Cloppenburg Das Jahr 1927 verläuft für die Fußballer des BV Cloppenburg so turbulent wie eine Achterbahnfahrt auf dem Jahrmarkt. Ein fleißiger Chronist jener Tage ist der BVCer Friedrich Thobe, der die Cloppenburger Partien in seine Kladde einträgt. Unter der Spielnummer 13 findet sich der Eintrag des BVC I gegen die damalige Ligamannschaft von Frisia Wilhelmshaven vom 8. Mai 1927. Schon damals waren die Duelle zwischen den Jadestädtern und dem BVC ein Anziehungspunkt für Fußballfans gewesen. Unter der damaligen Mannschaftsaufstellung des BVC, klebte Thobe einen Zeitungsartikel vom damaligen Spiel in sein Notizbuch. Dort steht drin, „dass eine riesige Zuschauermenge Zeuge dieses hochinteressanten, äußerst spannenden Wettspiels war.“

Auf dem frisch sanierten Platz an der Eschstraße setzte es für die Cloppenburger allerdings eine 1:4-Niederlage.

Pokalspiele in Essen

Rund zwei Wochen später folgten die Cloppenburger einer Einladung des BV Essen zu einem Pokalturnier. Dort nahmen sie mit der vierten Mannschaft (!) teil.

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Die „Erste“ traf zur gleichen Zeit auf dem eigenen Platz auf den SV Quitt Ankum und siegte mit 3:1-Toren.

Eifriger Emil Thobe

Die anwesenden Berichterstatter feierten nach dem siegreichen Spiel des BVC den Cloppenburger Akteur Emil Thobe. „Die Gäste zeigten etwas Eifer, doch reichte dieses nicht zu einem Sieg, da Cloppenburg trotz Ersatz doch besser war und viel höher gewonnen hätte, wenn jeder so viel Eifer gezeigt hätte wie Emil Thobe“, heißt es in einer damaligen Zeitungsnotiz in der Rubrik „Fußballsport vom Sonntag“.

Dritter Anlauf

Ende Mai rappelte es im Karton beim Derby zwischen dem VfB Oldenburg III und dem BV Cloppenburg II. Die Partie, es handelte sich laut den Aufzeichnungen von Friedrich Thobe um ein Verbandsspiel um die Meisterschaft, war bereits zum dritten Mal angesetzt worden. Die ersten beiden Anläufe fielen – aufgrund starker Regenfälle – sprichwörtlich ins Wasser.

Im Versuch Nummer drei flogen zwischen den Kontrahenten die Fetzen. Der BVC-Mittelstürmer schied mit einer Beinverletzung aus. Der BVC musste mit zehn Mann weiterspielen, weil seinerzeit Auswechslungen nicht erlaubt waren.

Beim Stand von 3:1 für den VfB III in der zweiten Halbzeit machte ein Cloppenburger Akteur seinem Unmut über die Schiedsrichterleistung lautstark Luft. Der Referee fand das gar nicht witzig und pfiff die Partie daraufhin einfach ab.

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