BöSEL Anpfiff . . . Tor. Bei der Begegnung Uruguay gegen Kamerun fällt das erste Tor nach höchstens drei Sekunden. Uruguay führt. Wohl das schnellste Tor dieser Weltmeisterschaft. Es ist das Halbfinale, das Kamerun am Ende mit 12:9 gewinnt.

Stopp. Halbfinale? An diesem 24. Juni ist noch nicht einmal die Gruppenphase beendet. Und wieso sind Kamerun und Uruguay im Halbfinale? Wenn es nach den Schülern der Böseler Haupt- und Realschule geht, dann wird die Schweiz sogar Weltmeister. Diese seltsame Prognose (die Schweiz hat nach zwei Gruppenspielen drei Punkte und ein 1:1-Torverhältnis) kommt nur deswegen zustande, weil die Schüler der Böseler Bildungsanstalt ihre eigene WM ausgetragen haben. Die Schule ist vorbei. Die WM auch. Schweiz besiegt Kamerun mit 11:9 – am Kicker-Tisch.

Bernhard Hanneken erklärt, wie es dazu kommen konnte. Nein, Hanneken ist kein Nationaltrainer, Hanneken ist Lehrer. Klassenlehrer der 9Rb. Sie hat das große Turnier an den kleinen Tischen im Wahlpflichtkursus Informatik organisiert. Nach dem Vorbild des echten WM in Südafrika wurden in Bösel die Begegnungen ausgetragen. „Jede Klasse bekam ein Land zugelost. Innerhalb der Klasse wurde dann entschieden, wer das Land/die Klasse beim Turnier vertreten wird“, sagt Hanneken.

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Immer in den großen Pausen traten die Teams an. Doch die Böseler haben nicht nur eine Überraschung – Weltmeister Schweiz – parat: Die zwei Lehrerteams hatten nicht einmal die Gruppenphase überlebt. Und: Die 9. und 10. Klassen waren weniger erfolgreich als die 8. und 7. Klasse. Denn den Sieger Schweiz stellt die Klasse 7Ra – bereits im Halbfinale ist keine 9. oder 10. Klasse mehr vertreten; Felix Untiedt und Alex Meyer haben das glückliche Händchen am Kickertisch. Die „Urus“ Marco Budde und Elfati Ahmeti hatten im Halbfinale einen zwischenzeitlichen 7:7-Ausgleich gegen Kamerun geschafft, kassierten dann doch noch fünf Tore.

Gegen die Schweiz haben erst die „Serben“ Thomas Ptok und Maik Utwich das Nachsehen – 4:8 im Halbfinale. Dann die „Kameruner“ Anatolij Root und Marvin von Garrel im Finale. Gegen Felix Untiedt und Alex Meyer aus der 7Ra kamen die Achtklässler nicht über ein 9:11 hinaus.

Doch der sportliche Teil stand nicht allein im Vordergrund: Die Klassen befassten sich inhaltlich mit den ihnen zugelosten Ländern, mussten intern ihre Spieler nominieren. Für die Organisatoren aus der 9Rb war es auch eine logistische Herausforderung, so Hanneken: „Am Anfang mussten zwölf Spiele pro Pause durchgezogen werden. 48 Gruppenspiele in vier Tagen.“ Und seine Schüler pfiffen, organisierten die Spieltage und machten die Spielpläne. Hanneken: „Ich bin richtig stolz auf meine Schüler.“

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