Cloppenburg Die Saison 1956/1957 verlief für Preußen Münster aus sportlicher Sicht alles andere als berauschend. Die Mannschaft um Stürmer Adolf Scheidt (1930 - 2018) legte eine Achterbahnfahrt sondergleichen hin. Dies führte dazu, dass das Abstiegsgespenst den Preußen ab und an auf die Pelle rückte.

Aber die Tore von Scheidt verhinderten einen Abstieg in die Amateuroberliga. Bereits am dritten Spieltag hatte er – wie im siebten Teil der Serie berichtet – gegen RW Essen zweimal „geknipst“.

Starke Torhüter

Dadurch verhalf er seinem Team zu einem 3:2-Heimerfolg. Dass sich ihm auf seiner Torejagd die bekanntesten Schlussmänner Deutschlands in den Weg stellten, schien den gebürtigen Cloppenburger nicht sonderlich zu beeindrucken. Essens Torhüter Fritz Herkenrath (RWE) schaufelte er die Kugel ins Netz genauso wie dem legendären 54-er Weltmeister Anton „Toni“ Turek. Der von Hörfunk-Reporter Herbert Zimmermann als „Fußballgott“ bezeichnete Turek (Borussia Mönchengladbach) unterlag den Münsteranern um Scheidt am Bökelberg mit 1:4. In jener Begegnung am siebten Spieltag der Oberliga West traf Scheidt in der 34. und 48. Minute.

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Rund zwei Wochen später trug sich Scheidt im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum (4:3) erneut als Doppeltorschütze ein. Anschließend sollte Scheidt erst Anfang des Jahres 1957 in einem Pflichtspiel wieder treffen. Zudem Zeitpunkt steckte die halbe Liga im Abstiegskampf. Aber die Scheidt-Elf schaffte den Klassenerhalt, und das Abstiegsgespenst hatte somit in Münster nichts zu lachen gehabt.

Angebot von Bayer

Bei Scheidt trudelten in den 50-er Jahren öfter Anfragen von anderen Clubs ein. Längst hatten die Scouts der Ligakonkurrenten den beidfüßigen Mittelstürmer aus der Domstadt auf dem Zettel. Auch Bayer 04 Leverkusen warf seine „Angel“ nach Scheidt aus. Das Angebot vom Niederrhein war für damalige Verhältnisse nicht ohne. „Wäre ich zu Bayer gegangen, hatte ich ein Auto bekommen“, erinnerte sich Scheidt zu seinen Lebzeiten im Gespräch mit unserer Redaktion im Juli 2006 an die Bayer-Anfrage zurück. Aber Auto hin, oder her. Der Torjäger blieb bei den Preußen.

 Vorschau auf Teil neun: Scheidt dribbelte sich in das Notizbuch von Bundestrainer Sepp Herberger.

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