Cloppenburg Adolf Scheidt wird in eine unruhige Zeit hineingeboren. Am 17. August 1930 kommt er in Cloppenburg als Sohn von Johann und Elisabeth Scheidt zur Welt. „Adolf hatte drei Geschwister. Angela-Christina, Elisabeth und Peter“, erinnert sich sein Neffe Reinhold Wulfers im Gespräch mit unserer Redaktion an seinen Onkel zurück.

Das Jahr 1930 hatte es in vielerlei Hinsicht in sich. Rund vier Wochen vor der Geburt Scheidts hatte Reichspräsident Paul von Hindenburg den Reichstag aufgelöst. Die Welt des Sports produzierte schon damals täglich neue Schlagzeilen. Hertha BSC gewann die Deutsche Meisterschaft und Uruguay gewann die erstmals ausgerichtete Fußball-Weltmeisterschaft.

straßenfußballer

Der Fußball – damals noch aus Leder – sollte auch das Leben von Adolf Scheidt maßgeblich beeinflussen. Auch in der Soestenstraße in Cloppenburg, wo Scheidt aufwächst, spielten Jungs wie er begeistert Fußball. Sie sind echte Straßenfußballer und wer in „seiner“ Straße einen Lederball besaß, war ein „König“ und bestimmt wo es langging. Es wurde gebolzt und an den Wochenenden besuchten Scheidt und seine Kumpels die Heimspiele des aufstrebenden örtlichen Fußballclubs BV Cloppenburg.

Dass in Scheidt ein großes Talent heranwuchs, wurde bereits in den letzten Kriegsjahren deutlich. So gelangen Scheidt seinerzeit im Dress von der Reichsbahn Sportgemeinschaft Cloppenburg gegen Victoria Oldenburg drei Tore. Er war eine Sportskanone. Bei einem Sportfest siegte er im Weitsprung. Im Hochsprung belegte er mit Paul Thobe den ersten Platz.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war an einen regulären Spielbetrieb im Fußball nicht mehr zu denken. Die Fronten brachen zusammen, und die Menschen hatten andere Sorgen, als über Dribblings und Ergebnisse zu philosophieren. Abgeworfene Bomben hatten zudem die Spielstätte des BVC im Herzen der Stadt schwer beschädigt.

Der Krieg kostete auch Weggefährten von Scheidt das Leben. „Aloys Hempe aus Elsten fiel leider im Krieg. Er wohnte in den Wintermonaten bei uns in der Soestenstraße“, erinnerte sich Scheidt im Jahr 2004 im Gespräch mit unserer Redaktion.

Bombenangriffe

Scheidts Heimatstadt Cloppenburg wurde im Krieg durch Bombenangriffe und Kämpfe schwer zerstört. Doch schon einige Monate nach Kriegsende sollte auch in Cloppenburg der Ball wieder rollen. Und auch der Youngster Adolf Scheidt aus der Soestenstraße begab sich wieder auf Torejagd.  Vorschau auf Teil II: Scheidt erhält seine ersten Fußballschuhe. Zudem sorgt er mit dem BVC für Furore.

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