Friesoythe Die Fußballer Hansa Friesoythes sind aus dem Bezirkspokal geflogen. Sie verloren am Sonnabend das Halbfinal-Heimspiel gegen den Haselünner SV 1:5 (0:2). Dass Hansa nicht zur Stolperfalle für den Favoriten wurde, lag vor allem an der individuellen Klasse der Emsländer.

Dabei hatten die Gastgeber das Hansa-Stadion für das große Spiel mächtig herausgeputzt. Mit viel Liebe zum Detail hatte ein Friesoyther Fanclub eine Choreographie auf die Beine gestellt, die beim Einlauf der Mannschaften auf der voll besetzten Haupttribüne zu sehen war.

Die Geschehnisse der ersten Halbzeit waren nicht so spektakulär: Hansas größte Chance hatte Christoph Fennen, der einen Schuss neben das Tor setzte (22.). Das Führungstor der Gäste, bei denen Thorsten Düing mit Ballsicherheit und Passgenauigkeit herausragte, fiel wie aus heiterem Himmel. Mit einem langen Ball wurde Hansas Viererkette ausgehebelt. Hussien El-Kalil schnappte sich den Ball, passte auf den mitgelaufenen Erdem Cosar, der nur noch den Fuß hinhalten musste (30.). Sieben Minuten später klärte Torhüter Andre Hagen einen scharf angeschnittenen Freistoß von Andre Beyer zur Ecke. Aber in der 43. Minute war er machtlos, als Cosar mit einer Finte seinen Gegenspieler vernaschte und per Linksschuss von der Sechzehner-Grenze unhaltbar traf.

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Nach exakt 63 Minuten erhöhte David Brink nach einem Konter auf 3:0. Der 1:3-Anschlusstreffer von Fennen (73.) brachte keine Wende, obwohl die Friesoyther anschließend immer offensiver wurden. Die von zahlreichen Altenoyther Anhängern lautstark unterstützten Gäste konnten durch Cosar (75.) und Jörn Härtel (89.) auf 5:1 davonziehen.

Friesoythes Trainer Hammad El-Arab lobte nach Spielende das taktische Verhalten seiner Elf. Haselünne sei „halt gnadenlos effektiv“ gewesen. „Leider waren wir in der Chancenverwertung nicht so gut“, ärgerte sich der B-Lizenzinhaber.

Gäste-Stürmer Cosar wollte seinen Dreierpack nicht überbewerten. „Viel wichtiger ist, dass wir als Mannschaft überzeugen konnten. Nun haben wir weiterhin die Chance, die Saison mit einem Titel zu beenden.“ Hansa habe er „einen Tick spielstärker“ erwartet. Stark präsentiert hatte sich aber nicht nur Cosar: Auch die Leistung der jungen Schiedsrichterin Anja Klimm war überzeugend. Die 22-jährige Sportstudentin und ihr Gespann machten – von ein paar kleinen Unsicherheiten abgesehen – einen guten Job.

Unterdessen hielt sich Friesoythes sportlicher Leiter Bernd Meyer am Rande des Spiels in Sachen Personalplanungen – die Gerüchteküche brodelt schon – bedeckt. „Die Gespräche laufen noch. Wenn es soweit ist, werden wir es auch bekanntgeben“, sagte Meyer.

Tore: 0:1, 0:2 Cosar (30., 43.), 0:3 Brink (63.), 1:3 Fennen (73.), 1:4 Cosar (75.), 1:5 Härtel (89.).

Hansa Friesoythe: Hagen - Büter, Latta, Duwe, Manrique, Boller, Delgado, Yenipinar (58. Pancratz), Fennen (88. Böhmann), Bock (70. Vogel), Ostermann.

Sr.: Anja Klimm (Ditzum).

->  Das zweite Halbfinalspiel gewann der TuS Lingen gegen BW Lohne 4:0. Somit stehen sich am Sonnabend, 7. Juni, der gastgebende TuS Lingen und der Haselünner SV im Endspiel um den Bezirkspokal gegenüber. Los geht es um 15 Uhr.


  Mehr Bilder vom Hansa-Spiel unter   www.fupa.net/nordwest 
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