Cloppenburg Mit ausgeglichener Bilanz zum Sportlerball: Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des SV Cappeln haben am Samstag vor der großen Feier ihres Vereins einmal verloren und einmal gewonnen.

Verbandsliga 1 Frauen, SV Cappeln - Union Emlichheim IV 0:3/53:77 (12:25, 16:25, 25:27). SV Cappeln - FC Leschede II 3:1/83:80 (25:17, 8:25, 25:17, 25:21). Im Spitzenspiel musste Gastgeber Cappeln gegen den Tabellenführer aus Emlichheim eine klare Niederlage hinnehmen. Im zweiten Spiel des Tages gelang dann gegen Leschede ein versöhnlicher Sieg, so dass man zumindest mit drei Punkten im Gepäck bei der Rot-Schwarzen-Nacht, dem Sportlerball des SVC, auflaufen konnte.

„Die Mannschaft wollte unbedingt mit sechs Punkten zum Sportlerball – das hat uns irgendwie gehemmt,“ war sich Trainer Ludger Ostermann sicher, dass die Cappelner Damen eigentlich besser spielen können. „Bis auf Judith Theilmann und Veronika Möller hat keine an ihrem Leistungslimit gespielt – da war noch viel Luft nach oben. Allerdings muss man Emlichheim auch zu der sehr guten Leistung gratulieren. Ob im Aufschlagspiel oder in der Feldabwehr – in allen Volleyballteilen war Emlichheim überlegen“, sagte Ostermann.

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Und so waren es in allen Sätzen die guten Aufschläge – oder die schlechte Annahme auf Cappelner Seite – die ein Aufbauspiel der Heimmannschaft verhinderten und ihr so zwei deutliche Satzverluste einbrachten.

Im dritten Satz stellte Cappeln ein bisschen die Aufschlagreihenfolge um und kam plötzlich besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, und den zahlreichen Zuschauern wurde nun endlich etwas geboten. Cappeln erspielte sich eine 20:16-Führung, die man dann aber mit leichten Fehlern wieder herschenkte. Und es kam noch dicker: Emlichheim ging mit 24:22 in Führung und hatte damit zwei Matchbälle, die Lena Jansen aber nervenstark mit drei guten Aufschlägen zunächst abwehrte. So kam Cappeln dann selbst zu einem Satzball. An einem guten Tag hätte der SVC den Satz vielleicht geholt und das Spiel noch gedreht. Aber am Samstag ging da nichts, und Emlichheim gewann verdient.

Um den Tag zu retten, war dann unbedingt ein Sieg gegen den Tabellenletzten aus Leschede notwendig. Auch dieser Umstand half nicht gerade, Cappelns Nervenkostüm zu stabilisieren. Zwar konnte Cappeln den ersten Satz durch ein gutes Aufschlagspiel von Veronika Möller und Christina Schumacher gewinnen, doch Selbstsicherheit sieht anders aus.

Völlige Verunsicherung dann im zweiten Satz. Über ein 1:8 und 2:12 verschlief Cappeln nicht nur diesen Satz, sondern brachte Leschede wieder ins Spiel. „Zu diesem Zeitpunkt spielten wir wie gelähmt. Es fehlte die Bereitschaft zu kämpfen und zu sichern, was ausnahmslos nicht für die emsige Libera Romy Kokenge gilt, die einige Meter im und außerhalb des Feldes zurücklegte, um versprungene Bälle zu retten,“ so Ostermann.

Dieser positionierte dann im dritten Satz Hannah Thunert als Mittelangreiferin und begann mit Judith Theilmann auf der Außenposition. Katharina Ostermann, die die Diagonalposition neu besetzte, zeichnete sich gleich mit guten Aufschlägen aus. Auch wenn Leschede noch einmal zum 8:8 ausgleichen konnte, war nun mehr Biss auf Cappelner Seite zu erkennen. Cappeln kam über den Kampf ins Spiel: Der Lohn war ein 25:17 im dritten Satz.

Aber Cappelns Lethargie begann gleich wieder zu Beginn des vierten Satzes. Leschede lag mit 8:1 und 12:4 in Front, ehe Cappeln wieder zur Besinnung kam. Eine gute Aufschlagserie von Veronika Möller brachte Cappeln zurück ins Rennen (11:12). Und kurz vor Satzende (21:21) nutzte Karoline Meyer dann die Verunsicherung der jungen Lescheder Damen mit präzisen Aufschlägen aus, so dass das Spiel am Ende glücklich mit 3:1 gewonnen und die gute Stimmung beim Sportlerball gerettet werden konnte. Denn mit dem nach diesem Spieltag erreichten Platz drei in der Tabelle darf man nach acht Spielen durchaus zufrieden sein.

