Cloppenburg Die Handballer der HSG Friesoythe setzten sich erst in der Endphase durch. Die Frauen des BV Garrel II waren beim Titelfavoriten chancenlos.

Handball, Frauen-Landesliga: TV Cloppenburg - ASC GW Itterbeck 30:20 (14:8). Einen auch in der Höhe verdienten Sieg fuhr der Spitzenreiter ein. „Nur in der Anfangsphase hat die Abwehr noch nicht funktioniert. Den 2:5-Rückstand nach neun Minuten hat die Mannschaft schnell ausgleichen können“, sagte ein sichtlich zufriedener Trainer Theo Niehaus. Nach dem 5:5 (13.) lief es beim TVC. Die sehr flexible Abwehr provozierte Ballverluste bei den Gästen, die zu einfachen Treffern genutzt wurden. Schon zur Pause war die Partie beim 14:8 gelaufen, zumal der TVC, in dem Britt-Sophie Kohlsdorf im ersten Abschnitt auf der Mittelposition spielte, danach übernahm Lena Büssing, nicht nachließ.

Ab dem 27:12 (52.) ließ Niehaus noch offensiver trotz teilweise doppelter Unterzahl agieren. „Zwar konnte Itterbeck verkürzen, aber bei einem derartigen Spielstand muss man auch mal etwas ausprobieren“, erklärte Niehaus, der auch beiden Torhüterinnen ein Lob aussprach. Carolin Tiedeken stand rund 50 Minuten im Gehäuse, ehe Annika Gerst sie ablöste.

TVC: Tiedeken, Gerst - Klostermann, Büssing (8/3), Boch (1), Kohlsdorf (5/1), Neelen (3), Klein (2), Hillmer (3), Kalvelage (5), Hobbie (2), Germann (1).

SV Höltinghausen - SV Vorwärts Nordhorn 26:32 (12:15). Eine ärgerliche, da vermeidbare Heimniederlage, kassierte der SVH. Es fehlte in wichtigen Phasen die notwendige Ruhe, um Rückstände, die sich gegen Ende der ersten Halbzeit aufbauten, zu neutralisieren. Der gute Auftakt (5:1, 6.) war schnell verbraucht, zeigte sich Nordhorn als sehr stabil und konsequent in der Abwehrarbeit. So wurde häufig das Anspiel an den Kreis zu Ann-Katrin Felsterman erfolgreich unterbunden. Und es zeigte sich, dass eine Spielerin wie Lena Walter vor allem in engen Duellen schmerzlich vermisst wird, die nach ihrer Zahnoperation zwar zuschauen konnte und in vier Wochen, wenn der SVH erneut um Punkte spielt, wieder an Bord sein kann.

Nach der Pause kämpfte sich der SVH häufig heran (20:21, 46.; 22:23, 49. und 25:27, 55.). Doch dann verhinderten überhastete Abschlüsse den Ausgleich, ehe sich der Gast auf 31:26 (58.) entscheidend absetzte.

SVH: Lampe, Meyer - Schouten, Menke (2), Brockhaus (4/3), Felstermann (6), Ebendt (5/3), Fangmann (2), Wienken (2), Greten, Grabowicz (1), Rickels, Mattke (3), S. Walter (1).

Landesklasse, Männer: HSG Friesoythe - SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn 34:31 (17:17). In einem gutklassigen, jederzeit spannenden Spiel feierte der Landesliga-Absteiger den zweiten Sieg, der erst in den Schlussminuten sichergestellt wurde. Da zog die HSG über 30:30 auf 32:30 davon und ließ sich vom 31:32-Anschluss (56.) nicht mehr beeindrucken.

