Cloppenburg Ein eisiger Ostwind fegte am Sonntag durch das Cloppenburger Stadion an der Friesoyther Straße, als die Fußballerinnen des BVC ihr Heimspiel in der zweiten Bundesliga gegen den SV Werder Bremen (2:1, siehe auch Seite 17) absolvierten. Dennoch waren gut 300 Zuschauer gekommen, um sich das Derby nicht entgehen zu lassen. Eine gute Kulisse, obwohl zeitgleich einige publikumsträchtige Parallelveranstaltungen wie die Karnevalsumzüge in Bühren und Lastrup anstanden.

Dick eingemurmelt in ihren Winterjacken, mit Mütze und Schal machten es sich die Zuschauer auf der Haupttribüne bequem. Mehrere Grundschüler aus Werlte hielt es dagegen nicht auf den Sitzen. Sie standen bereits beim Aufwärmen der Teams mit zwei Plakaten an der Seitenlinie, um ihre einstige Referendarin und aktuelle BVC-Spielerin Daniela Löwenberg tüchtig anzufeuern.

Die Stimmung war somit prächtig, und der Stimmungspegel schlug noch weiter aus, als die Cloppenburgerinnen durch Agnieszka Winczo die Führung erzielten (25.) Sie hatte aus kurzer Distanz eingenetzt.

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Das schmeckte Bremens Spielerinnen und deren Verantwortlichen überhaupt nicht. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass der Gegner so einen Start hinlegen würde. Schließlich waren sie es doch, die im Gegensatz zum BVC, eine Top-Vorbereitung abgeliefert hatten. Doch seit dem Spruch von BVB-Ikone „Adi“ Preißler ist bekanntlich eines sonnenklar: „Wichtig ist auf dem Platz.“

Auf dem sehr gut präparierten Rasen hauten die Cloppenburgerinnen mit der umsichtig agierenden Verteidigerin Nina Brüggemann nämlich alles raus, was der Tank hergab. In der 34. Minute war Winczo auf und davon, konnte aber von Michelle Ulbrich nur per Notbremse gestoppt werden. Doch Schiedsrichterin Franziska Erkes zückte für die „Übeltäterin“ nur den gelben Karton. „Das hätte eigentlich Rot sein müssen“, meinte Cloppenburgs Trainer Luc Diamesso.

In der 50. Minute markierte Katarina Kolar vom BVC ein Tor der Kategorie „Tor des Monats“. Mit einem Schuss aus 32 Metern überraschte sie die zu weit vor ihrem Kasten stehende Anna Bockhorst. Die Zwei-Tore-Führung war aber Gift für die Heimelf. „Wir hatten nicht mehr die Konzentration, wie beim Stand von 1:0“, sagte Cloppenburgs sportliche Leiterin Tanja Schulte.

Doch die Bremerinnen konnten daraus nicht so recht Kapital schlagen, da sie keine gute Chancenverwertung an den Tag legten. Zudem waren sie bei den zweiten Bällen nicht auf „zack“. Cindy König verkürzte zwar noch (60.), aber ein weiteres Tor schafften die Grün-Weißen nicht mehr. Erleichterung pur nach Schlusspfiff bei Diamesso: „Das waren wichtige drei Punkte. Kompliment an die Mannschaft für eine couragierte Leistung.“

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