Cloppenburg /Vorsfelde Zwei Siege innerhalb von nur 48 Stunden haben dem Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg spürbar gut getan. Dem 2:0 in Celle ließ das Team von der Friesoyther Straße am Dienstag nach Pausenrückstand im Nachholspiel im heimischen Stadion ein 4:1 gegen Schlusslicht SVG Göttingen folgen. Erstmals trafen die Soestestädter in der Saison öfter als zweimal. Und erstmals in der Saison belegen sie einen einstelligen Tabellenplatz. Und völlig überraschend ist sogar Relegationsplatz zwei nur noch vier Punkte entfernt.

Da ist klar, dass der Trend fortgesetzt werden soll und muss. Die BVC-Anhänger brauchen schließlich Futter. Außerdem gilt es, den bislang blamablen Schnitt von unter 300 Zuschauern – dauerhaft – zu steigern. Drei Partien stehen bis zum Hinrundenende noch an. An diesem Sonntag (Anstoß 14 Uhr) geben die Cloppenburger ihre Visitenkarte beim drei Punkte weniger aufweisenden Aufsteiger SSV Vorsfelde ab, ehe es nach Wunstorf geht und der Heeslinger SC empfangen wird. „Wir wollen die beiden Siege zu einer Serie ausbauen. Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit des Göttingen-Spiels gesehen, wozu sie in der Lage sind. Der Hunger auf Punkte ist noch nicht gestillt“, spekuliert Cloppenburgs Co-Trainer Theo Dedes auf den dritten Dreier innerhalb einer Woche. Das hat es seit Jahren nicht mehr gegeben. Der 27-jährige Lehramtsstudent (Germanistik und Sport) warnt allerdings vor dem Gegner. „Vorsfelde wird kein Zuckerschlecken. Die haben vor allem gegen die Topteams überzeugt.“ Um perfekt vorbereitet anzureisen, werden er und Interimscoach Sebastian Schütte noch eine intensive Videoanalyse vornehmen. „Danach werden wir unsere Mannschaft aufstellen.“ Die ganz großen Änderungen sind nicht zu erwarten. Stürmerroutinier Aleksandar Kotuljac dürfte erneut verletzt ausfallen.

Der aus taktischen Gründen gegen Göttingen nicht im Kader stehende Faris Giebert dürfte wohl mit nach Vorsfelde reisen. Denkbar wäre, dass der quirlige Japaner Riku Iwauchi, der gegen Göttingen nach seiner Einwechslung zum 4:1-Endstand einnetzte, im „4-3-3“ anstelle von Maik Nirwing als Spitze aufläuft. Janek Jacobs darf ebenfalls auf einen Platz in der Startformation hoffen.

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Die voraussichtliche BVC-Aufstellung: Bangma - Dreher, Willen Plog, Walles - Westerveld, Schmidt, Niemeyer - Boungou, Jacobs, Iwauchi.

Aufsteiger SSV Vorsfelde bislang ziemlich unberechenbar

Nach acht Jahren in der Landesliga Braunschweig packte der SSV Vorsfelde im Sommer 2017 die lang ersehnte Rückkehr auf die Oberligabühne. Und das Saisonziel Klassenerhalt scheint machbar. Mit 14 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis von 15:15 belegt die Mannschaft des erst 33-jährigen Trainers Andre Bischoff, der bereits im fünften Jahr auf der SSV-Bank sitzt, Platz zwölf. Zudem hat der Neuling noch die Partie gegen Lupo Martini Wolfsburg nachzuholen. Personell setzte der Wolfsburger Stadtteilclub im Sommer auf Kontinuität. Ex-Profis finden sich nicht in der Mannschaft, die bislang fast ausschließlich enge Matches ablieferte. Vor der Absage des Derbys gegen Lupo Martini gelang ein 1:0 in Gifhorn. Zuvor hieß es im heimischen Drömlingstadion am Mittellandkanal 0:1 gegen Spitzenreiter VfL Oldenburg. Dass sie aber in der Lage sind, auch Topteams der Liga zu knacken, zeigten die Vorsfelder beim eindrucksvollen 4:1-Erfolg in Northeim. Zuvor wurde dem TuS Bersenbrück ein beachtliches 1:1 abgetrotzt. Bisher fühlten sich die insgesamt unberechenbaren Vorsfelder auswärts wohler. Nur fünf Punkte der 14 Zähler des Teams wurden zu Hause eingefahren. Ein Drittel der bislang 15 erzielten Treffer gehen derweil auf das Konto des offensiven Mittelfeldspielers Denis Pollak.

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