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Cloppenburg Der Sport, gefangen vom Coronavirus, hat Zwangspause. Pausieren muss auch Rückraumspieler Erik Gülzow, zusammen mit Kreisläufer Ole Harms Kapitän des Handball-Oberligisten TV Cloppenburg. Aber Gülzow musste schon ab dem 18. Januar wegen großer Schulterprobleme passen. Er half danach am 1. Februar auswärts im Duell mit der HSG Barnstorf/Diepholz noch phasenweise in der Abwehr aus, ehe sein persönliches Saisonende kam.

Zur Person

Erik Gülzow ist 25 Jahre alt, wohnt in Oldenburg, hat seinen Master gemacht für das Lehramt Sekundarstufe I mit den Fächern Wirtschaft und Sport; bis Juli ist er als Vertretungslehrer in Bremen tätig an der Schule Waller Ring. Danach wird er sein Referendariat antreten – wo, steht noch nicht fest.

Seit der Saison 2017/18 ist der 2,02 Meter große Rückraumspieler beim TV Cloppenburg aktiv; davor spielte er bei der TSG Großburgwedel (Dritte Liga Nordost), bei Eintracht Hildesheim II (Oberliga) und der SG Achim/Baden (Oberliga); gelernt hat er das Handballspielen beim HC Bremen, wurde mit der B-Jugend Norddeutscher Vizemeister und erreichte danach bei der Deutschen Meisterschaft das Viertelfinale und mit der A-Jugend das Achtelfinale.

Aber nicht nur in der Halle spielt Gülzow stark auf: Er wurde im Beachhandball Deutscher Vizemeister und mit dem Nationalteam bei der Europameisterschaft 2019 in Stare Jablonki (Polen) Sechster.

„Sehr, sehr schade, dass Erik diese Saison beenden muss. So einen Spieler wie ihn, der in jeder Beziehung ein Vorbild ist, wünscht sich jeder Trainer. Er motiviert das Team sehr gezielt und unspektakulär. Er ist ein großes Vorbild, auch jetzt, wo er als Kapitän das Team nur von der Bank aus unterstützen kann“, sagt der TVC-Trainer Barna-Zsolt Akacsos. In einem Gespräch mit der NWZ äußert sich Erik Gülzow zur momentanen Situation:

Frage: Wie geht es Ihnen?
Erik Gülzow: : Gesundheitlich geht es mir im Alltag ganz gut – eben bis auf die Schulter. So könnte ich, abgesehen von der grassierenden Pandemie, ohnehin nur Lauftraining absolvieren, was ich zurzeit auch tue. Eigentlich sollte ich am Donnerstag in die Uni-Klinik in Hannover zu einer Vorbesprechung fahren. Dieser Termin ist wegen des Coronavirusses auf Mai verschoben worden. Ich hoffe, dann mehr über den Heilungsplan zu wissen.
Frage: Auch der TVC muss eine Zwangspause einlegen . . .
Gülzow: : Ja, auch unsere Mannschaft ist auf Eis gelegt. Es ist schade, denn es lief so gut, auch wenn wir zuletzt Rückschläge hatten. Gegen einen Tabellenführer zu spielen, der wir 26 Wochen lang waren, darauf ist jeder Gegner heiß. Bissendorf/Holte hatte einen Sahnetag gegen uns erwischt und verdient gewonnen, Fredenbeck, gerade mit neuem Trainer, war sehr stark und hatte Glück mit dem Ausgleich in letzter Sekunde. Richtig schwach waren wir in Elsfleth, da stand das Team gar nicht auf der Platte.
Frage: Konnten Sie der Mannschaft als Kapitän zuletzt noch helfen?
Gülzow: : In den letzten Spielen – ohne mich auf dem Feld – war ich gefordert, die Mannschaft moralisch zu unterstützen. Ich war immer auf der Bank mit dabei und habe versucht, mit Tipps zu helfen und unseren Trainer zu unterstützen.
Frage: Der Trainer und Sie haben gleichzeitig beim TVC begonnen . . .
Gülzow: : Ja, zusammen mit ,Axy’ habe ich in der Saison 2017/18 beim TV Cloppenburg angefangen und muss sagen: Er ist genau der richtige Trainer für uns. Mir gefällt sein Spielstil, offensiven, temporeichen, attraktiven Handball zu zeigen. Das kommt mir sehr entgegen. Unser Trainer ist sehr offen, sehr fair und lässt nie das Menschliche außer Acht.
Frage: Ist der TVC nach der Entwicklung in den letzten Jahren reif für den Aufstieg?
Gülzow: : Davon bin ich überzeugt. Die Mannschaft hat sich seit der Saison 2017/18 stetig weiterentwickelt, den Spielstil des Trainers immer besser umgesetzt. Die Mannschaft ist personell immer mehr verstärkt worden, so dass wir auf allen Positionen doppelt gut besetzt sind. So ist das Ziel, schon in dieser Saison aufzusteigen, durchaus realistisch. 26 Wochen lang auf Platz eins zu stehen, unterstreicht das. Wichtig für das Selbstvertrauen war der Sieg in Fredenbeck und die Leistung in Altjührden (Red.: mit acht Toren von Gülzow). Höhepunkt war der Sieg in der Sporthalle Leharstraße gegen Schwanewede/Neuenkirchen, als 60 Minuten quasi alles gelang. Schade, dass wir am kommenden Wochenende das wohl titelentscheidende Topspiel gegen Habenhausen nicht spielen dürfen.
Frage: Was meinen Sie: Wie geht die Saison weiter und wie wird über den Aufstieg entschieden?
Gülzow: : Ich bin skeptisch, dass die Saison noch weitergeführt werden kann. Sportlich wäre es schön und gerecht. Aber die Gesundheit aller muss im Vordergrund stehen. Da das wichtige Rückspiel gegen Habenhausen fehlt, wir punktgleich sind und dann der direkte Vergleich den Ausschlag gäbe, sollte ein Duell mit dem ATSV auf jeden Fall – und selbst als Geisterspiel – zustande kommen.
Frage: Dann müsste der TVC mit mindestens sieben Toren Unterschied gewinnen . . .
Gülzow: : Beim 27:33 haben wir es nach der Verletzung von Mark Schulat ein wenig laufen gelassen. Da hat niemand an einen direkten Vergleich als Titelentscheidung gedacht. Außerdem wären wir bei einem Sieg wieder zwei Punkte vor dem ATSV. Deshalb wäre für mich die beste Lösung, ein echtes Entscheidungsspiel auf neutralem Platz, um den Aufsteiger zu ermitteln.
Frage: Sie sind auch als Beachhandballer erfolgreich. Wie sieht es mit der Beach-Handball-WM aus?
Gülzow: : Die WM in Pescara in Italien ist für Anfang Juli geplant. Ich habe große Zweifel daran, dass sie stattfinden wird. Ginge es nach Nationaltrainer Konrad Bansa, wäre ich dabei, wenn meine Schulter das zuließe. Aber auch hier bleibt alles offen.

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Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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