Cloppenburg Der Radsport hat in Cloppenburg eine lange Tradition. Bereits in den 50er-Jahren waren die Straßenrennen in Cloppenburg eine Veranstaltung der Marke Klassiker. In diese Kategorie gehörte auch das Rennen der Radsportabteilung des MSC Cloppenburg am 1. Juni 1958.

Kein Zuckerschlecken

Die Radstrecke war kein Zuckerschlecken für die teilnehmenden 14 Fahrer der Jugendklasse A und 42 Fahrer in der Juniorenklasse „C“. Dazu schrieb die NWZ in einem ihrer damaligen Vorberichte am 29. Mai auf die Veranstaltung: „Rund 100 Kilometer Rennstrecke für die Junioren! Das ist ein Beweis dafür, welche Energieleistungen von diesen Fahrern verlangt werden. Denn Radsport ist kein Motorsport; allein Muskelkraft und Ausdauer sind für den Sieg entscheidend. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Macher der Radsportabteilung und ihre Helfer nichts dem Zufall überlassen.

Polizei sichert Strecke

Der Polizeiabschnitt Cloppenburg sicherte mit Hilfe der motorisierten Verkehrsbereitschaft der Oldenburger Kollegen das Turnier verkehrsmäßig ab. Dass das Turnier keine 08/15-Veranstaltung war, zeugte schon davon, dass die damalige Cloppenburger Geschäftswelt die Veranstaltung mit Ehrenpreisen für Sieger und Platzierte unterstützte.

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Das Teilnehmerfeld bestand nicht nur aus Akteuren aus dem Oldenburger Münsterland. „Wenn dieses Rennen am Sonntag, dem 1. Juni 1958, um 14 Uhr gestartet wird, werden namhafte Fahrer aus Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und anderen Landesbezirken auf die Strecke geschickt“, schrieb die Nordwest-Zeitung am 29. Mai 1958.

So verlief die Rennstrecke der Veranstaltung im Juni 1958

Ein paar Tage vor dem damaligen Start des Straßenrennens der Radsportabteilung des MSC Cloppenburg gab die Verwaltungsbehörde die Rennstrecke frei.

Der Start war beim damaligen Schützenhof. Dort war auch das Ziel. Ab dem Schützenhof ging es über die Emsteker Straße in Richtung Emstekerfeld und von dort weiter nach Westeremstek (Gasthof Kühling). Von dort bogen die Teilnehmer nach Cappeln ein.„Über Lankum geht es zurück nach Cloppenburg zum Schützenhof an der Emsteker Straße – 13 Kilometer. Die B-Jugend fährt drei, die A-Jugend fünf, das Feld der Junioren (Klasse C) sogar acht Runden“, berichtete die NWZ am 29. Mai 1958.

Die MSC-Fahrer waren jedenfalls schon vor Renn-Beginn in einer starken Verfassung. So hatte einige Tage zuvor eine MSC-Crew mit Erfolg beim Bahnrennen des RV Urania in Delmenhorst teilgenommen. Der Höhepunkt der Veranstaltung war das 150-Runden-Mannschaftsfahren nach „Sechs-Tage-Art“.

Dort bildeten laut NWZ vom 20. Mai 1958 Riesenbeck/Frost, Hannöver/Koopmann und Thobe/Stenzel, Osnabrück, jeweils ein Team. Aber die Cloppenburger trafen auf bärenstarke Konkurrenten. Zudem hatte Koopmann Pech, der nach einem Sturz ausgeschieden war.

Als „Ersatz“ sprang Bartels (Oldenburg) ein, der mit Hannöver eine neue Mannschaft geformt hatte. Am Ende des Tages erreichten sie den sechsten Platz. Koopmann und Hannöver erhielten in Delmenhorst auch Ehrenpreise. Auch beim sogenannten Straßen-Rundstreckenrennen des RV Sturmvogel in Wilhelmshaven zeigten sich die Cloppenburger auf Zack. Beim Rennen über 70 Runden – insgesamt 100 Kilometer – stellten die Cloppenburger in Person von Josef Riesenbeck den besten Fahrer des Bezirks Oldenburg. Hochmotiviert durch das gute Abschneiden bei den Rennen in Delmenhorst und Wilhelmshaven wollten die Lokalmatadore auch vor eigenem Publikum in Cloppenburg glänzen.

„Spurtfieber“ bricht aus

Doch dies war kein Kinderspiel, denn neben der anspruchsvollen Strecke kam das Wetter dazu. Die Sonne schien sehr stark, als es an den Start ging. Doch einen Schongang legten die Akteure nicht ein. Das „Spurtfieber“ war ausgebrochen und so kamen auf einer schnellen Strecke vor Cappeln bei leichten Gefälle sogar Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometer zustande, schrieb die NWZ am 2. Juni 1958.

Riesenbeck wird Zweiter

Die Teilnehmer der Jugendklasse A mussten fünf Runden (65 Kilometer) absolvieren. Platz eins ging an Hagedorn vom RV Edelweiß Osnabrück. Er kam nach 1:57:52,4 Stunden ins Ziel. „Jungenbester der Bezirksklasse Oldenburg wurde Benno Lockmann, Cloppenburg, der in der Gesamtwertung der Jugendklasse an vierter Stelle lag“, heißt es in der NWZ vom 2. Juni 1958.

In der Wertung der Juniorenklasse C (acht Runden, insgesamt 104 Kilometer) schnappte sich Persicke den Preis der Stadt Cloppenburg. Auf Platz zwei kam Josef Riesenbeck (Cloppenburg).NWZ

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