Cloppenburg Die Reise von der Weser an die Soeste sollte sich lohnen. Am vergangenen Freitag krallte sich der Bremenligist FC Oberneuland den Sieg beim Cloppenburger Budenzauber um den pk-Cup. Im Finale kurz vor Mitternacht setzte sich die aufstiegsambitionierte Mannschaft von Trainer Kristian Arambasic mit 3:2 gegen Landesligist Kickers Emden durch und kassierte den 600-Euro-Siegerscheck (die NWZ berichtete). Zum Matchwinner avancierte dabei Timo Dressler, der alle drei FCO-Buden machte. Heiko Visser und Tido Steffens trafen für die starken Emder.

Das kleine Finale ging an Gastgeber BV Cloppenburg. Der Oberligist, der sich nach einem 0:4 zum Auftakt gegen Oberneuland berappelte, setzte sich gegen Landesligist TV Dinklage mit 3:2 durch. Die zweimalige BVC-Führung durch den wuseligen Benny Boungou glichen Steffen Espelage und Thomas Wulfing aus. Doch Sekunden nach dem 2:2 jagte BVC-Neuzugang Derrick Ampofo die Kugel unhaltbar zum 3:2-Endstand ins Dinklager Netz.

Im Halbfinale hätte sich der BVC gegen Emden für die erst wenige Tage zurück liegende 0:3-Testspielpleite revanchieren können. Daraus wurde aber nichts. Zwar konnte Janek Jacobs Emdens Blitzführung durch Manuel Suda blitzartig ausgleichen. Dann war der Stecker aber gezogen. Emden zauberte sich zu einem 5:1-Erfolg. Die 20 mitgereisten Kickers-Fans hatten sich zwischenzeitlich mit den Anhängern des ausgeschiedenen Kreisligisten SV Cappeln verbrüdert und für reichlich Anfeuerung gesorgt.

Im zweiten Semifinale hätte sich Dinklage gegen Oberneuland dank eines Treffers des starken Felix Schmiederer um ein Haar in die Verlängerung gerettet, ehe der Südkoreaner Sung Jung mit einer krachenden Klebe auf 2:1 für die Bremer stellte.

Unter dem Strich wurde guter Hallenfußball geboten. Ganze zwei Zeitstrafen belegen, dass es fair zuging. Es gab keine Verletzungen.

Derweil war „Turnier-Macher“ Peter Kenkel bei der offiziellen Eröffnung inmitten der Gruppenphase von der Zuschauerresonanz doch leicht enttäuscht. Nach offiziellen Angaben sollen es immerhin 700 zahlende Zuschauer gewesen sein. Doch Kenkel wäre nicht Kenkel, wenn er nicht schon die nächste Auflage im Jahr 2019 im Hinterkopf hätte. „Ich hoffe, dass die Halle dann richtig voll wird.“ Und der Unternehmer legte nach. „Ich höre nicht auf, bevor die Halle rappelvoll wird. Am besten so voll, dass noch Zuschauer vor der Tür bleiben müssen. Das verspreche ich.“

Sein Dank ging auch an die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Gleich mit drei Personen war Familie Gertzen im Einsatz. Mutter Ulla schmierte Brötchen en masse und versorgte die Teams in den Katakomben. Sohn Robert hatte fleißig fürs Programmheft geschrieben. Und „BVC-Archivar“ Alfons vertickte Lose. Schön wäre gewesen, wenn die attraktiven Preise auch ausgestellt worden wären.

Bei den Sonderauszeichnungen kam derweil der neue regionale „touch“ des Turniers ein Stück weit durch. Cappelns Lasse Tegenkamp wurde zum besten Keeper auserkoren. Dinklages Felix Schmiederer zum besten Spieler. Beide kickten einst für den BVC.

Der beste Mann des Turniers war auch zugleich der beste Torschütze. Emdens Manuel Suda netzte zehnmal ein und spielte sich in die Notizblöcke zahlreicher Späher, darunter Meppens Coach Christian Neidhart. Unlängst hatte Suda Regionalligist Rehden einen Korb verpasst.

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