Cloppenburg Auch im dritten Teil der mehrteiligen NWZ-Serie über Kuriositäten aus dem Fußball-Kabinett hiesiger Vereine geht es wieder turbulent zu.

Lizenz-unterlagen

Es war alles andere als ein schlechter Scherz, der im April 2006 in den Umkleidekabinen der hiesigen Fußballclubs von den Spielern heftig diskutiert wurde. Was war passiert?

Der ambitionierte Bezirksoberligist VfL Löningen, der mit seinem Trainer Daniel Breher um den Aufstieg spielte, leistete sich im Saisonendspurt eine folgenschwere, organisatorische Panne.

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Die Löninger vergaßen nämlich die Lizenzierungsunterlagen formgerecht und fristgerecht bis zum 31. März 2006 beim Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) einzureichen. Die wichtigen Unterlagen, die die VfL-Verantwortlichen bearbeitet und zusammengestellt hatten, waren auf der Geschäftsstelle des Clubs liegen geblieben. Dumm nur, dass ausgerechnet in jenen Tagen die Geschäftsstelle unbesetzt war. Die damalige Geschäftsstellen-Leiterin war zu der Zeit krankgeschrieben.

Das fahrlässige Verhalten der Löninger rächte sich. Zumal auch das Gnadengesuch beim NFV erfolglos verlief. Am 27. April, um exakt 16.07 Uhr machte eine Pressemitteilung des NFV wie ein Lauffeuer die Runde. In dem Schreiben wurde noch einmal von Seiten des Verbandes deutlich gemacht, dass der VfL nicht am Lizenzierungsverfahren für die Niedersachsenliga teilnehmen wird. Damit waren die Aufstiegshoffnungen der Löninger zerplatzt wie die berühmte und oft zitierte Seifenblase.

Geplatzter Transfer

Im Mai 2008 machte das Gerücht die Runde, dass ein Gönner des Fußball-Kreisligisten SV Thüle den Top-Torjäger Ferdi Diedrich im Alleingang für den Club verpflichtet hätte. Auch innerhalb des Clubs soll es zu Meinungsverschiedenheiten deswegen gekommen sein. Die Meldungen schlugen hohe Wellen. Denn ein Spieler wie Diedrich garantierte für viele Treffer. Die Verpflichtung klappte aber nicht.

Am 23. Mai 2008 schickten die Verantwortlichen des SV Thüle diese Pressemitteilung heraus: „Der Wechsel von Ferdi Diedrich zum SV Thüle ist endgültig gescheitert. Die Information, dass ein Sponsor des SV Thüle im Alleingang die Verpflichtung von Ferdi Diedrich betrieben hat, ist falsch.

Dieser Sponsor hatte den Kontakt hergestellt und Diedrich zum Wechsel nach Thüle bewegt. Trainer Marcus Piehl, ein Vorstandsmitglied, sowie die im Verein für den Mannschaftskader verantwortliche Person waren hierüber jederzeit informiert. Diese haben jetzt auch die Verantwortung für den mehr als unglücklichen Verlauf dieser Aktion übernommen.

Nachdem der Wechsel schon perfekt schien, wurden im Verein einige Informationsdefizite festgestellt, die schließlich dazu führten, dass der Wechsel nicht mehr zustande kam. Die Vorsitzenden und der Gesamtvorstand des SV Thüle wurden von dieser möglichen Neuverpflichtung erst in Kenntnis gesetzt, nachdem bereits ein Teil der Presse darüber informiert worden war.

Piehl entschuldigte sich damit, dass man nie damit gerecht habe, dass der Wechsel vom Top-Torjäger der Bezirksliga zum SV Thüle gelänge. Daher habe niemand die Vorsitzenden und den Gesamtvorstand über diese mögliche Verpflichtung informiert.

Dieses führte zu heftigen Unruhen innerhalb des Vereins, so dass sich beide Seiten entschlossen, den Wechsel nicht mehr zu vollziehen, obwohl aus Sicht des SV Thüle eine Verpflichtung von Ferdinand Diedrich spielerisch und auch menschlich eine Bereicherung gewesen wäre.“ gez. SV Thüle.

Marschall knallhart

Saison 1995/1996: Beim VfL Löningen gab es Knatsch.

Der damalige Trainer des Bezirksklassisten, Heinz Marschall, warf die Spieler Sebastian Kalinowski und Krzysztof Potrzebski aus dem Kader. Das Duo hatte im Spiel gegen den TuS Lutten unentschuldigt gefehlt, heißt es im NWZ-Bericht vom 22. November 1995. Sowohl Kalinowski als auch Potrzebski hatten sich erst im Februar 1995 dem VfL Löningen angeschlossen.

Stephan Tönnies Lokalsport / Redaktion Münsterland
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