Cloppenburg In der Videokonferenz der Handball-Drittligisten der Männer mit 150 Teilnehmern wurde das weitere Vorgehen in der Saison 2020/21 besprochen. Die Ergebnisse dürfen ähnlich ausfallen wie in der am vergangenen Mittwoch stattgefundenen Konferenz mit den Drittligisten der Frauen.

Als Voraussetzung für eine Weiterführung des Spielbetriebs stehe die Gesundheit der Menschen wie Spieler, Schiedsrichter, Zuschauer, Trainer an erster Stelle. Die Bund-/Länder-Beschlüsse –gegen Ende Januar werden die nächsten erwartet – müssen einen Spielbetrieb erlauben. Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist eine Vorlaufzeit von etwa drei bis vier Wochen einzuplanen, an denen alle Drittligisten die Möglichkeit eines regulären Trainingsbetriebs haben müssen.

Der aktuelle Lock-Down ist bis Ende Januar befristet (und wird möglicherweise verlängert). Auf Grund der aktuellen Inzidenzzahlen ist zu befürchten, dass auch im Februar kein bundesweiter Trainingsbetrieb für die Drittligisten möglich sein wird (zum Teil auch durch Entscheidungen der Kommunen).

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90 Prozent Minimum

Wenn ein flächendeckender Spielbetrieb mit mindestens 90 Prozent aller Mannschaften, also 65 Mannschaften, ab dem 1. März 2021 möglich ist, wird in einer Einfachrunde in den aktuellen Staffeln die Saison zu Ende gespielt. Spiele der Vereine, die nicht antreten können oder wollen werden entsprechend gewertet. Die Nachholspiele werden ausgetragen. Ordnungsstrafen für Nichtantreten werden nicht verhängt. Es würde dann auch Aufsteiger und Absteiger geben.

Weil aber Mannschaften wie der TV Cloppenburg noch 14 Spiele in der Hinrunde nachzuholen hätte, erscheint dieses Szenario eher unwahrscheinlich, zumal damit zu rechnen sei, frühestens Anfang April mit den Punktspielen beginnen zu können.

So wird eher folgende Alternative, die überwiegend befürwortet wurde und von unserer Redaktion in Teilen schon veröffentlicht wurde, die wahrscheinliche Alternative. Voraussetzung sei ein flächendeckender Spielbetrieb ist ab März nicht möglich – nicht realistisch. Nur Vereine, die nicht erneut melden, steigen aus der Dritten Liga für die 2020/21 ab. Es gibt keine sportlichen Absteiger. Alle Vereine, die in die Zweite Liga aufsteigen wollen, müssen bis zum 15. März an die Handball-Bundesliga (HBL) melden. Es wird dann eine Aufstiegsrunde über alle Staffeln hinweg mit diesen Vereinen gespielt. Alle Vereine, die nicht aufsteigen, nehmen am DHB-Pokal teil.

Alle Vereine, die ebenfalls am DHB-Pokal teilnehmen wollen, sowie die zweiten Mannschaften, können bis zum 15. März bei der Spielleitenden Stelle melden. Unter diesen Vereinen werden die Pokalteilnehmer in regionalen Runden ausgespielt. Der Sieger der regionalen Runde bekommt einen DHB-Wimpel als Anerkennung. Ebenfalls in Abhängigkeit der Meldeanzahl wird das Spielsystem entwickelt. Nach Möglichkeit soll eine Runde mit Hin- und Rückspielen ausgetragen werden. Sofern das nicht möglich ist, wird im Play-Off-Modus gespielt. Zeitraum für diese Spiele ist April/Mai 2021 in Abhängigkeit der Meldeanzahl vorgesehen). Je nach Meldezahl kann auch der Beginn/die Vorbereitung variiert werden. Letzter Spieltag ist voraussichtlich Pfingsten.

Schnelltests Pflicht

Alle teilnehmenden Vereine haben das vorgegebene Testkonzept vorbehaltlos zu erfüllen. Der Einsatz nicht gemäß den Vorgaben getesteter Spieler führt zu einer Spielverlustwertung. Die sogenannten Corona-Schnelltests müssen vor dem Spiel erfolgen, zwischen Test und Ende des Spiels dürfen maximal sechs Stunden vergangene sein.

Nachdem die erste Corona-Hilfe zuvor nur als Ausgleich für entgangene Zuschauereinnahmen gebunden war, soll die neue Corona-Hilfe, so wurde auf der Videokonferenz erläutert, wohl die Kosten für die Schnelltests (pro Test und Person sechs Euro) übernommen werden.

Der TV Cloppenburg hatte auf die erste Corona-Hilfe verzichtet, wie Maik Niehaus, zusammen mit Georg Engelhardt sportlicher Leiter beim TVC, erkläre. „Es hat mehrere steuerrechtliche Gründe, warum wir diese Hilfe nicht beantragt hatten. Diese Gründe sind nicht ganz einfach, das kann am besten unser Steuerberater erklären“, sagt Niehaus.

Allerdings wäre der TVC auf jeden Fall bereit, für das Alternativkonzept zu melden. „Wichtig ist es, möglichst in dieser Saison uns noch für die Sponsoren und Zuschauer präsentieren zu können. Außerdem sind wie es unseren Spielern schuldig, die sich so lange fitgehalten haben, um endlich wieder um Punkte spielen zu können“, sagt Christian Bien vom TVC-Team-Management. „Schließlich haben Spieler, Sponsoren und Fans dem TVC bislang die Treue gehalten, und es wäre toll, zumindest etwas davon zurückgeben und eben spielen zu können“, sagt Bien.

Mit Blick auf die Saison 2021/22, was ebenso eine Momentaufnahme abhängig von den Bund/Länderbeschlüssen, wie Staffelleiter Andreas Tiemann betonte, ist die vorgesehene Anzahl von zwölf Aufsteigern aus den Oberliga-Bereichen zugelassen. Der erste Spieltag der Saison 2021/22 ist für das erste Wochenende im August vorgesehen, wobei die Vereine aus Süddeutschland da Bedenken angemeldet hatten. Es werden möglichst kleine Staffeln (maximal zehn Mannschaften pro Staffel) gebildet.

2023/24 wieder im Soll

Es erfolgt dann ein deutlich vermehrter Abstieg mit dem Ziel, die Sollstärke von 64 Mannschaften bis spätestens zur Saison 2023/24 herzustellen. Die Saison 2021/22 wird unter dem vorgegebenen Testkonzept ausgetragen. Vereine, die dieses nicht umsetzen können oder wollen, können nicht teilnehmen. Ebenfalls verpflichtend ist die Teilnahme am Livestream mit Kommentator.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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