KREIS CLOPPENBURG Die in der Landesliga spielenden Handballerinnen des TV Cloppenburg haben am Sonnabend einen wichtigen Sieg gelandet. Das abstiegsgefährdete Team von Trainer Rolf Seng gewann das Heimspiel gegen die HG Jever/Schortens mit 27:23. Es war der erste doppelte Punktgewinn nach drei sieglosen Spielen in Folge. Mit nunmehr 14:22 Punkten sind die Cloppenburgerinnen Neunter.

Dagegen kassierten die in der Weser-Ems-Liga spielenden Handballer der HSG Friesoythe eine unerwartete 26:27-Auswärtsniederlage gegen den SSC Dodesheide. Die HSG ist mit 20:20 Punkten Siebter.

Frauen, Landesliga: TV Cloppenburg - HG Jever/Schortens 27:23 (16:9). Cloppenburgs Trainer Rolf Seng war begeistert. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat fantastisch gespielt. Das hatte ich nicht erwartet.“

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Zu Beginn hatten sich die Cloppenburgerinnen noch schwer getan. Allerdings zeigte Torhüterin Katja Kröger eine exzellente Leistung. Mit ihren starken Paraden zog sie die Feldspielerinnen mit, die sich von Minute zu Minute steigerten. Die Cloppenburgerinnen, die mit einer 6:0-Deckung spielten, nahmen die starke rechte Seite der Gäste fast völlig aus dem Spiel. Zudem setzten sie sich vorne regelmäßig entschlossen durch. Zur Pause führte der TVC schon mit 16:9.

Die Entscheidung war aber noch längst nicht gefallen. Im Gegenteil: Wieder einmal leisteten sich die Cloppenburgerinnen eine längere Phase, in der sie unkonzentriert und übermütig spielten und viele Fehler machten. Die HG bestrafte das und schaffte den Anschluss (17:18).

Seng reagierte und nahm eine Auszeit. Und seine Worte fanden Gehör. „Die Mannschaft hat den Faden, den sie kurzzeitig verloren hatte, wiedergefunden“, sagte der Trainer. Seine Spielerinnen nahmen das Heft des Handelns wieder in die Hand und warfen einen letztlich hoch verdienten Sieg heraus. Seng war erleichtert. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Aber der Weg bis zum Klassenerhalt ist noch sehr lang.“

TVC: Kröger - Weigel (1), Anuszewska (4), Tegeler (6), Bosmann (6), Kurre (3), Prüllage (4), Jezierska (3), Dill, C. Christin Meyer, Dammann, Ann-Kathrin Meyer.

Männer, Weser-Ems-Liga: SSC Dodesheide - HSG Friesoythe 26:27 (14:14). Schon die Vorzeichen standen schlecht. „Wir sind nur mit zehn Spielern losgefahren“, sagte Friesoythes Trainer Markus Gabler. „Zwei davon waren Torhüter. Außerdem konnte Hendrik Burhorst wegen seiner Schulterverletzung nicht werfen. So mussten fast alle durchspielen.“

Zu allem Überfluss erwischte die HSG auch noch einen klassischen Fehlstart (2:7). „Danach haben wir umgestellt und mit zwei Kreisläufern gespielt“, sagte Gabler. „Da ist Dodesheide zunächst nicht mit klargekommen.“ Überdies wechselte Gabler nach einer Viertelstunde den Torwart. Henrich Tebben kam für den glücklosen Torsten Gradt und zeigte fortan eine starke Leistung. Zur Pause war die Partie wieder offen (14:14).

Die zweite Halbzeit war ebenfalls ausgeglichen und in erster Linie von den starken Torhütern geprägt. Auch Dodesheides Oldie Jörg Schwendtner (Jahrgang 1969) hielt hervorragend.

Viereinhalb Minuten vor Schluss ging es dann zur Sache: Die Friesoyther hatten sich zum ersten Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten können. Zudem erhielten die Gastgeber eine Zeitstrafe. Die Partie schien entschieden. Aber die Gäste spielten ungeduldig, warfen aus ungünstigen Positionen und fingen sich den Ausgleich und auch noch eine Zeitstrafe ein. Damit nicht genug: Die Dodesheider übernahmen sogar die Führung (26:25). Zwar glichen die Gäste noch einmal aus, aber auf Dodesheides Treffer zum 27:26 fanden sie keine Antwort mehr.

Gabler ärgerte sich zwar, war aber nicht sauer. „Uns hat einfach die Cleverness gefehlt. In der Schlussphase haben unsere Führungsspieler Fehler gemacht, weil uns vielleicht auch ein wenig Kraft und Konzentration gefehlt haben. Trotzdem ist diese Niederlage kein Beinbruch.“

HSG: Tebben, Gradt - Siemer (1), Tiedeken (3), Schwerdtfeger (8), Block (1), Hendrik Burhorst, van Schaik (4), Torsten Burhorst (5), Grumbd (4).

HSG Nordhorn III - TV Cloppenburg II 30:36 (16:15). „Ich dachte schon, das geht wieder schief.“ In den ersten 40 Minuten der Partie sahen die Zuschauer ein „Grottenspiel“, und TVC-Spielertrainer Frank Heinen sah nach vier sieglosen Spielen in Folge den nächsten Rückschlag auf sich zukommen.

Allerdings kriegte sein Team diesmal noch rechtzeitig die Kurve: Beim Stand von 24:24 (40.) drehten die Gäste auf. Sie trafen fünfmal in Folge und ließen Nordhorn nicht mehr herankommen. Endlich lief der Ball mal wieder gut durch die Cloppenburger Reihen. Außerdem warteten die Spieler der TVC-Reserve immer wieder geduldig auf ihre Chance – statt wie zuletzt häufig hektisch abzuschließen. So konnte die Heinen-Sieben den lange herbeigesehnten 14. Saisonsieg einfahren.

TVC II: Steller, Debbeler - Wolkow (5), Vaske (5), Breher, Heinen (4), Otten (5), Abeln, Gerhards (4), Lammers (2), Schröder (2), Westendorf (5), Lake (4).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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