Cloppenburg /St. Pauli Die Ausgangslage ist klar. Die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg gehen mit 20 Punkten aus 20 Spielen als 14. der Tabelle und einem Vorsprung von drei Zählern auf den ersten Abstiegsplatz in die Restspielzeit.

Fünf Punkte hätten es mindestens mehr sein müssen, annähernd 20 müssen wohl noch hinzu kommen, um den Ligaerhalt zu packen.

An diesem Sonnabend (14 Uhr) geht die erste von 14 noch ausstehenden Partien über die Bühne. Im südlichsten Zipfel Schleswig-Holsteins treffen die Soestestädter im Norderstedter-Edmund-Plambeck-Stadion auf den Achten FC St. Pauli II. Wie am Donnerstag Paulis Teammanager Hermann Klauck verlauten ließ, ist die Partie nicht gefährdet.

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Frei nach dem Motto „mühsam ernährt sich der BVC“ hofft Cloppenburgs Trainermanager Mario Neumann auf mindestens einen Punkt. Bleibt die Frage, wer es gegen die Kiez-Elf richten soll.

„Jeder Spieler, der im Kader steht ist eine Option. Aber wie es ausschaut, kann die erste Elf erst nach dem Aufwärmen fest nominiert werden“, erklärt Neumann. Will heißen: Hinter den Einsätzen von Tim Wernke, Bernd Gerdes und Tim-Pascal Wohlfarth steht noch ein dickes Fragezeichen.

Felix Schmiederer rückt aus dem U-23-Team hoch. Als zweiter Torwart hinter Neuzugang Christian Meyer wird „Stand-by“-Keeper Sigi John am Sonnabend um 9.15 Uhr im Bus sitzen. Taktisch ist mit einem kompakten „4-2-3-1“-System zu rechnen. Gerrit Thomes könnte als offensiver Zehner hinter Stoßstürmer Andreas Gerdes-Wurpts agieren. Was die BVC-Wundertüte erwartet, ist kaum einzuschätzen. Denn die Hamburger konnten in der Vorbereitung zwar regelmäßig auf Kunstrasen trainieren, hatten aber ebenfalls zahlreiche Verletzungen zu beklagen. Zudem pendeln immer wieder Spieler zwischen dem Zweitligateam und der U-23-Auswahl hin und her.

Es gibt ein Duell zweier Wundertüten. „Wir haben aus dem Hinspiel noch etwas gut zu machen“, kitzelt Neumann vor der wichtigen Partie die Revanchegelüste seiner Spieler. Im Hinspiel rief der BVC bei der 1:2-Pleite – Nick Köster gelang zwei Minuten vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer – eine seiner schwächsten Saisonleistungen ab. „Wichtig ist, dass wir sofort auf Sendung sind. Dann sehe ich eine realistische Chance für uns“, so Neumann weiter. Insgesamt stellt sich Bilanz gegen St. Pauli als ausgeglichen dar. Sieben Siegen stehen sieben Niederlagen und drei Remis gegenüber.

Kiezkicker haben Klassenerhalt schon so gut wie sicher in der Tasche

In der Serie 2013/2014 sicherte sich die Zweitliga-Reserve des FC St. Pauli dank bärenstarker Rückserie als Neunter noch locker den Klassenerhalt. In der Serie 2014/2015 haben die jungen Kiezkicker dem Abstiegskampf vom ersten Spieltag an entschlossen den Kampf angesagt. Mit stolzen 30 Punkten ging die Ausbildungsmannschaft auf der Habenseite als Siebter in die Winterpause und dürfte den angepeilten Klassenerhalt damit längst in der Tasche haben. Da zuletzt das Stadtderby gegen die an der Spitze liegende U-23 des Hamburger SV witterungsbedingt ausfiel und zugleich Braunschweigs Zweite bei der Reserve von Hannover 96 3:1 siegte, rutschten die Paulianer auf Rang acht ab. Mit Trainer Thomas Meggle ging’s in die Saison. Als der Kult-Paulianer zum Chefcoach des abstiegsbedrohten Zweitligateams befördert wurde – inzwischen wurde Meggle bereits wieder von Ewald Lienen beerbt und fungiert als Sportdirektor –, folgte Juniorencoach Remigius Elert. Der 38-Jährige setzte Meggles erfolgreichen Kurs fort. In der Saison setzten die Hamburger bereits 32 Akteure ein. Die Heimspiele werden seit dieser Spielzeit nicht mehr im Victoria-Stadion Hoheluft sondern in Norderstedter Edmund-Plambeck-Sportpark ausgetragen. Auffällig ist, dass St. Paulis Unterbau „zu Hause“ nur 13 Zähler einfahren konnte. Satte 17 Auswärtspunkte bedeuten im Tableau allerdings Rang vier. Mit sechs Treffern führt Erdogan Pini die teaminterne Torschützenliste an. Dass mit erzielten 25 Treffern 30 Punkte geholt wurden spricht für solide Abwehrarbeit. In der Winterpause gab’s im Elert-Team eine Veränderung. Vom VfL Osnabrück wechselte der gebürtige Molberger Leon Neldner an die Elbe. In der Wintervorbereitung waren mehrere Spieler angeschlagen. Der letzte Test gegen den Regionalliga-Rivalen Lüneburger SK Hansa ging mit 0:1 verloren.

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