Cloppenburg Die Frauenmannschaften aus Löningen und Cappeln konnten sich in der ausgeglichenen Volleyball-Verbandsliga nicht verbessern. Die Männer aus Elisabethfehn gewannen gegen die VSG Holtland/Uplengen.

Volleyball, Frauen Verbandsliga: VfL Löningen - SV Bad Laer II 1:3 83:98 (23:25, 16:25, 25:23, 19:25). VfL Löningen - BW Lohne 1:3 89:97 (22:25, 20:25, 25:22, 22:25). Es wurde, wie erwartet, der schwere Heimspieltag mit am Ende zwei Niederlagen. Am Anfang kamen die Löningerinnen gegen den Tabellenzweiten aus Bad Laer etwas schwer ins Spiel, erst Mitte des Satzes war es ein Duell auf Augenhöhe, doch der Gast siegte knapp 25:23.

Im zweiten Abschnitt wechselte die Führung ständig, ehe gegen Ende des Satzes Bad Laer entscheidend zupackte und, begünstigt durch drei Eigenfehler der Löningerinnen in Folge, mit 25:16 siegte und so die Satzführung ausbaute. Im dritten Satz erhöhten die Löningerinnen den Druck. Henrike Köster spielte über die Mitte, was zur besseren Blockarbeit führte, und so die Angriffe nach taktischer Anweisung nun versenkt wurden. Vor allem Insa Cassellius und Maria Büter punkteten erfolgreich zum 25:23-Satzgewinn.

Im vierten Satz schien eine Wende möglich zu werden. Löningen baute eine Führung bis zum 8:2 aus. Aber plötzlich riss der Faden wieder. Es wurde wieder ungenau angegriffen, und die Aufschläge wurden reihenweise verschlagen. So ging der Satz mit 19:25 und damit das Duell verloren.

Eigentlich das gleiche Bild bot sich im Spiel gegen den Tabellenfünften aus Lohne. Zu viele Eigenfehler und zu viele verschlagene Aufschläge leistete sich der VfL, der in der Annahme und in der Abwehr hervorragend stand. Doch daraus schlug Löningen nicht das erforderliche Kapital zum Erfolg, wobei alle drei Sätze recht knapp verloren wurden.

Die Mannschaft tut sich immer noch sehr schwer, nach taktischer Anweisung zu spielen. Das ist aber in dieser ausgeglichenen Verbandsliga – Löningen ist nach fünf Spieltagen mit acht Punkten Siebter, Emlichheim IV führt mit zwölf Punkten – dringend erforderlich. Mindestens ein Sieg wäre möglich gewesen. Wenn die Stärken in Annahme und Abwehr weiter ausgebaut werden, lässt sich darauf aufbauen.

BW Emden-Borssum - SV Cappeln 3:0 75:54 (25:18, 25:22, 25:14). Dass der SV Cappeln – nun Dritter mit zehn Punkten – die Tabellenführung nicht verteidigen konnte, lag vor allem an sehr aufschlagstarken Gastgeberinnen. So kassierte der SVC in den ersten beiden Sätzen sieben und im dritten Satz sechs direkte Aufschläge in Folge gegen sich, was letztendlich zur deutlichen 0:3-Niederlage führte.

„Da war am Samstag mit unserer Annahmeleistung nichts zu holen. Emden hat – wie schon im Pokalspiel – super aufgeschlagen. Ein geordneter Angriffsaufbau war nur selten möglich, und am Ende war die Niederlage auch verdient“, ärgerte sich Trainer Ludger Ostermann.

Es hätte ein enges Duell werden können: Cappeln begann das Spiel selbstbewusst im Stile eines Spitzenreiters, denn mit guten Angriffen über Hannah Thunert und griffigen Blocks von Lena Jansen konnte sich Cappeln im ersten Satz eine 7:2- und 10:5-Führung herausspielen. Es folgten schöne Ballwechsel, oft mit dem besseren Ende für den Gast. Aber dass die Ostfriesen nicht nur gut aufschlagen können, wurde im Verlaufe des Satzes deutlich, denn spätestens beim 17:17 war Cappelns Vorsprung dahin.

Was folgte war ein Annahmedesaster auf Cappelner Seite. Mehrere Asse wurden kassiert, die restlichen Bälle konnten als Angriff nicht aufgebaut werden, so dass Cappeln die Bälle in der zweiten Emder Welle um die Ohren flogen und nach einer 1:7-Negativserie der Satz verloren wurde. Das hatte Folgen für den zweiten Abschnitt, denn Cappeln lag 1:10 zurück. Die Gäste fingen sich wieder, und mit einem unbändigen Siegeswillen wurden scheinbar aussichtslose Bälle von Sonja Heyer, Romy Kokenge und Karoline Meyer wieder „ausgegraben“ und so Punkt für Punkt aufgeholt. Den vielen Zuschauern wurde zum zweiten Mal hervorragender Volleyballsport geboten. Als Cappeln mit 18:17 in Führung ging, wurde es – zumindest kurzfristig – merklich leiser in der Halle. Aber aus unerklärlichen Gründen fiel bei Cappeln danach die Spannung ab, der Zugriff auf die Aufschläge des Gegners fehlte und statt Satzausgleich gab es ein 22:25. Im dritten Durchgang hielt Cappeln nur anfangs mit. Spätestens als aus einem 8:13 ein 8:19 wurde, war keine Gegenwehr auf Cappelner Seite mehr zu erkennen.

