Cloppenburg Insgesamt haben die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Löningen und des SV Cappeln am Wochenende neun von zwölf möglichen Zählern geholt. Richtig zufrieden waren allerdings nur die Löningerinnen.

Verbandsliga 1 Frauen, VfL Löningen - Alemannia Salzbergen 3:2/110:90 (25:18, 25:8, 21:25, 23:25, 16:14). VfL Löningen - SV Wietmarschen II 3:1/98:81 (23:25, 25:21, 25:16, 25:19). Ins Spiel gegen Salzbergen hatten die Löningerinnen einen super Start erwischt. Mit sehr starken Aufschlägen konnte die Annahme von Salzbergen so stark unter Druck gesetzt werden, dass kein gescheiter Spielaufbau möglich war. Vor allem Carina Blankmann und Insa Cassellius hatten einen Sahne-Tag erwischt.

Im zweiten Satz wurde der Druck noch erhöht, so dass Salzbergen überrollt wurde. Lea Grönheim – erstmals als Libera eingesetzt – machte einen tollen Job, und so konnten alle Positionen von Stellerin Anne Hölzen eingesetzt werden.

Obwohl vorher noch davor gewarnt wurde, im dritten Satz nachzulassen, geschah genau dies. Und im Volleyball reichen zwei bis drei Prozent weniger Konzentration, um den Gegner wieder aufzubauen. So wurde der Block von Salzbergen immer besser, und auch die Annahme stand nun.

So wurde es noch mal richtig spannend. Erst im fünften Satz konnte der Hebel von den Löningerinnen wieder umgelegt werden. Und zum Schluss sorgte eine kleine Finesse für den Sieg. Der Block von Salzbergen hatte mit den Angriffen über die Mitte gerechnet, so hatte Trainer Torsten Eck in die Mitte eine Außenangreiferin gesetzt, Salzbergen hatte dieses nicht wahrgenommen, so dass Maria Büter völlig frei über die Kopf-Position angreifen konnte, was zum Erfolg führte.

Im zweiten Spiel gegen Wietmarschen konnte man die Anstrengungen des ersten Spiels merken, daher kamen die Löningerinnen schlecht ins Spiel. Aber ab dem zweiten Satz lief es wieder, und durch immensen Druck im Aufschlag und im Angriff wurde Wietmarschen immer mehr in die Ecke gedrängt. Lisa Kordes konnte durch starke Aktionen gegen den Ball über die Mitte überzeugen, und vor den Aufschlägen von Carina Blankmann hatte der Gegner Angst. Das war wieder einmal eine superstarke Teamleistung. Immer noch ungeschlagen als Aufsteiger – wer hätte das gedacht . . .

SV Cappeln - BW Lohne 3:1/97:76 (25:13, 22:25, 25:15, 25:23). SV Cappeln - SV Bad Laer II 2:3/96:106 (25:21, 25:20, 21:25, 12:25, 13:15). Gegen ein ersatzgeschwächtes Team BW Lohnes konnte der SVC im Derby zumindest die erwarteten Punkte einheimsen, obwohl der Kreisnachbar sich wacker wehrte und beinahe noch den Tiebreak erreichte.

Der erste Satz ging relativ deutlich an den SVC. Lohne hatte nur eine etatmäßige Mittelangreiferin dabei und musste sich noch finden. Dies gelang im zweiten Satz dann auch deshalb, weil Cappeln aufgrund des deutlichen ersten Satzes unkonzentriert agierte, viele Fehler produzierte und Lohne damit aufbaute.

Im dritten Satz war es dann Katharina Ostermann, die mit zwei Aufschlagserien insgesamt elf Punkte erzielte. Gute Angriffe von Karo Meyer und Christina Schumacher ließen Lohne nicht mehr ins Spiel kommen.

