Cloppenburg Sie kamen in rot auf die Platte, trafen auf die in weiß gekleideten Aufsteiger der HSG Delmenhorst und erwischten einen rabenschwarzen Abend: die Oberligahandballer des TV Cloppenburg verloren das Spiel gegen den Aufsteiger am vergangenen Samstagabend vor eigener Kulisse mit 19:28 (12:16).

Schon von Beginn an nahmen die Gäste aus der Delmestadt das Zepter in die Hand und bestimmten das Geschehen in der TVC-Halle. Delmenhorst packte in der Deckung entschlossen zu, wie sie es schon eine Woche zuvor bei der unglücklichen 21:23-Heimniederlage gegen den Überflieger der Liga OHV Aurich gezeigt hatten. Sie standen sehr kompakt und machten das Spiel nach vorne schnell. Zu schnell für den TVC, der nach neun Minuten und beim Stand von 2:7 bereits deutlich in Rückstand lag.

Dem TVC gelang im ersten Durchgang nur wenig: in der Defensive ließen die Gastgeber den Aufsteiger gewähren und immer wieder zum Abschluss kommen, während die eigenen Wurfversuche entweder zu hastig oder zu ungenau platziert waren.

TVC-Coach Barna-Zsolt Akacsos nahm eine frühe Auszeit und versuchte, seine Mannen wieder auf Kurs zu bringen. Doch der TVC-Dampfer kam nicht in Fahrt. Vor allem der aus allen Lagen gefährliche Tim Coors (10 Treffer) war von der TVC-Deckung nie in den Griff zu bekommen. Nach einer Viertelstunde lag der TVC beim Stand von 4:12 bereits mit acht Toren Abstand zurück. Das Spiel schien eine deutliche Richtung zu nehmen, Daran änderte auch das Aufbäumen der Gastgeber nichts. Zwar kam der TVC zur Pause noch bis auf 12:16 heran, ließ aber dennoch vieles vermissen und machte es der HSG phasenweise sehr einfach.

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Delmenhorst hielt die Deckung im eigenen Spiel eng und das Tempo hoch – Cloppenburg wirkte auch nach dem Seitenwechsel völlig von der Rolle. Und während der TVC gar nicht wusste, wie ihm geschah, zogen die Gäste davon: das 12:21 in der 40. Minute war eine deutliche Ansage. Ebenso deutlich war die Tatsache, dass dem TVC zwischen der 30. und der 45. Minute lediglich ein eigener Treffer gelang - Tobias Freese traf zum zwischenzeitlichen 13:21 (43.).

Trainer Akacsos war ob der Leistung seiner Jungs alles andere als angetan und versuchte einzugreifen – mit wenig Erfolg. Als zwölf Minuten vor dem Ende ein 13:23 auf der Anzeigentafel stand, war auch dem optimistischsten Fan klar, dass für den TVC heute nichts mehr zu holen sein würde. Es wurde nichts mit dem neunten Saisonerfolg und dem Sprung auf Platz drei zum Jahresabschluss im Vorfeld der anschließenden Weihnachtsfeier.

In der 51. Minute sahen die gut 500 Zuschauer dann eine ungewöhnliche Szene: Schiedsrichter Jens Peper vom MTV Wisch vertrat sich unglücklich und musste mit Wadenproblemen behandelt werden. Nach kurzer Behandlungspause durch TVC-Physiotherapeutin Laura Schultz musste Peper verletzt passen. Schiedsrichter Dennis Berndtsen leitete das Spiel fortan alleine weiter. Auf dem Feld ändert sich am Spielverlauf aber nichts, denn auch die Schlussphase beherrschte der Gast. Delmenhorst verdiente sich den 19:28-Erfolg und ließ viele ratlose Gesichter aufseiten des TVC zurück.

„Glückwunsch nach Delmenhorst. Das Team war super eingestellt und hat eine überragende Leistung gezeigt“, war auch TVC-Coach Barna-Zsolt Akacsos angetan von der Leistung der Gäste, um nur wenig später seine Mannschaft in Schutz zu nehmen: „Die heutige Niederlage nehme ich voll auf meine Kappe. Ich habe Fehler gemacht und meine Mannschaft falsch eingestellt. Für mich ist die jetzige Situation das Schlimmste, was hätte passieren können.“ Der Übungsleiter versprach aber „dass wir nach der Winterpause und im nächsten Heimspiel gegen Aurich am 26. Januar dann ab er in der Halle Leharstraße ein völlig anderes Gesicht zeigen. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt und dürfen uns nicht an den beiden letzten Spielen messen lassen.“

TVC: Buschmann, Legler – Koellner (1), Harms (5), Witt (2), Danielzik (1/1), Freese (1), Tapken, Schulat (2), Hansen, Gülzow (3), Saalmann (1), de Raad (2), Lugosi (1).

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