KREIS CLOPPENBURG Die Landesklassen-Handballer des TV Cloppenburg haben am Wochenende im Kampf um die Meisterschaft einen Rückschlag erlitten. Das Team von Spielertrainer Frank Heinen kam beim SV Quitt Ankum nicht über ein 27:27 hinaus. Unterdessen hatte Ligakonkurrent Friesoythe einen rabenschwarzen Tag. Die HSG verlor nach einer grottenschlechten Leistung in der ersten Halbzeit bei der Eickener Spielvereinigung mit 32:36. Nur der BV Garrel hielt sich schadlos: Die Grotjan-Sieben gewann bei Schlusslicht RW Damme II 40:27.

Landesklasse, Männer: SV Quitt Ankum - TV Cloppenburg II 27:27 (11:12). Die TVC-Reserve reiste mit einer hochkarätig besetzten Mannschaft in Ankum an: Mit Alexander Lüske, Torsten Landwehr, Tobias Vaske und Frank Heinen standen gleich mehrere ehemalige Oberliga-Spieler auf dem Parkett. Doch die starken Einzelspieler hatten so ihre liebe Mühe mit den Hausherren. In der Anfangsphase ging Ankum 6:3 in Führung. Der TVC fand spät ins Spiel, kämpfte sich aber auf 5:6 heran. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Cloppenburger das Kommando und warfen eine 12:11-Halbzeitführung heraus.

In der zweiten Halbzeit schickte TVC-Spielertrainer Frank Heinen seinen Youngster Fabian Gerhards ins Spiel. Der Kreisläufer sorgte für frischen Wind und war ein ständiger Unruheherd. „Er war aber der einzige Akteur in Normalform“, sagte Heinen.

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Und so bekamen die Ankumer Oberwasser. Dem TVC unterliefen zahlreiche Abspielfehler, und das Kombinationsspiel geriet ins Stocken. Ankum zog auf 27:24 davon. Doch der TVC steckte nicht auf und glich zum 27:27 aus.

Spielverlauf: 6:3, 6:5, 8:8, 11:12 - 15:14. 27:24, 27:27.

TV Cloppenburg II: Wilhelm, Debbeler - Wolkow (2), Deeken, Lüske (1), Breher (1), Heinen (6), Otten (1), Abeln (2), Vaske (5), Landwehr (6), Gerhards (3).

RW Damme II - BV Garrel 27:40 (15:19). Nur zu Beginn der Partie gerieten die Garreler in Rückstand. Dann zog der BVG die Zügel an und ließ gegen Dammes zweite Mannschaft nichts mehr anbrennen. Mit einer komfortablen 19:15-Führung ging es in die Pause. Nach dem Wechsel brachen die Gastgeber ein, und die Gäste landeten ihren höchsten Saisonsieg. „Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchgezogen“, freute sich Garrels Spieler Holger Brunnberg. Bester Werfer beim BVG war wieder einmal Torsten Burhorst. Er langte gleich elfmal hin.

BV Garrel: Tebben - Burhorst (11), van Schaik (7), Traut (6), Siemer (5), Otten (5), Untiedt (3), Baum (2), Brunnberg (1), Meyer, Marks.

Eickener Spielvereinigung - HSG Friesoythe 36:32 (22:13). Friesoythes Trainer Günter Witte war stocksauer. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine desolate Mannschaftsleistung gezeigt. Es stimmte hinten und vorne nicht“, ärgerte er sich. Mit einem 13:22-Rückstand gingen die HSG-Akteure in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit legten die Friesoyther zumindest kämpferisch eine Schippe drauf und kamen auf 27:30 heran. Im Anschluss vergaben die Gäste aber beste Tormöglichkeiten. „Immer wenn es drauf ankam, haben wir den Siegeswillen vermissen lassen und waren im Angriff ideenlos. Außerdem haben wir heute nur Standhandball gespielt“, nahm Witte kein Blatt vor den Mund.

HSG Friesoythe: Gradt, Sahir - Block (1), Grumbd (2), Robbers (12), Tuchscheerer (1), Ording, Schwerdtfeger (4), Weinobst, Woidke (1), Tiedeken (3), Hoffmann (1), Willmann (7).

Landesklasse, Frauen: SW Osterfeine - TV Cloppenburg 26:23 (15:12). Osterfeine fand besser ins Spiel und führte nach kurzer Zeit mit 6:2. Der Vier-Tore-Rückstand rüttelte die Cloppenburgerinnen wach. Sie glichen aus (7:7).

Danach kam es zum Bruch im Cloppenburger Spiel. Gegen Osterfeines schnelle Konter hatten die TVCerinnen kein Rezept. „Osterfeine hat zehn Tore nach Gegenstößen erzielt“, meinte Cloppenburgs Trainer Heinz Sauerland, der bereits nach zwanzig Minuten auf Andrea Tegeler verzichten musste. Die Außenspielerin erlitt bei einem Zusammenprall einen Pferdekuss und musste ausgewechselt werden. Von der Bank aus erlebte sie, wie Osterfeine sich eine 15:12-Halbzeitführung erarbeitete.

Der TVC gab in der zweiten Halbzeit richtig Gas. Mit Kampf und viel Laufarbeit kauften die Cloppenburgerinnen den Schwarz-Weißen zwischenzeitlich den Schneid ab. Drei Minuten vor Schluss gingen sie sogar mit 23:22 in Front. Doch nun leistete sich der TVC zu viele Fehler. „Wir waren zu hektisch und haben unsere Angriffe nicht mehr ausgespielt“, meinte Sauerland.

Zudem haderte er mit der Schiedsrichterleistung. „Einige Entscheidungen waren verdammt fragwürdig und haben uns auf die Verliererstraße geführt“, sagte Sauerland. Vor der Leistung seiner Spielerinnen zog er dagegen den Hut. „Wir waren ebenbürtig und haben zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt. Das war richtig klasse“, lobte der Trainer.

TV Cloppenburg: Münzebrock, Kröger, Kurre (2), Strop, Pohlmann (3), Vidakovic (4), Bosmann (7), Bruns (4).

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