Doch statt so weiterzuspielen, ließ man Lohne wieder ins Spiel kommen. Lohne ging im Aufschlagspiel ein höheres Risiko ein und lag ständig mit ein, zwei Punkten vorne, ehe Cappeln sich beim Rückstand von 20:22 wieder fing. Gutes Blockspiel von Judith Thierbach und gute Aufschläge von Veronika Möller brachten Cappeln zwei Matchbälle ein. Den ersten Matchball konnte Lohne noch abwehren, den zweiten Matchball nutzte Katharina Ostermann zur Freude der zahlreichen Zuschauer.

Euphorisiert vom Derby-Erfolg legte Cappeln im zweiten Spiel gegen den Oberliga-Absteiger aus Bad Laer gleich eine 2:0-Satz-Führung vor. Eine Führung die trügerisch war, denn während Bad Laer immer besser ins Spiel kam, ließ Cappeln unerwartet nach.

Dies zeigte sich zunächst in Satz drei, den Bad Laer gewann und noch deutlicher in Satz vier, der für den SVC glatt mit 12:25 verloren ging. „Da haben wir total den Faden verloren“, war Trainer Ludger Ostermann doch etwas konsterniert, ob der katastrophalen Leistung seiner Damen. „Da kassieren wir ein paar sehr gute Aufschläge unseres Gegners und brechen dann völlig ein.“ Man habe sich völlig verunsichern lassen.

Aber nicht nur die Annahme hatte in diesen zwei Sätzen ihre Schwächen, auch im Angriff wurde längst nicht mehr so druckvoll gespielt. Auch im anschließenden Tiebreak konnte Cappeln die Verunsicherung nicht mehr ablegen. „Schade, dass wir den Sack im dritten Satz nicht zugemacht und stattdessen Bad Laer wieder unnötig aufgebaut haben“, ärgerte sich Ostermann. „Wer weiß, wo die Punkte noch einmal fehlen . . .“

Bezirksliga Herren Oldenburg/Ostfriesland, VSG Holtland - VfL Löningen 1 3:1/90:80 (25:18, 15:25, 25:17, 25:20). Nachdem einige VfL-Spieler die Saisonvorbereitung nur auf Sparflamme begleiten konnten, fehlte es den Löningern an einer guten Abstimmung und einem frischen Geist auf dem Feld. Bereits Wackler in der Annahme konnten im ersten Satz nur mit Schwierigkeiten von den Zuspielern Tasso Eck und Martin Richter in saubere Pässe umgewandelt werden, die aber kein druckvolles Angriffsspiel möglich machten. Im zweiten Satz fanden die VfLer kurzzeitig in den gewünschten Rhythmus. Vor allem die Aufschläge saßen. Der deutliche Erfolg führte jedoch nicht zu einer Stabilisierung des Löninger Spiels. In den beiden Folgesätzen haperte es immer wieder an einem klaren Spielablauf und druckvollen Abschlüssen. „Der Start war holperig, aber das Team hatte heute erste Gelegenheit, sich zu finden. Vor allem die Ansätze im zweiten Satz stimmen optimistisch“, sieht Spielertrainer Richter positive Ansätze.

Raspo Lathen - Viktoria Elisabethfehn 0:3/62:75 (21:25, 21:25, 20:25). Beim Absteiger aus der Landesliga lieferten die Elisabethfehner eine Topleistung ab.

Bezirksklasse Oldenburg/ Ostfriesland Herren, VfL Löningen II - VG Delmenhorst/Stenum III 1:3/77:98 (17:25, 25:23, 16:25, 19:25). VfL Löningen II - VSG Ammerland III 1:3/91:98 (23:25, 25:22, 19:25, 24:26). Die Löninger Reserve hatte sich viel vorgenommen. Doch in den entscheidenden Situationen hatten die Gegner etwas mehr Glück. Die zweite Niederlage gegen die Ammerländer Vertretung war ärgerlich.

VfB Oldenburg I BW Ramsloh 3:1/97:85 (25:21, 22:25, 25:17, 25:22). Es hat in einem ausgeglichenen Spiel nicht gereicht. In den entscheidenden Situationen war der Gastgeber erfolgreicher.

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