Emstek /Wuppertal Es hat alles im Januar beim Sport der Freiwilligen Feuerwehr Emstek begonnen. Die noch wehrdienstpflichtigen Kameraden erzählten von ihrer Ausbildung und dem Hindernisparcours der Bundeswehr. Eigentlich hätte das Spaß gemacht, so lautet das Fazit. Daraufhin mischten sich die jüngeren Kameraden ein und erzählten von der XLETIX Challenge. Das ist ein Extrem-Hindernislauf, den es als Team zu meistern gilt. Gemeinsam entschieden sie sich für den Lauf am 1. September in einem Steinbruch in Wuppertal. Es geht um eine anspruchsvolle Laufstrecke, die mit Hindernissen gespickt ist. Das Motto der Challenge: ein Team, ein Ziel. Schnell traf sich eine Gruppe, um das weitere Vorgehen zu planen. Diese bestand aus Lukas Lampe, Christoph Bramlage, Simon Vorwerk und Tobias Ellmann.

Nun galt es, sich auf die sechs bis acht Kilometer und 14 Hindernisse vorzubereiten. Hervorragend eignete sich dafür der „Trimm dich Pfad“ in den Bührener Tannen und der Dienstsport in der Turnhalle in Höltinghausen.

Den Wettkampf-Samstag haben die Männer mit einem gemütlichen Frühstück bei einem hiesigen Bäcker begonnen, „denn ohne Mampf kein Kampf“, so die Feuerwehr. Nach der Stärkung machten sich die elf Kameraden auf den Weg nach Wuppertal. Unterwegs kamen auch einige Zweifel auf, wie zum Beispiel: „Schaffen wir es überhaupt über die drei Meter hohe Wand?“ oder „Warum habe ich mich hier eigentlich angemeldet?“ Spätestens bei der Ankunft war allen klar, die Reise hatte sich gelohnt. Der Anblick des Steinbruchs war atemberaubend.

Umgehend hieß es auch schon umziehen, Taschen wegbringen und ab in den Startbereich. Dann ging es auch schon los. Nach 100 Metern kam das erste Hindernis. Eine ein Meter tiefe und fünf Meter lange Schlammgrube wartete auf die Jungs. Eigentlich sollten sie darüber springen, aber das kann ja jeder, dachten sich die Männer, und so machten sie sich zu Anfang komplett dreckig.

Dank Räuberleiter und starken Schultern konnten sie die drei Meter hohe Wand ohne weitere Hilfsmittel überwinden. Danach ging es einige Höhenmeter rauf und runter, dann durch eine 20 Meter Strecke unter Stacheldraht im Schlamm kriechen, in 2,50 Meter Höhe über einen Balken balancieren und mit vier Männern einen anderen Kameraden 100 Meter lang auf einer Platte tragen. Alles kein Problem für die Männer im Alter zwischen 18 und 42 Jahren. Die große Mutprobe war der „Freaky Froster“, denn hier mussten sie kopfüber durch ein mit Eiswürfeln gefülltes Becken. Es galt den inneren Schweinehund zu überwinden. Nach der Abkühlung ging es zum „Team Twister“, ein 20 Meter langes Wasserbecken mit zwei auf der Wasseroberfläche liegenden 50 Zentimeter hohen Rollen. Nur im Team konnten sie es über die glitschigen Rollen schaffen. Abschließend mussten sie eine 4,50 Meter hohe, im 45 Grad Winkel abgestützte Wand erklimmen. Nach kurzem Test hatten die Kameraden aus Emstek auch an diesem Hindernis den Dreh raus und konnten ihren Lauf fortsetzen. Kurz vor dem Zieleinlauf wurde noch einmal im Schaum gebadet. Nachdem alle den Ausweg gefunden hatten, liefen alle elf Feuerwehrmänner gemeinsam durch das Ziel.

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