CLOPPENBURG Die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg haben am Sonnabend eine deftige Pleite einstecken müssen. Sie verloren gegen die Reserve des Zweitligisten HSG Varel überraschend deutlich und hochverdient mit 23:35. Damit dürfen sich die Gäste weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Die Cloppenburger, deren Coach Theo Niehaus aus privaten Gründen fehlte, dürften mit einem lethargischen und wenig engagierten Auftritt Sympathiepunkte bei den treuen Fans eingebüßt haben.

„Wir haben uns mit einer uninspirierten und desolaten Leistung blamiert. So dürfen wir uns nicht präsentieren“, schimpfte Teammanager Oliver Galeotti. Er ging mit der Mannschaft hart ins Gericht. „Man kann verlieren – aber nicht so. Wenn wenig klappt, darf man mindestens absoluten Kampf verlangen. Die Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung.“

Nur ein Spieler habe annähernd Normalform erreicht: Torhüter Hauke Hellbernd. Alle anderen seien weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben. „Varel ist mit acht Feldspielern und einem Torhüter angereist. Es sah so aus, als hätten wir das Spiel schon im Vorfeld abgehakt. Das war überheblich“, sagte Galeotti.

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Gleichwohl hatten es die neun Vareler in sich, waren doch mit Max Ginders, Tim Coors, Renke Bitter, Sven Ahlers und Torhüter Nils Buschmann gleich fünf Spieler aus der Zweitliga-Mannschaft am Start. Hinzu kam mit Jochen Toepler ein ausgebuffter und abgezockter Spieler.

Dies könne aber keine Entschuldigung sein, sagte Galeotti. „Hätten wir uns aufs Handballspielen konzentriert, wäre die Partie nicht so gelaufen. Stattdessen hat sich das Team mit Nebensächlichkeiten befasst. So kann man in der Oberliga kein Spiel gewinnen.“

Der TVC hatte gut ins Spiel gefunden, zielstrebig und kompromisslos agiert und in der zehnten Minute mit 6:4 geführt. Aber dann stellte der Gastgeber das Handballspielen ein. Außerdem zeigten die Cloppenburger keinen Kampfgeist. Das ärgerte Galeotti. „Wir haben uns gegen die Niederlage nicht gewehrt. Das geht gar nicht“, sagte er.

Varel hatte fortan leichtes Spiel mit den Cloppenburgern. In der Abwehr packte der TVC nicht richtig zu und agierte nicht als Verbund. Und im Angriff war er lethargisch. Zudem konnte Cloppenburg keinen Druck aufbauen. Varel nutzte die Freiräume zu einfachen Toren. Zur Pause führten die Gäste 19:12. Das Spiel war damit eigentlich entschieden.

„In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, das Tempo zu erhöhen und alles auf eine Karte zu setzen“, sagte Galeotti. Aber es blieb beim guten Vorsatz. In der Abwehr gab es dank der Umstellung auf ein 4:2-System zwar kurzzeitige Besserung, aber der Angriff blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Varel konnte dank der Fehler des TVC den Vorsprung mit einfachen Toren ausbauen. „Dagegen hatten wir eine katastrophale Torausbeute“, sagte Galeotti. „22 Fehlschüsse und 13 technische Fehler sagen alles. Da müssen wir den Hebel ansetzen. Es sollte sich jeder mal hinterfragen“, sagte er. „Ich hoffe nicht, dass sich das Team am Freitagabend so gegen Neerstedt präsentiert. Dann gibt es ein Fiasko.“

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