Bezirksliga: VfL Oythe IV - SW Lindern 3:0 75:56 (25:15, 25:19, 25:22). Beim Tabellenführer konnten die Gäste nur zeitweise – vor allem in Satz zwei und drei – mithalten. So geht die Niederlage in Ordnung.

Kreisliga Oldenburg Staffel 2: 1. VV Vechta - VfL Löningen III 3:0 75:32 (25:13, 25:6, 25:13). 1. VV Vechta - SV Cappeln II 3:1 92:78 (25:14, 25:21, 17:25, 25:18). Die Löninger Drittvertretung war bei starken Gastgeberinnen deutlich unterlegen. Mehr Widerstand leistete hingegen die zweite Mannschaft aus Cappeln, die zumindest einen Satz gewinnen konnte.

Kreisklasse Oldenburg Staffel 1: SW Lindern III - Viktoria Elisabethfehn II 0:3 23:75 (4:25, 10:25, 9:25). SW Lindern III - TSG Westerstede IV 0:3 47:75 (16:25, 14:25, 17:25). SW Lindern III hatte gegen den Tabellenführer aus Elisabethfehn nicht den Hauch einer Chance. Gegen Westerstede holten die Gastgeberinnen in jedem Satz mindestens 14 und mehr Punkte, was Hoffnungen für das Rückspiel zulässt.

Männer, Bezirksliga Oldenburg/Ostfriesland: Viktoria Elisabethfehn - MTV Aurich 1:3 78:93 (23:25, 17:25, 25:18, 13:25). Viktoria Elisabethfehn - VSG Holtland/Uplengen 3:0 75:62 (25:21, 25:18, 25:23). Nach dem knapp verlorenen ersten Satz gegen Aurich war der Gastgeber im zweiten Satz nicht mehr so richtig bei der Sache und verlor diesen 17:25. Aurich wechselte, Elisabethfehn nutzte dies zum 25:18-Satzgewinn, hatte danach im vierten Satz aber keine Chance mehr.

Das zweite Spiel war umkämpft. Doch die Elisabethfehner nutzten ihren Heimvorteil und gewannen das Duell in drei Sätzen.

Bezirksklasse Oldenburg/Ostfriesland: VfL Löningen II - Oldenburger TB V 3:0 75:29 (25:6, 25:17, 25:6). VfL Löningen II - BW Ramsloh 1:3 92:97 (25:18, 21:25, 27:29, 19:25). Die VfL-Zweite schlug im Match gegen den OTB V mit Druck auf und brachte die gegnerische Annahme daher häufig ins Schwimmen. Außerdem nutzte der VfL die stärkere Präsenz am Netz gegen das sehr junge Team aus Oldenburg und dominierte das Geschehen im Block. Löningens Trainer Martin Richter hatte somit viele Gelegenheiten, durchzuwechseln und der gut besetzten Bank Spielanteile zu geben.

Im zweiten Spiel fehlte es den Hausherren ein wenig an Abgeklärtheit und Fortune. Sie agierten aber gegen Ramsloh im ersten Satz wie im Spiel zuvor druckvoll und punkteten in allen Bereichen sehr solide. Der zweite Satz blieb bis zur Mitte ausgeglichen, ehe Ramslohs Ungefug mit einer Aufschlagserie für einen deutlichen Vorsprung sorgte, der bis zum Satzende hielt. Der dritte Satz war enorm umkämpft, beide Teams ließen viel Energie. Am Ende setzte sich Ramsloh glücklich durch. Der vierte Satz glich einer Kopie des zweiten Satzes. Die Löninger dominierten, ließen aber nach einer Aufschlagserie von Ramsloh, diesmal von Bastian Cavier, die Flügel zu schnell hängen. VfL-Coach Richter zeigte sich dennoch mit der Leistung zufrieden: „Satz eins zeigte das Potenzial des Teams. Hierauf gilt es, aufzubauen“, sagte Richter.

Kreisliga Oldenburg/Ostfriesland Staffel 2: VfL Wildeshausen II - TV Cloppenburg II 3:0 75:43 (25:8, 25:12, 25:23). VfL Wildeshausen II - SW Lindern 3:0 75:21 (25:7, 25:6, 25:8). Im dritten und letzten Satz hatten die Cloppenburger eine kleine Chance zum Satzgewinn beim 23:25, doch das Spiel war nach diesem Satzverlust vorbei. Danach konnten die Linderner nur noch Erfahrung sammeln.

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