Emstek /Höltinghausen Ein personeller Umbruch in einer Fußballmannschaft ist häufig auch mit Schwierigkeiten verbunden. Doch es gibt auch Clubs, denen kostet solch ein Umbruch keine Körner. Frag’ nach bei den A-Junioren der JSG Emstek/Höltinghausen. Die Mannschaft des Trainergespannes Ralf Pasch/Oliver Kämmerer grüßt nach sieben Spieltagen von der Tabellenspitze der Bezirksliga.

Ärmel hochgekrempelt

Doch der Erfolg ist den Trainern und Akteuren nicht zugeflogen. Sondern dafür krempelten sie im Sommer die Ärmel hoch. Schließlich gab es nach dem Ende der vergangenen Saison einen personellen Aderlass zu verzeichnen. Sechs Spieler des damaligen Kaders sind in die jeweiligen Männerteams des SV Emstek und SV Höltinghausen gegangen. Darüber hinaus schloss sich Ahmed Dagli dem Bezirksligisten TuS Emstekerfeld an, und den Torhüter Jakob Stolle zog es in die Kreisliga zum SV Cappeln.

Insgesamt acht Spieler des alten Kaders verblieben. „Durch die sehr gute Arbeit im Unterbau der Spielgemeinschaft war es aber möglich, die Abgänge qualitativ zu ersetzen und quantitativ etwas besser aufzustellen“, berichtet Ralf Pasch. So kamen laut Pasch elf Spieler aus der ersten B-Jugend und ein Akteur aus der zweiten A-Jugend hoch. Aus Bethen schloss sich Christopher Schönbrunn, der schon in der C-Jugend für die Spielgemeinschaft aktiv war, dem Bezirksligisten an. „Somit standen uns zu Saisonbeginn 21 Spieler zur Verfügung“, erzählt Pasch. Auch im Mitarbeiterstab gab es Änderungen. Mit Oliver Kämmerer kam ein neuer Co-Trainer und mit Michael Pasch ein neuer Betreuer. Das Team verließen Marzell Lüers (aktuell Trainer der B-Jugend II) und Urgestein Franz Boning, der nun Betreuer der ersten Männer des SV Emstek ist.

Gute Ergebnisse

Trotz des neu zusammengestellten Kader setzten die Talente bereits in der Sommervorbereitung einige Ausrufezeichen. So wurde in einem Blitzturnier der Landesligist Hansa Friesoythe geschlagen. In einem Freundschaftsspiel gelang es auch GW Brockdorf (ebenfalls Landesligist) zu bezwingen. „Die Ergebnisse der Vorbereitung zeigten, dass die Erwartung, in der Saison 2019/20 in der neuformierten Bezirksliga ganz oben mitspielen zu können, nicht ganz unberechtigt ist“, sagt Pasch. In der dritten Bezirkspokal-Runde traf die JSG Emstek/Höltinghausen erneut auf Hansa Friesoythe. In jenem Aufeinandertreffen sei Hansa einen Tick zu stark gewesen. „Dies bedeutete das Aus in einer packenden Partie“, erinnert sich Pasch.

Weiter Gas geben

Doch dies hat die Mannschaft nicht aus der Bahn geworfen, wie sich anhand der aktuellen Tabellen ablesen lässt. Doch Pasch ist meilenweit davon entfernt, nun den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Er und sein „Co“ Oliver Kämmerer sind nicht dafür bekannt, eine ruhige Kugel zu schieben. Dementsprechend ist für sie auch nicht alles Gold was zu glänzend scheint.

„In der Liga, jetzt mit den starken Vertretern aus dem Raum Vechta anstelle der Vereine aus Oldenburg und nördlich davon, läuft es nicht ganz nach Plan“, sagt Pasch. Zwar sei man im Moment Tabellenführer, aber die JSG Langförden/Bühren könnte mit seinem Sieg im Nachholspiel vorbeiziehen, so Pasch weiter.

Leistungsschwankungen

Dabei verlief der Start von Emstek/Höltinghausen mit vier Siegen aus vier Partien optimal. So wurde zum Beispiel der Mitfavorit RW Damme 3:1 geschlagen. Doch beim 1:1 in Holdorf ließ die Mannschaft Punkte liegen. „Im Moment ist die Konstanz des jungen Teams noch etwas die Baustelle“, sagt Pasch. Zwar wurde nach Holdorf der VfL Oythe besiegt, aber gegen die JSG Lastrup/Hemmelte/Kneheim setzte es eine verdiente 3:5-Niederlage. Erfolgreichste Torschützen der JSG sind derzeit Hannes Olewicki und Linus Richter mit jeweils fünf Treffern. „Ansonsten verteilen sich die anderen Tore auf mehrere verschiedene Spieler“, sagt Pasch. Erfreulich aus Sicht von Pasch und Kämmerer ist, dass die JSG bisher vom Verletzungspech verschont geblieben ist. Langfristige Ausfälle seien derzeit Julius Plate, Niclas Roth und Leon Schürmann (Auslandsaufenthalt).

Wenn die Mannschaft vom größeren Verletzungspech verschont bleibt und die etwas schwankenden Leistungen in Zukunft stabilisieren kann, sollte der Griff nach dem Aufstieg durchaus möglich sein, meint Pasch.

Viele Konkurrenten

„Aber ein Selbstgänger wird es nicht“, betont der JSG-Trainer. Zwar gebe es den absoluten Favoriten, wie mit dem VfL Stenum in der vergangenen Saison, nicht. In der Spitze gibt es aber vier bis fünf Teams, darunter die JSG Emstek/Höltinghausen, die sich wohl bis zum Ende der Saison ein heißes Rennen um die Meisterschaft liefern werden.  Nächstes Spiel: Am Samstag, 19. Oktober, 14 Uhr, bei der JSG Langförden/Bühren.

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