Bezirksliga Oldenburg/Ostfriesland (Männer), SV Hage - VfL Löningen 2:3/109:114 (25:22, 19:25, 25:27, 27:25, 13:15). Einen dramatischen Spielverlauf erlebten die Löninger in Hage in einem 132 Spielminuten dauernden Match. Aufgrund diverser Ausfälle reisten die VfLer mit einem nur siebenköpfigen Kader an die Nordsee.

Nachdem Hage das erste Match des Tages bereits im Tiebreak verloren hatte, wollten die Gastgeber im zweiten Spiel unbedingt als Sieger die Halle verlassen. Eine 22:21-Führung für die Hasestädter bogen die Gastgeber noch in ein 25:22 um. Bis Ende des zweiten Satzdrittels war auch der zweite Satz offen. Gute Aufschläge von Vitalis Bojarski sowie Tiard Hogeback und starke Blockaktionen von Vincent Brands und Jan Edelburg ebneten den Weg zum 25:19 für den VfL.

In die Verlängerung ging es dann im dritten Durchgang. Die Löninger behielten die Ruhe und setzten sich nach einem 22:23-Rückstand noch mit 27:25 durch. Im hart umkämpften vierten Satz mussten die VfLer nach einem 25:25 den Gastgebern die beiden folgenden Punkte überlassen.

Im nachfolgenden Tiebreak spielten sich die Löninger einen 8:3-Vorsprung heraus. Danach hatten sie einen Hänger. Hage kam heran, aber Siggi Dega verwandelte zum wichtigen 10:8 für Löningen. Der Aufrüttler kam zur rechten Zeit: Die Spieler um Spielertrainer Martin Richter mobilisierten die letzten Kräfte, und mit einem unorthodox und clever gespielten zweiten Ball machte Jan Edelburg den letzten Punkt zum 15:13 für die Schwarz-Gelben. „Wir haben aus einer besseren Annahme agiert und aus der Abwehr die Bälle besser nach vorne gearbeitet“, fasste Coach Richter die Aspekte zusammen, die letztlich den Unterschied ausmachten.

Viktoria Elisabethfehn - TuS Bloherfelde II 0:3/69:78 (26:28, 20:25, 23:25). Viktoria Elisabethfehn - Oldenburger TB IV 2:3/96:103 (22:25, 25:21, 25:17, 20:25, 4:15). Die Elisabethfehner hatten im ersten Spiel gegen den Tabellennachbarn viel Pech und verloren den ersten Satz in der Verlängerung mit 26:28 und den dritten unglücklich mit 23:25. So wurde es nichts mit den eingeplanten Punkten. Dafür konnten sie gegen die vierte Oldenburger Mannschaft nach knapp verlorenem ersten Satz die beiden folgenden gewinnen. Nach Verlust des vierten Satzes mit 20:25 war die Luft raus, und der Tiebreak ging mit 15:4 an die Oldenburger. Aber einen Punkt hatte man immerhin geholt.

Bezirksklasse Oldenburg Staffel 2 (Frauen), GW Brockdorf - DJK Bösel 3:0/75:32 (25:12, 25:14, 25:6). Die heimstarken Brockdorfer ließen den Böselerinnen keine Chance und gewannen klar.

Kreisliga Oldenburg/Ostfriesland Staffel 2 (Männer), TV Cloppenburg II - VfB Oldenburg II 0:3/50:75 (23:25, 17:25, 10:25). TV Cloppenburg II - VfL Wildeshausen II 3:1/98:87 (23:25, 25:23, 25:19, 25:20). Im ersten Satz brachte die Cloppenburger Reserve den Tabellenführer an den Rand eines Satzverlustes. Danach war sie allerdings ohne Siegeschance.

Auch im zweiten Spiel hätte der TVC II den ersten Satz beinahe geholt. Doch in diesem Spiel wurden die Cloppenburger stärker und holten sich ebenso knapp mit 25:23 den zweiten Satz. Danach gewann man das Spiel mit 25:19 und 25:20.

SW Lindern - Wardenburger TV 0:3/17:75 (3:25, 10:25, 4:25). SW Lindern - VG Delmenhorst/Stenum IV 0:3/17:75 (5:25, 4:25, 8:25). Auch an diesem Wochenende war die junge, neugegründete Linderner Mannschaft gegen die drei, vier Jahre älteren Spieler ihrer Gegner, die nicht erst im ersten Jahr am Spielbetrieb teilnehmen, ohne Siegeschance.

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