 1:1 Wedemeyer (44., Handelfmeter).

TuS Emstekerfeld: Kordon - Oer, Nöh, Kellermann - Niemann (83. Winkler), Schumacher (46. Funke) - Wedemeyer, Pleye, Jost (46. Witt) - Engelbart, Blömer.

SV Höltinghausen: Thole - Wilken, Koopmann, Johannes Kalvelage, Kommol (69. Kustura), Justus Kalvelage, Rasmus Backhaus, Finn Backhaus (75. Pham), Mattke, Habben, Abraham.

Schiedsrichter: Bakker (Emden).

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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