Cloppenburg Die vereinseigene Halle ist für die Handballer des TV Cloppenburg Heimat und Festung zugleich. An der Schulstraße lehren sie immer wieder Gegner das Fürchten, und so mancher Gast hat dort schon gelernt, wie toll die Stimmung bei einem Oberliga-Spiel sein kann. Der TVC ist als Hausherr meist auch im Spiel Herr des Geschehens – aber eben nicht immer. Manchmal müssen die Cloppenburger der Musik hinterherrennen, und das mögen sie gar nicht. Es ärgert sie ungemein, wenn plötzlich der Gast Chef im Ring ist. So geschehen Mitte Dezember letzten Jahres: Im Heimspiel gegen die HSG Delmenhorst wollte den Cloppenburgern fast gar nichts gelingen. Statt eines weiteren Heimspielfestes erlebten die wie gewohnt zu Hunderten gekommenen Zuschauer eine Delmenhorster Demonstration der Stärke. 7:2 führten sie nach neun, 12:4 nach 15 Minuten. Und am Ende stand es 28:19 für die HSG. Ein Albtraum für TVC-Coach Barna-Zsolt Akacsos und seine Spieler. Ein Albtraum, aber im Nachhinein auch eine Motivationshilfe für das letzte Saisonspiel. An diesem Samstag tritt der TVC um 19.30 Uhr in Delmenhorst an. „Das Spiel ist sehr wichtig für uns“, macht Akacsos klar. „Der bittere Geschmack der Klatsche ist noch da, und den wollen wir jetzt loswerden.“

Dementsprechend akribisch hat sich der Tabellenvierte, der nicht mehr abrutschen kann, auf die Partie vorbereitet. „Obwohl wir zurzeit nur eine kleine Truppe sind, haben wir in der Woche sehr ernsthaft trainiert“, berichtet Akacsos, dessen Team, wenn alles perfekt läuft, noch Platz drei der Abschlusstabelle erobern kann.

„Delmenhorst hat eine sehr gute Mannschaft mit Zweitliga-Erfahrung“, sagt der TVC-Trainer über die Spieler des vier Punkte hinter den Cloppenburgern platzierten Tabellenfünften. „Aber in der Hinrunde haben wir gegen Delmenhorst unglaublich viele technische Fehler gemacht. Das war unser schlechtestes Heimspiel, und da ist jetzt Wiedergutmachung angesagt.“

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Nur allzu gerne würde der Cloppenburger Coach, der weiter auf Tobias Freese und Erik Gülzow verzichten muss, dem dunklen Fleck aus dem Dezember noch ein leuchtendes Beispiel für ein tolles Auswärtsspiel entgegensetzen. Schließlich ist er mit der Spielzeit insgesamt sehr zufrieden. „Wir haben in dieser Saison viel erreicht. Vor allem die Arbeit an unserer Abwehr hat viel gebracht. Nun sind wir bereit, in der nächsten Saison anzugreifen.“

Aber erst einmal wird in Delmenhorst angegriffen. „Wenn wir tatsächlich noch Dritter werden würden, wäre das die Krönung einer tollen Saison“, sagt Akacsos. „Schließlich war die Oberliga in dieser Saison so stark wie noch nie.“ Und ein Sieg in Delmenhorst wäre für den TVC eine Genugtuung. Die Cloppenburger lassen sich nun mal nicht gerne in ihrer Festung vorführen . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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