Cloppenburg Normal wäre im Handball der Saisonstart Anfang September gewesen. Unter Corona-Bedingungen ist nichts normal und vieles offen, wie auch Handball-Drittliga-Neuling TV Cloppenburg seit Abbruch der Saison 2019/20 erlebte, und zusätzlich einige Hürden bewältigen musste und muss.

Der TV Cloppenburg

Der Kader Torhüter Hendrik Legler, Nils Buschmann, Paulus Götting. Im Rückraum Adam Pal (FKSE Algyö, Ungarn), Matthias Andreßen, Aljoscha Mick (alle rechts), Mikkel Beck (HØJ Elite Ølstykke, Dänemark), Mark Schulat, Peter Gronotte (alle Mitte), Bence Lugosi, Jeppe Villumsen (FIF Frederiksberg, Dänemark), Nils Uwe Hansen, Erik Gülzow (alle links). Außen Jannis Koellner, Vincent Saalmann (beide links), Max Borchert, Edwin de Raad, Max Tapken (alle rechts). Kreis Ole Harms, Nils Goepel (HSG Schwanewede/Neuenkirchen). Abgänge Chris Danielzik (Elsflether TB), Janik Köhler (HSG Delmenhorst), Robin Imhorst (beruflich nach Hannover). Trainer Barna-Zsolt Akacsos. Co-Trainer Kevin Rake. Physiotherapeutinnen Laura Schultz, Marlen Osterburg. Team-Management Maik Niehaus (Geschäftsführung, Sportliche Leitung), Ralf Sandmann Geschäftsführung, Heimspielorganisation), Georg Engelhardt (Sportliche Leitung), Christian Bien (Öffentlichkeitsarbeit), Jürgen Meyer (Finanzen), Maximilian Mayrhofer (Vermarktung/Marketing). Favoriten VfL Eintracht Hagen, TuS Vinnhorst. Saisonziel Klassenerhalt.

Nach monatelanger Tabellenführung in der Oberliga kostete ein kurzes Formtief dem TVC beim Saisonabbruch Platz eins und brachte wochenlange Ungewissheit. Am 19. Mai rückte das Team als bester Zweitplatzierter aller Oberligisten in die Dritte Liga auf. 17 Tage nachdem der TVC am 2. Juli mit der Saisonvorbereitung begann, als damals der normale Saisonstart im Raum stand, dann die Verschiebung auf den 3./4. Oktober.

So musste Trainer Barna-Zsolt Akacsos seine Pläne umstellen. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, wie er heute bestätigte. „30 bis 40 Prozent meiner Pläne musste ich verwerfen oder verändern und tue es auch heute noch“, sagt er. Denn als nach einer geplanten Trainingspause Ende August es in die entscheidende Vorbereitungsphase gehen sollte, platzte während des Turniers beim TvdH Oldenburg die Quarantäne mit Sportverbot bis zum 26. September. Dem schloss sich das generelle Sportverbot des Gesundheitsamtes Cloppenburg bis zum 11. Oktober an.

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Viel Heimarbeit

„Ich bin froh, dass wir wenigstens seit dem 8. Oktober schon wieder in die Halle dürfen“, sagt Akacsos, der zwar einen dank Heimarbeit diszipliniert an der Kondition und der Kraft arbeitenden Kader vorfand. Dem fehlt aber im Hinblick auf den verspäteten Start an diesem Sonntag, 18. Oktober, 17 Uhr, beim Top-Favoriten der Liga VfL Eintracht Hagen etwas ganz Wichtiges: Dynamik und Schnelligkeit sowie Explosivität im Abschluss. „Dies kann man nicht innerhalb weniger Tage zurückgewinnen, zumal große Verletzungsgefahr besteht, wenn zu früh und mit zu viel Ehrgeiz an diese Aufgabe herangegangen wird“, so der Coach. Er hofft, dass zumindest die Stärken in der Abwehr, dieses Thema stand in der Vorbereitung zunächst im Fokus, schnell wieder ausgespielt werden können. Die Mängel im Angriff was Abläufe, Timing und Variabilität betrifft, werden wohl erst in den nächsten Wochen abgebaut werden.

Personell brachte die Zwangspause mit den Spielausfällen in Hamm und gegen Schalksmühle/Halver (die Dragons) einen kleinen Lichtblick. Neuzugang und Kreisläufer Nils Goepel konnte nach langer Verletzung und Einzelauftraining am vergangenen Donnerstag erstmals das Mannschafts-Training aufnehmen. Er wird wohl zunächst eher in der Abwehr Spielanteile bekommen. Auf jeden Fall an einem Mittwoch werden beide Spiele nachgeholt, auch wenn beruflich bedingt Mittelmann Mark Schulat dann auf jeden Fall ausfällt.

Mögliche Ausfälle

Trotz der langen Pause hat Neuzugang Adam Pal immer noch Schulterprobleme, fällt Torwart Hendrik Legler (Pfeifersches Drüsenfieber) noch aus. Hier wird in dieser Woche wie bei Pal eine Untersuchung zeigen, wann er wieder mitwirken kann.

Allen Problemen im Vorfeld zum Trotz lässt sich der TVC-Coach die Freude auf die neue Aufgabe nicht nehmen. „Die Jungs haben sich allen schwierigen Situationen bisher sehr gut gestellt und freuen sich wie ich auf die neue Liga. Im Moment haben wir gar nichts zu verlieren, zumal Eintracht Hagen für mich sowieso der Topfavorit neben dem TuS Vinnhorst ist“, sagt Akacsos, der per livestream viele Partien des ersten und zweiten Spieltages gesehen hat. Sein Fazit: „Es wird enorm viel im Angriff über die Außenpositionen der Erfolg gesucht. Dort agieren exzellente Spieler. Im Angriff wird allgemein sehr viel auf die individuellen Stärken und weniger auf feste Spielzüge gesetzt.“

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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