GARREL Wer keinen Druck verspürt, ist auch mal zu Scherzen aufgelegt: Jörg Leyens ist eigentlich alles andere als ein Lautsprecher. Der Trainer der Handballerinnen des BV Garrel bevorzugt eher die leisen Töne. Doch das letzte Saisonspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die HSG Hude/Falkenburg nimmt er zum Anlass, ein wenig auf den Putz zu hauen. „Wir werden die Huderinnen dermaßen auseinanderfriemeln, dass sie nicht mehr wissen, wo vorne und hinten ist“, sagt der Coach vor dem Heimspiel und lacht. Keine Frage: So spricht ein Trainer, dessen Team das Saisonziel, den Klassenerhalt, erreicht hat.

Dagegen müssen die Gäste den bitteren Gang in die Oberliga antreten. Zwar könnten sie nach Punkten mit ihren Konkurrenten gleichziehen, doch entscheidend ist der direkte Vergleich – und der verhindert, dass die Huderinnen trotz eines guten Torverhältnisses einen Nichtabstiegsrang erklimmen können.

Die HSG Hude/Falkenburg, sagt Leyens, sei eine gute Mannschaft, „aber nur, wenn sie daheim ran darf“, sagt er und spielt damit auf das Harzverbot in Hudes Heimstätte an.

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Die stärkste Spielerin der Gäste steht im Kasten. Nina Lampe zählt zu den herausragenden Torhüterinnen der Regionalliga. Ansonsten leben die Huderinnen von ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit.

Sie schließen die Angriffe meist flott ab, in der Abwehr stehen sie auch gut. Zum Klassenerhalt fehlte ihnen aber die Konstanz. Allerdings hatte die Mannschaft von Trainerin Inge Breithaupt, die auch in der kommenden Spielzeit die Verantwortung für das Team tragen wird, Verletzungspech – immer wieder fielen Leistungsträgerinnen aus.

Aber für Mitleid ist am letzten Spieltag kein Platz. „Wir sind die bessere Mannschaft und werden Hude dominieren“, sagt Leyens. Schließlich wollen die Garrelerinnen ihren Fans noch einmal ein tolles Spiel bieten. „Das sind wir ihnen einfach schuldig.“

Bis auf Heike Wilke-Runnebaum werden sich alle Spielerinnen von ihrer besten Seite präsentieren können. Und da sein Team charakterfest sei, sagt Leyens, stünden die Chancen gut, dass die Spielerinnen, die das Team verlassen (Alex Temp, Melanie Grafe, Anna Anuszewska) oder ihre Laufbahn beenden (Marion Janssen) mit einem Sieg verabschiedet werden.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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