Die Gäste, verstärkt durch den Oberligaspieler Thio Remmers vom VfL Edewecht, konnten sich zwar auf 14:11 absetzen (23.), doch die HSG glich bis zur Pause auf 17:17 aus. Pech danach, dass sich Jan Phillip Willmann, der auf seiner Abwehrposition Gästeschütze Remmers (16/5 Tore) durchaus gut verteidigte, nach einer unglücklichen Aktion die rote Karte einhandelte, nachdem eigentlich kurz zuvor ein Pfiff hätte ertönen müssen (36.). „Die Entscheidung ist nachvollziehbar“, sagte Spielertrainer Christian Wilhelm, der sich nach seiner Sperre mit acht Toren am Kreis bestens zurückmeldete. Jan Kühn vertrat Willmann gut und leitete mit dem 31:30 außerdem den harterkämpften, aber verdienten Sieg ein.

HSG: Lüthje, Fründt - Willmann (3), H. Binder (1), Albers (14/3), Kühn (2), Laskowski (1), G. Binder (3), St. Wilhelm, Harin, Chr. Wilhelm (8), Robbers (1), Brück, Sawizki (1).

Frauen: HSG Grüppenbühren/Bockholzberg - BV Garrel II 29:22 (16:11). Gegen den Titelfavoriten lief es nicht gut. Dem sehr intensiven und dynamischem Spiel der Gastgeberinnen hatte Garrel außer Kampfgeist und Moral wenig entgegenzusetzen. „Es läuft bei uns im Moment nicht im Zusammenspiel, da wirken sich die Probleme in der Vorbereitung noch aus“, sagte Trainerin Lena Marks.

So fehlt es auch am notwendigen Selbstvertrauen der größtenteils jungen Mannschaft, die sich zu sehr auf Alisha Aumann verlässt, statt einmal selbst in die direkten Zweikämpfe zu gehen. Außerdem wird in der Abwehr gegen zum großen Teil körperlich überlegene Mannschaften zu zaghaft agiert. Hinzu kam diesmal das Harzverbot und eine exzellente Torhüterin beim Gastgeber. So setzte sich die HSG bis zur Pause entscheidend ab, baute den Vorsprung bis zum 24:17 (50.) kontinuierlich aus. Doch Garrel wehrte sich und hielt die Niederlage in Grenzen.

Mittlerweile hat das Team eine weitere, eine dritte Torhüterin, hinzubekommen mit Lina Fischer, die im Nachwuchs bereits beim BV Garrel aktiv gewesen war, ehe sie Fußball-Torhüterin wurde.

BVG II: Bruns, Klöker, Fischer - L. Hogeback (4), Hochartz (1), Gerken (3), Hülskamp (1), Meininger (3), Aumann (8/7), Gerken (1), Burhorst, Fette (1), Fehlinger.

HSG Friesoythe - HSG Hude/Falkenburg 24:33 (12:16). Der Heimnimbus ist geknackt worden. Seit November 2017 hatte Friesoythe kein Heimspiel mehr verloren, nun erwies sich die Oberliga-Reserve aus Hude/Falkenburg als zu clever, wie Trainer Stefan Stratmann anerkannte. Dabei agierten die Gastgeberinnen stark in den ersten 15 Minuten, führten mit 7:3 (8.), ehe sich die Gäste entschlossen, Alina Kühn kurz zu decken.

Diese Maßnahme griff, Friesoythe wurde immer nervöser gegen die gut vorbereiteten Gäste, die sich bis zur Pause auf 16:11 absetzen. Auch danach dominierte der Gast dank erfahrener Spielerinnen wie Carina Dolch (neun Tore) und Imke Gronewold (acht), während sich Marina Hilker auf der Mittelposition und die junge Anne-Sophie Punke auf der halblinken Position bemühten, Druck auszuüben. „Wir müssen uns vor allem in der Abwehr verbessern“ sagte Trainer Stratmann angesichts von 125 Gegentoren in vier Spielen, der wegen zweier Spielverlegungen nun einen Monat Zeit zur Vorbereitung auf das nächste Heimspiel gegen den Wilhelmshavener SSV II hat.

HSG: Möller, Block - von der Heide, Kruse (2), Hilker (5), Plate (2), Lamping, Kühn (8), Punke (2), Schulte (1), Kleimann, Albers (2), Bickschlag (1), Budde (1).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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