Cloppenburg Das Sportverbot für Kontaktsportarten jeglicher Art ist bis einschließlich Sonntag, 11. Oktober durch den Landrat verlängert worden. Die Allgemeinverfügung des Landkreises Cloppenburg zur Eindämmung der Atemwegserkrankung „Covid-19“ durch den Corona-Viruserreger SARS-CoV-2 durch Verbot der Ausübung von Freizeit- und Vereinssport auf öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie in öffentlichen und privaten Sport-, Turn-, und Schwimmhallen vom 17. September wurde damit ersetzt.

Damit fällt, da alle Sportler und Sportlerinnen auch außerhalb des Landkreises nicht aktiv werden dürfen, der Saisonstart des Handball-Drittligisten TV Cloppenburg am Samstag, 3. Oktober, beim ASV Hamm-Westfalen II aus. Ebenfalls muss auch geplante Heimspielstart des Neulings am Samstag, 10. Oktober, gegen die SG Schalksmühle-Halver Dragons auf unbestimmte Zeit verlegt werden.

Somit erweitert sich die Trainingszwangspause für den TV Cloppenburg um weitere elf Tage. „Wir haben gut vier Wochen lang keinen Ball mehr in der Hand gehabt und das in der wichtigsten Saison-Vorbereitungsphase in dieser Sportart“, sagt Barna-Zsolt Akacsos, Trainer des Drittligisten, der sich zu Hause erst einmal per Krafttraining abreagiert hatte, nachdem er von dieser weiteren Hiobsbotschaft erfuhr. Er bastelt unverdrossen an einem neuen Alternativprogramm, denn nach Ablauf der Quarantäne für seine Spieler dürfen diese zumindest ab kommenden Montag einzeln wieder Lauftraining betreiben und im Fitness-Studio an ihrer Wurfkraft arbeiten.

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Unter diesen Vorbedingungen hofft Akacsos aber auch, sollte ab dem 11. Oktober wieder ein Mannschaftraining möglich werden, dass die dritte Partie beim Titelfavoriten VfL Eintracht Hagen, geplant für Sonntag, 18. Oktober, ebenfalls verlegt wird. „Mindestens zehn Tage vor dem ersten Spiel muss sich die Mannschaft vorbereiten können, ansonsten ist die Verletzungsgefahr viel zu groß“, denkt der Coach vor allem an Muskel- und Schulterverletzungen.

Da jedoch der Terminplan mit 34 (!) Punktspielen ohnehin kaum Ausweichmöglichkeiten vorsieht, wird es schwierig. Spiele am zweiten Weihnachtstag, am 2. Januar und in der Karnevalswoche drohen, Begegnungen innerhalb der Woche sind angesichts der Entfernungen kaum möglich – vielleicht im nur gut 160 Kilometer entfernten Hamm. Da Ausfälle bei anderen Clubs und in anderen Regionen wahrscheinlicher werden, ist sogar eine Verkürzung der Saison möglich, könnten zum Beispiel nach der Hinrunde, die sechs besten Clubs um den Aufstieg, die sechs schlechtesten Teams gegen den Abstieg und die restlichen sechs Teams um die „Goldene Ananas“ spielen.

Die Verlängerung des Sportverbots betrifft auch den BV Garrel. Deren weibliche Jugend A hat in der Bundesliga- Vorrunde bereits zwei Spiele verlegen müssen, hinzu kommt nun die Partie bei Werder Bremen. Die vier Gruppenspiele sollten laut Plan bis zum 11. Oktober beendet sein.

Der Frauen-Drittligist BV Garrel beginnt laut Plan am Samstag, 17. Oktober, mit einem Heimspiel gegen Borussia Dortmund II. Eine Verschiebung liegt nahe, die angesichts von zwölf Teams und nur 22 Spieltagen zurzeit noch realisierbar erscheint.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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