Cloppenburg Als Adolf Scheidt aus der Talentschmiede des BV Cloppenburg in den Herrenbereich wechselte, galt er als ein großes Talent. Aber in jenen Jahren – gegen Ende der 40er Jahre – in die erste Elf des BV Cloppenburg zu gelangen, war kein Kinderspiel. Die Cloppenburger Mannschaft war gespickt mit Platzhirschen, die um ihre Plätze kämpften. Zudem sahen die damaligen Regeln keine Auswechslungen in Pflichtspielen vor. Selbst in Freundschaftsspielen wurde kaum gewechselt, weil keiner seinen Platz freiwillig hergeben wollte.

Kämpferherz

Doch Scheidt besaß ein Kämpferherz und einen langen Atem. Spätestens nachdem er im Jahr 1950 sein Abitur am Clemens-August-Gymnasium in Cloppenburg (Klasse G 12) gemacht hatte, startete er beim BV Cloppenburg durch. Seinerzeit spielte der BVC in der Amateuroberliga Niedersachsenliga-West. In der Saison 1951/1952 traf Scheidt für den BVC in jener Saison zweistellig.

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erinnerung

Der am 4. Februar 2018 verstorbene Cloppenburger Fußball-Torjäger Adolf Scheidt wäre am 17. August dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

Anlässlich dieses Ehrentages und seiner beeindruckenden sportlichen Laufbahn blickt unsere Redaktion in einer mehrteiligen Serie auf die fußballerische Laufbahn Scheidts beim BVC und Preußen Münster zurück.

In diesem Serien-Teil „Adolf Scheidt – Torjäger mit Herzblut“ geht es um seine Zeit in der ersten Herrenmannschaft des BV Cloppenburg.

Doch den Abstieg konnte auch er mit seinen Toren nicht verhindern. Die Cloppenburger mussten eine Etage tiefer, ehe sie in der Saison 53/54 wieder ans Tor zur Amateuroberliga klopften. Jene Saison sollte Scheidts Durchbruch im BVC-Dress werden. Nach eigener Aussage machte Scheidt in jener Saison 54 Tore.

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Als Meister der Amateurliga nahm er mit dem BVC an der Aufstiegsrunde teil. In der Zwischenzeit hatten auch die Gegner spitz gekriegt, dass die Cloppenburger ein echtes Sturmjuwel besaßen. Doch Scheidt machte auch in der Aufstiegsrunde seine „Buden“. Wie zum Beispiel beim 4:2-Erfolg in Nordenham.

Schlussendlich gelang ihm mit dem BVC der Aufstieg in die Amateuroberliga. In der neuen Saison 1954/1955 startete der BVC somit wieder in der Amateuroberliga.

Torriecher

Die Gegner waren stärker, aber Scheidts Torriecher machte dies nichts aus. In 22 Punktspielen machte er 27 Tore. Zudem traf er in zwei DFB-Pokalpartien für den BVC drei Mal.

Scheidts Tore am laufenden Band weckten das Interesse anderer Clubs. Eines Tages trudelte bei Scheidt ein Telegramm von Eintracht Nordhorn ein. Die Eintracht zeigte Interesse am Stürmer.

Das Telegramm trug folgenden Wortlaut: „Rückdrahtet wann und wo am Sonntag Unterredung mit Ihnen möglich. Unkosten werden erstattet = Eintracht Rekers“

Großes Interesse an Scheidt zeigten auch die Preußen aus Münster. Sie spielten damals in der erstklassigen Oberliga West.

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